Mittwoch, 24. Dezember 2014

Itsus Weihnachtsgeschenk oder "Schleichers Erinnerung"

Schleicher

Wie ein Wirbelwind flitze Curly durch den Container, verwandelte ihn in ein buntes, glitzerndes Etwas. Ein paar Tannenzweige hatte sie gefunden, nass vom tauenden Schnee lagen sie auf dem Boden, aber Tannen gehörten zu Weihnachten also ließen wir sie liegen. Curlys Weihnachtsstimmung konnte man sich einfach nicht entziehen. Während Ben sie hochhob um eine anscheinend halb zerrissene Girlande an der Decke zu befestigen summte sie etwas, das annähernd nach „Carol of the bells“ klang. Mir war vorher noch nie in den Sinn gekommen, dass Straßenkinder keine Weihnachtslieder kannten. Doch so schief und falsch die Melodie auch klang, sie steckte an, sie steckte alle an und die Pappe brannte fröhlich knisternd in der Tonne und versprühte eine wohlige Wärme. Die Wärme, die hier alle vor dem Erfrieren schütze, doch nun sah man sie an als wäre sie ein lodernder Kamin in irgendeinem Wohnzimmer an Heilig Abend.
Die Weihnachtsmütze, die ihr wirres Haar bändigte hatte ich ihr mitgebracht und ihre Augen hatten so sehr gestrahlt, dass ich beinahe befürchtete sie würde vor Freude anfangen zu weinen.
Während sie weiter durch den Raum tänzelte stimmte Tanja mit ein und sie begannen kindlich umeinander herumzuhüpfen.
Ein bisschen beneidete ich Ben um seine kleine Schwester. Manchmal war es anstrengend ein Einzelkind zu sein, besonders wenn einen die Eltern zu vorführten wie mich. Doch Curly war mit der Zeit unser aller kleine Schwester geworden und Ben unser aller großer Bruder. Und so kam es natürlich, dass es sich unsere kleine Familie nicht nehmen ließ, gemeinsam Weihnachten zu feiern.

„Seit ihr alle bereit?“,quiekte die Kleine vergnügt. „Bereit wofür?“,fragte ich gespielt ahnungslos. Ich wusste genau, was jetzt kommen würde, auch Charlies Augen leuchteten bereits. „BESCHERUNG!“ Alle wir wir auf der Couch oder dem Boden saßen sprangen wir auf und versammelten uns um die Tonne. Ben schleifte einen blauen Müllbeutel aus einer Ecke des Raumes hervor und rief überschwänglich „Ho Ho Ho, wart ihr denn auch alle artig?“
Ich verschränkte die Arme vor der Brust und sah zu, wie sich die Mädels auf ihre Geschenke stürzten. Auch Ben schüttelte nur den Kopf und blickte lächelnd auf das Durcheinander.
Die meisten Päckchen waren mit Zeitungspapierresten umwickelt. Auch ich hatte mir mühe gegeben auf bedrucktes Geschenkpapier zu verzichten und hatte mich für silbrig glänzende Alufolie entschieden, meine Geschenke waren zumindest vor der Schneenässe verschont geblieben während die anderen etwas durchnässt aussahen, doch das störte hier niemanden.
Ich hatte versucht etwas nützliches zu schenken und hatte für alle Pullover gekauft, allesamt warm und kuschelig mit irgendeinem Weihnachtsmotiv. Curly und Ben hatten Pullis mit Renntiermotiv, die intentisch waren, außer, dass sie nebeneinander lächerlich aussahen, da einer aussah als wäre er für eine Puppe und der andere für einen Riesen. Sofort zogen sich beide den wärmenden Stoff über den Kopf uns lachten sich dann gegenseitig aus … oder an … oder sie freuten sich einfach nur, dass ihnen warm war. Tanja bekam einen roten Pulli mit weißen Schneeflocken und Charlies war tannengrün, mit kleinen silbernen Stickereien. Als ich ihn so an ihr sah musste ich mir auf die Lippe beißen. An ihr sah er wirklich teuer aus. Das war er auch gewesen und ich habe lange nach dem richtigen Teil gesucht aber es war immer etwas riskant, soetwas zu schenken. Allesamt sahen sie aus, als könnten sie mir um den Hals fallen und das taten sie letztendlich auch und ich landete lachend auf dem Boden. „Hab ich in einem Second Hand laden gekauft. Die Verkäuferin war leicht zu beeindrucken.“,murmelte ich mit einem Augenzwinkern und niemand stellte mehr Fragen.
Der Rest der Geschenke waren Kleinigkeiten: Zuckerstangen oder Lebkuchenherzen, die vom Weihnachtsmarkt mitgehen lassen wurden, Curly verschenkte ein goldenes Glöckchen an Ben und ging mit dem Geklingel allen auf die Nerven, auch wenn es ihr niemand übel nehmen konnte. Curly bekam Schokolade und ein Geschenk stach noch heraus. Ben schenkte Tanja eine Kette, eine kleine, dünne, glänzende Silberkette. „Die hab ich gefunden, nicht geklaut, ich schwöre.“,erklärte Ben, während er sie ihr um den Hals legte. „Der Verschluss war etwas kaputt, ich hab ihn reparieren lassen und ihr eine Politur verpasst.“ Er sah ziemlich verlegen aus und auf die kurze, bewundernde Stille danach folgte ein inniger Kuss, der nicht nur Ben verlegen sein ließ.
Curly stürzte mit einem Mal zum Müllsack und zog ein paar Stöcker heraus. Ich hielt es im ersten Moment für Feuerholz, doch als sie es über das küssende Paar hielt erkannte ich den Mistelzweig.

Charlie begann zu lachen. „Wo hast du den denn aufgetrieben?“ Curly grinste „ Hab ich geschenkt bekommen. Ich bin einfach zu der Verkäuferin gegangen und habe gesagt „Ich würde gern ein bisschen Liebe verteilen, dürfte ich bitte einen ganz kleinen Zweig haben?“ Ich habe ganz große Augen gemacht und e'voila!“ Sie fuchtelte damit rum und tänzelte weiterhin summend durch den Raum. Nachdem der Kuss vorbei war und Ben mit hochrotem Kopf, wennauch sichtlich glücklich in der Weltgeschichte herumschaute spürte ich plötzlich ein Tippen auf meiner Schulter. Hinter mit stand Curly und über mich hielt sie ihren Mistelzweig. Und neben mir, neben mir stand Charlie.

Sonntag, 19. Oktober 2014

creative butterflies

Dear Hanna.

Nach unzähligen Wochen war es heute endlich soweit und ich habe mir die Zeit genommen, in unseren wundervollen Rollenspielen zu antworten. Ich habe es genossen, endlich wieder diese Zeit dafür zu haben und noch mehr habe ich es genossen, mich dir beim Schreiben der Posts so unglaublich nahe zu fühlen. Diese beiden Rollenspiele sind wir in unserer kreativsten, reinsten Form und wenn ich darin antworte, fühle ich mich, als würdest du neben mir sitzen und mich für das, was ich schreibe, loben. Es ist schön, mich dir nahe zu fühlen, Hanna.

Ich kann dir nicht sagen, welches der beiden Rollenspiele ich gerade lieber schreibe. Ich bin wirklich sehr gespannt darauf, wie sich Fire noch entwickeln wird und ich kann es gar nicht mehr erwarten, bis wir endlich Carlisle und Dana schreiben können, und gleichzeitig macht mir kaum etwas so sehr Spaß wie zusammen mit Davide und Curly auf Erkundungstour zu gehen oder mit Charlie ihren Lebensweg zu gehen. Und eine ganz andere Seite meines Gehirns fragt sich, ob wir dazu kommen werden, unsere neue Idee zu verwirklichen. Moira und Olivia.

Irgendwie fühle ich mich heute generell ziemlich kreativ und bereit dafür, einfach stundenlang in die Tasten zu hauen. Meine Flügel sind heute wieder voller Tinte und bunt schillernd, so, wie du sie am liebsten magst, und sie freuen sich darauf, heute vielleicht noch ein paar andere Sachen  zu schreiben. Ich weiß, dass du meine Worte so sehr liebst wie ich deine liebe und für mich gibt es nichts Schöneres auf der Welt als deine Blogeinträge zu lesen oder deine Antworten in den Rollenspielen. Apropos Blog: Um deinen ist es ziemlich still geworden in letzter Zeit, mir fehlt es, dass du in den Ferien recht häufig geschrieben hast. Ich hoffe, dass du weiterhin jeden Monat etwas schreiben wirst, denn ich mag es, so immer einen Teil von dir zu lesen, dem es gut geht und der von seinem Leben berichtet. Es beruhigt mich irgendwie.

Ich hoffe, dass N. Spaß in Paris hat. Mich hat die Stadt wirklich umgehauen! Ich konnte davon gar nicht genug kriegen und die vier Tage, die wir dort verbracht haben, haben sich echt gelohnt. Ich hoffe, dass N. sich alles anschaut, was wir uns auch angeschaut haben: den Eiffelturm, den Arc de Triomphe, den Grand Arche, die Champs Elysées, den Obelisk, das Schloss Versailles, die wunderschöne Innenstadt. Ich hoffe, dass ihn die Stadt ebenso umhaut wie mich.

Hast du eigentlich Fotos von Paris gesehen? Ich glaube, ich habe dir gar keine geschickt und deshalb will ich das jetzt nachholen, damit du siehst, was N. vielleicht bald sehen wird:

 
Hier sieht man im Hintergrund den Eiffelturm. Von weitem sieht er eigentlich gar nicht so spannend aus, aber die Aussicht ist einfach hervorragend. Nicht nur vom Eiffelturm aus [die sowieso, vor allem nachts], sondern auch die von einer Brücke wie hier. Man sieht so wunderschöne Lichter und alles, und es ist einfach so unglaublich unglaublich!

Das ist die Pyramide beim Museum Louvre. Sie ist wirklich sehr beeindruckend. Man kann auch reingehen und sich das irgendwie von innen ansehen, aber das haben wir leider nicht gemacht, obwohl ich das gerne mal erlebt hätte. Aber auch so ist diese Pyramide einfach nur sehr, sehr beeindruckend, findest du nicht auch?

Das war Hannas kläglicher Versuch, die Champs Elysées zu fotografieren. Sieht meiner Meinung nach ziemlich cool aus.

Der Grand Arche. Den man wie einen Arsch ausspricht.

Das ist die Wendeltreppe, die auf den Arc de Triomphe hinaufführt. Irgendwo steht ein Schild, wie viele Stufen das sind, aber ich habe es verdrängt. Es wird einem auf jeden Fall ziemlich schwindlig, wenn man eine Viertelstunde lang nur enge, gewundene Stufen hinaufgeht. Ziemlich, ziemlich schwindlig sogar. Mir war danach so übel, das glaubst du gar nicht. Aber die Aussicht von dort oben lohnt sich auf jeden Fall, das kannst du mir glauben!

Das ist ein kleiner Tipp für N. Falls er in Paris mal etwas wirklich Gutes, aber auch Billiges essen will, kann er sich einen Quick suchen. Es erinnert ein bisschen an McDonalds, ist aber viel, viel besser! Und für Paris ist dieser geile Shit wirklich extrem billig, das muss man dem lassen. Und es schmeckt so geil, habe ich das schon erwähnt.

Mister Eiffelturm.

Jede halbe Stunde leuchtet der Eiffelturm nachts. Sieht das nicht unglaublich aus?




Viele Brücken in Paris sind völlig beladen von diesen Schlössern. Wenn Liebende zu zweit in Paris unterwegs sind, schreiben sie ihre Namen auf diese Schlösser und hängen sie an Brücken fest, damit ihre Liebe ewig hält. Auf der Brücke, wo wir waren, haben wir sogar einen Heiratsantrag  miterlebt. Das war so süß und die Frau war so happy und überhaupt und alle haben geklatscht und die Stimmung war einfach nur so Bombe!

Es ist einfach mein Lieblingsfoto von Hanna und mir. Aufgenommen im Park des Schloss Versailles.

Freitag, 17. Oktober 2014

Schmetterlingstanz

Dear Itsu,

ich habe einen total vollgepackten Tag. Eben musste ich innerhalb von einer halben Stunde den Anfang eines Weihnachtstanzes choreografieren. Mein Weib kann heute nicht mit mir die Kinder trainieren und deshalb mache ich das Training heute allein.
Die mittlere Gruppe wollte unbedingt Rock'n'Roll tanzen das heißt soviel wie: noch bevor ich bei der dritten Gruppe angekommen bin werde ich fix und fertig sein.
Trotzdem nehme ich mir meine verbleibenden 10 Minuten die Zeit, dir dieses Eintrag hier zu schreiben, der wegen des Zeitdrucks vermutlich äußerst kurz ausfallen wird.

Ich habe deinen Blogeintrag gelesen und ich freue mich, dass dich die Menschen, die in deiner Nähe wohnen genau so toll finden wie ich, auch, wenn ich finde, dass das irgendwie klar war. Ich meine du bist halt toll. Das ist eben so. :3
Ich weiß noch, wie ich mich gefühlt habe, als N. mich das erste Mal mit zu seinen Freunden genommen hat und wie nervös ich war und wie ich Angst hatte, total komisch rüber zu kommen. Gestern dann haben sie vorgeschlagen, mal gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Sie würden alle zusammen - mit mir - in den Urlaub fahren wollen, was ich wirklich toll finde in Anbetracht der Tatsache, dass sie mich nicht mal ein Jahr kennen. Auf jeden Fall hab ich sie lieb und ich glaube, sie mich vielleicht auch ein bisschen.

Morgen feiert meine liebste Lucy ihren 18. Geburtstag, was krass ist, weil ich sie kenne, seit sie 6 ist und mittlerweile ist sie dreimal so alt und wir sind immer noch befreundet. Weil sie schon weiß, was sie bekommt habe ich mir etwas tolles für sie ausgedacht und ich hoffe, sie wird sich darüber freuen.
Es werden auch ein paar Leute da sein, die auf der Feier kaum jemanden kennen, aber ich bin zuversichtlich, dass der Abend toll wird und ich den 'Neulingen' ein tolles Gefühl geben kann. Wer weiß? Vielleicht bilden sich ja noch ein paar Freundschaften heraus.

Nächste Woche fährt N. auf Klassenfahrt nach Paris und er wird auf den Eiffelturm gehen und vielleicht genau dort stehen, wo du vor kurzem noch warst und vielleicht wird er sogar an dem Laden vorbeigehen, wo du deine Karte für mich gekauft hast und irgendwie ist das ein wirklich toller Gedanke.

Wusstest du, dass es beim Tanztraining für kleine Kinder eine Übung gibt, die "Schmetterling" heißt? Ich habe sie selbst schon gemacht, als ich ein Kindergartenkind war und ich jetzt mache ich sie jede Woche mit den Kleinen. Die Übung besteht darin, dass man sich auf den Boden setzt und mit geradem Rücken die Fußsohlen aneinander legt. Dann versucht man die Knie aus eigener Kraft Richtung Boden zu drücken und weil das auf die Dauer zu anstrengend werden würde, wippt man mit den Knien einfach auf und ab und versucht bei jedem Mal etwas tiefer mit den Knien gen Boden zu kommen. Man "flattert" quasi, mit den Knien über dem Boden ... wie ein Schmetterling eben.  Ich wette meine Beschreibung klingt viel komplizierter, als die Übung eigentlich ist, aber die Kinder haben Spaß dran, denn zu der Übung gehört (da wir ja alle Schmetterlinge sind) zu sagen, wo wir hinfliegen. Meistens kommt von den Knirpsen sowas wie "Ins Süßigkeitenland", einige Andere sagen auf, wo sie gern in den Urlaub fliegen würden, was immer da ist, wo sie schonmal waren (z.B. auf der AIDA oder auf Mallorca). Ich für meinen Teil gebe meistens den Ort an, wo sich N gerade meines Wissens nach befindet. Oder zu meinem Weib.

Aber heute.
Heute fliege ich nach Paris.

Ich habe dich lieb, kleines lockenköpfiges Etwas!
Deine Hanna.
~Evoliette

Montag, 13. Oktober 2014

Gothic-Flügel

Dear Hanna.

Wie ich bereits in meinem letzten Post erwähnt habe, war ich letztes Wochenende auf dem Schwarzen Reigen, einem Gothic-Ball in Wien. Ich werde hier jetzt keine Fotos posten oder mehr darüber erzählen, weil ich auf meinem Blog schon darüber berichtet habe, aber ich wollte einfach auch hier noch einmal erwähnen, dass ich es sehr schön fand, trotz des üblichen Dramas danach. Blöderweise konnte ich aber danach kaum schlafen und bin auch heute noch dementsprechend müde, aber Zeit für diesen Blog nehme ich mir natürlich immer, hallo. (:

[Und ich weiß nicht, ob wir schon einmal darüber geredet haben, aber ich interesse mich ja sehr für BDSM und habe da erstmal beim Eingang zwei Sklavinnen mit ihrem Meister gesehen und dann noch in dem Gebäude eine Domina mit ihrem Sub und das war einfach total faszinierend für mich.]


Jetzt aber mal zu N. und seiner Vorstellung, nach Wien zu ziehen. Es ist durchaus richtig, dass wir hier keinen NC haben, aber trotzdem kann er sich darauf einstellen, dass es vielleicht nichts werden wird. Stattdessen haben wir hier nämlich eine Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium, die selbst die ärgsten Streber beim ersten Mal oft nicht schaffen. Also kann es durchaus auch hier möglich sein, dass er es nicht schafft - da würde ich es ehrlich gesagt doch eher mit Deutschland probieren und hoffen, dass es klappt. Wenn seine Abi gut ist, wird das, so hoffe ich doch, kein Problem sein. Außerdem wäre das echt total traurig, wenn wir quasi "Plätze tauschen" würden und auch in ein paar Jahren noch immer nicht im selben Land leben würden. Das sollte N. sich also noch einmal gut überlegen, wie gesagt ist es auch hier üblich, ein paar Jahre warten zu müssen.

Über Wien kann ich es euch aber auch nicht sonderlich viel sagen. Ich habe noch nie gehört, dass die Universität dort sonderlich gut sein soll, soweit ich weiß, befindet sich die beste medizinische Fakultät in Salzburg [etwa vier Stunden entfernt]. Wien ist eine ziemlich dreckige und volle, laute Stadt und ich könnte mir nicht vorstellen, dort zu wohnen. Aber das ist wohl einfach Geschmackssache, glaube ich. Klar kann man als Deutscher dort wohnen, das ist sicherlich kein Problem, aber wie gesagt bin ich mir nicht sicher, ob N. das irgendetwas bringen würde. Das Schönste an Wien ist die Donauinsel im frühen Frühling, wenn man dort völlig alleine ist - das Schlimmste ist die Maria-Hilfer-Straße [eine Einkaufsstraße], die unglaublich voll ist. Das Schönste ist das Haus des Meeres mit einer Riesenschildkröte, das Schlimmste die Vergewaltigungen in U-Bahnen. Es gibt so viel über Wien zu sagen und ich persönlich finde die Stadt einfach dreckig und hässlich. Aber das muss jeder selbst entscheiden.

So. Und ich finde es toll, dass du im Januar meine zukünftige Heimatstadt besuchst! Ich hoffe, ihr werdet euch die Frauenkirche und den Zwinger ansehen, ebenso die Hofkirche und natürlich die Kunstakademie mit der schönen Zitronenpresse. Ich hoffe, du wirst dort etwas Gutes zu essen bekommen [am Postplatz gibt es die schärfte Currywurst der Welt!] und vor allem hoffe ich, dass du dir dort einen Moment Ruhe nehmen kannst - einen einzigen Moment, in dem du die Augen schließen und dir vorstellen kannst, dass auch ich an dieser Stelle gestanden habe. Vor der Zitronenpresse, auf den Treppen der Frauenkirche, auf der Augustus-Brücke. Ich liebe diese Stadt so sehr - und ich hoffe, du wirst einen Teil von mir dort wiederfinden.

Ich finde es übrigens eine Frechheit, dass wir uns kaum Bilder von uns schicken, weil ich es liebe, Bilder von dir zu sehen. Du bist nämlich ein sehr hübsches Persönchen und ich sehe dich auf so wenig Bildern und das finde ich doof. Andererseits sehe ich dich nächstes Jahr, hoffe ich zumindest, und das ist ziemlich cool. Aber den ganzen nächsten Sommer habe ich frei und da werde ich mir die Zeit nehmen, nach Magdeburg zu fahren oder so. Ganz sicher! Trotzdem ist mir gerade danach, dir ein Foto von mir zu zeigen:






Mit diesem Bild wünsche ich dir eine schöne Woche! Denk an dein lockiges Itsu, gönne dir auch mal Pausen und ich hoffe, dass du ein schönes Wochenende hattest! ♥

Itsuka (:

Samstag, 11. Oktober 2014

Schmetterlingsprinzessin

"Ist deine Brieffreundin noch krank?" Hat N. kleine Schwester eben gefragt.
"Nein.", hab ich gesagt. "Sie hatte vor kurzem ihren Abiball." Und alle in diesem Raum haben sich über dein Foto gefreut.

Vor genau sieben Tagen war in Magdeburg auf dem alten Markt der niederländische Stoffmarkt und ich habe wie erwartet den Stoff für mein Abiballkleid gefunden. Es wird das erste ernstzunehmende  Kleidungsstück sein, dass ich für mich selbst anfertige und der Entwurf steht seit Monaten. Der Stoff, den ich mir ausgesucht habe ist dunkelblau und glatt und fließend und weich und einfach genau so, wie ich ihn haben wollte. Trotzdem werde ich dir nicht beschreiben, wie es aussehen wird wenn es fertig ist, denn es soll einfach eine Überraschung werden. Auf jeden Fall habe ich letzten Samstag die genau dazu passende, dunkelblaue Spitze gefunden und einen Reißverschluss in dieser Farbe ... und ein paar Zierknöpfe aber mehr verrate ich nun wirklich nicht.

Weil ich 13 Jahre Abi mache, habe ich noch eine Menge Zeit bis zu meinem Abiball. Über die Schuhe mache ich mir trotzdem noch Gedanken, denn ich denke nicht, dass ich welche in dunkelblau finden werde.
Aber ich brauche auf jeden Fall welche, in denen ich tanzen kann, schließlich belege ich den Tanzkurs mit N zurzeit nicht umsonst.

Gestern hat mich N vom Jazztanztraining abgeholt und auf dem Rückweg nach Hause hat er mich gefragt, ob ich es mir vorstellen könnte mit ihm nach Österreich, genau genommen Wien zum studieren zu gehen. er möchte Arzt werden, Chirurg soweit ich weiß und in Österreich gibt es keinen Numerus Clausus und so müsste er nicht jahrelang auf einen Studienplatz warten. Ich musste nur bitter auflachen und meinte zu ihm, was für ein schlechter Scherz es wäre, wenn du nach Deutschland ziehst und ich dann nach Österreich.

Trotzdem frage ich dich: Wie ist Wien so? Gibt es irgendeine Studienrichtung, für die Wien berühmt ist die besten Studenten auszubilden? Was ist das beste an der Stadt und was das schlimmste? Und könntest du dir vorstellen wie es ist, als Deutscher dort zu wohnen?

Unsere Sozialkundelehrerin hat uns letzten Freitag verkündet, dass wir im Januar für einen Tag nach Dresden fahren, inklusive Freizeit in der Stadt. Ich freue mich drauf, auch wenn ich natürlich gehofft hätte, Dresden lieber mit dir gemeinsam zu erkunden, als allein oder mit Teilen meiner Klasse. Trotzdem bin ich sehr gespannt auf die Stadt und ob ich deine heißgeliebte Zitronenpresse sehen kann, wenn ja verspreche ich dir, ein Foto zu machen mit mir und diesem Gebäude drauf und wenn du das nächste mal davor stehst, dann weit du, dass ich dort gewesen bin ... vor gar nicht allzu langer Zeit.

Ansonsten bin ich zurzeit voll in Action, Schule ist natürlich vorrangig aber ich arbeite wann ich kann in der Modeschule und choreografiere fleißig die Weihnachtstänze für meine kleinen Tanzmäuse. Weißt du wie komisch es ist sich jetzt, im Oktober, schon mit Weihnachten zu beschäftigen? Wenn du mich fragst kommt der Winter noch früh genug. ):

Ich wünsche dir ganz liebe Grüße von hier, aus Magdeburg, von den Kikis (Ns Familie) und mir.
Ich hab dich ganz dolle lieb,
behalt das hübsche, lockige Köpfchen oben!

Deine Hanna,
~Evoliette




Freitag, 10. Oktober 2014

Wiedergeborene Tintenflügel

Dear Hanna.

Die Schule frisst meine Hobbies derzeit wirklich vollständig auf. Ich weiß nicht, wann ich mir das letzte Mal Zeit dafür nehmen konnte, ein gutes Buch zu lesen, in einem meiner Rollenspiele zu antworten oder mich gar mit dem Vorsatz an den Laptop zu setzen, tatsächlich etwas zu schreiben. Meine Freizeit besteht derzeit nur aus den Pausen, die ich mir von den vielen Hausübungen und dem Lernstoff gönne, und diese bestehen eigentlich zum größten Teil daraus, mit A. zu telefonieren oder Musik zu hören. Ich habe absolut keine Zeit mehr für all die anderen Dinge, die mir eigentlich wirklich Spaß machen, und ich habe nicht einmal wirklich die Zeit, es auch zu vermissen, weil die Tage gerade so dahinschmelzen, ohne dass ich sie wirklich wahrnehme.

Gestern habe ich mit meiner besten Freundin einen kleinen, spontanen Word War gestartet und habe in dieser halben Stunde tatsächlich nach mehreren Wochen endlich mal wieder etwas geschrieben. Du weißt gar nicht, wie sehr ich mich darüber gefreut habe, als die Worte plötzlich wieder aus mir herausgeflossen sind wie früher, als es sich plötzlich wieder so gut anfühlte, zu schreiben. Jetzt sitze ich hier und schreibe dir das, weil ich ziemlich stolz auf einen Teil des Geschriebenen bin und ihn dir deswegen zeigen möchte:




[ damals ]



Ich lache.

Marianne lacht auch. Sie lässt ihre halb aufgerauchte Zigarette auf den Boden fallen und zerdrückt diese mit dem Absatz ihres Stiefels. Sie ist mir so nahe, dass ich die Gänsehaut auf ihren Armen sehen und ihre Wimpern zählen kann. Das schwarze Lackkleid schmiegt sich an ihren Körper wie eine zweite Haut und macht sie zu einem Anblick, dem keiner widerstehen kann. Ich beobachte, wie jeder, der an uns vorbeirauscht, für einen Moment langsamer wird, um Marianne anzusehen; selbst im Halbdunkeln und ganz in Schwarz gekleidet fällt sie auf. Ich wickle eine Strähne ihrer roten Locken um meinen Finger und gebe ein leises Seufzen von mir. Sie lacht wieder.

»Warum lachst du?«, frage ich leise und beuge mich vor, damit sie mich hören kann. Es ist laut und stickig in diesem Raum, aber sie versteht mich und lächelt und entzieht mir ihr schönes, seidiges Haar. »Sie gefallen dir.« Marianne hat grüne Augen und blasse Haut und Sommersprossen, und diese unglaublichen roten Locken, wegen denen ich vom ersten Moment an wusste, dass ich sie will. Sie sagt alles, was sie denkt, kennt keine Grenzen und keine Tabus - weswegen ich auch im zweiten Moment noch wusste, dass diese Frau meine sein soll.

Ihre Hand streift meine und eine Sekunde später sind es ihre Lippen an meinen. Ich lächle in den Kuss hinein und greife in ihr rotes Haar, obwohl ich weiß, dass sie das nicht mag, und mein Herz ist eine viel zu schnelle, viel zu offensichtliche Pumpe, die mir zeigt, dass ich viel zu sehr in die Frau mit den roten Locken verliebt bin. Ich bin 21 Jahre alt und arbeitslos und ohne Alternative im Leben, aber sie ist nicht besser und auch nach einem Monat fühlt sich ihre Nähe noch an wie tausend explodierende Sterne.

»Genug!« Sie löst sich von mir, und ihr Lachen ist eine Melodie, die nur sie spielen kann. »Du gieriges kleines Ding.« Sie ist älter als ich und sie ist erfahrener; aber noch lange nicht erwachsener. Ich lache auch, weil ihre Nähe mich berauscht, und meine Hand wandert über ihr Haar hinunter zu ihrem Nacken. Alles an ihr ist weich und schön und zart, und gleichzeitig ist sie so wild und stur und leidenschaftlich. Alles an ihr ist so verdammt Marianne und unwiderstehlich.

»Yvonne.«

Ihre Stimme ist leise und fast ein Schnurren, liebevoll und gleichzeitig so geheimnisvoll, dass ich nie weiß, ob ich die Gefühle dahinter verstehe. Mein Name klingt unglaublich, wenn er nur von ihren Lippen perlt, und ich fühle mich unglaublich poetisch und glücklich, als sie unsere Finge ineinander verschränkt und mich mit sich zieht. Menschen starren ihr nach, aber es ist meine Hand, die sie hält, und meine Wohnung, die wir bald betreten werden; meine Marianne.

Meine Zukunft.




Außerdem habe ich dir noch gar nicht von meinem Abiball erzählt! Er war ziemlich lustig und meine Freundin und ich haben solange getanzt, bis unsere Füße in den hohen Schuhen fast abgefallen wären. Der Abend war sehr, sehr schön und viel besser, als ich es befürchtet hatte. Ich bin ja normalerweise nicht der Typ für abendliche Unternehmungen, aber der Abiball war wirklich ein schönes Erlebnis. Mein Kleid war echt bequem und sogar die Schuhe haben erst nach dem vielen Tanzen wirklich angefangen wehzutun. Hier:


In diesem Sinne wünsche ich dir noch ein schönes Wochenende. Ich fahre morgen mit einer Freundin nach Wien zu einer Gothic-Veranstaltung und freue mich schon wie irre darauf, endlich mein Korsett einweihen zu können. Fotos folgen natürlich und auch generell habe ich vor, in nächster Zeit ganz oft hier auch Fotos hochzustellen, weil ich weiß, dass dieser Blog ewig bestehen wird und so auch die Fotos darauf. Damit werde ich Schussel sie immerhin nicht verlieren! (: Ich hab dich lieb und denk immer an mich.



Itsuka.
 

Dienstag, 7. Oktober 2014

Tragende Flügel

Dear Itsu,

Niclas sitzt gerade in seinem Zimmer und macht Fahrschule während ich hier sitze und den ersten Teil eines Blogeintrags schreibe, der heute vermutlich nicht mehr fertig wird.
Zuerst einmal tut es mir schrecklich Leid, dass es dir nicht gut geht. Ich denke das Beste,was du tun kannst ist dich auf die Couch zu legen mit einer Decke und ein paar Plüschies und dir deine Lieblingsfilme anzusehen. Leider habe ich deine neue Blogadresse immernoch nicht gespeichert und dadurch konnte ich noch nichts von dir lesen, was mich ärgert, aber mal abgesehen davon hatte ich in letzter Zeit viiiieeel zu wenig Zeit auch nur irgendwas zu lesen ... nichtmal "Emilia Galotti" und das muss ich bis Donnerstag durch haben ... hmpf.

____________________________________________________________________________

So, den ersten Teil habe ich geschrieben unmittelbar nachdem ich deinen letzten DMS-Post gelesen habe und den hier schreibe ich jetzt, da ich gerade "Zeit" habe, wobei Zeit bei mir relativ ist, ich habe so viel zu machen, sagen wir einfach ich gebe meinem Brief für dich gerade schlichtweg die höchste Priorität.

Seit mein Schuljahr 12 angefangen hat, habe ich jeden Tag 8 Stunden was unglaublich, UNGLAUBLICH zeitraubend ist. Montags belege ich mit N zurzeit einen Tanzkurs für Standarttanz, schließlich hat er nächstes Jahr Sommer seinen Abiball und bis dahin müssen wir gewappnet sein. ;D
Dienstags ist Lucy-Tag. Meine beste Freundin nimmt sich jeden Dienstagnachmittag die Zeit, zu mir zu kommen und obwohl wir an sich nichts besondere machen, ist es nie langweilig. Außerdem komme ich so nicht dazu, sie zu vermissen.
Mittwochs ist Modeschule und ich fürchte, dass ich es das erste Mal nicht schaffen werde rechtzeitig zum Termin ein Kleid anzufertigen. Es nimmt zwar Gestalt an aber sehr sehr langsam und außerhalb der Modeschule komme ich einfach nicht zum arbeiten. 
Donnerstags ist normalerweise mein Jazztanztraining aber da sich mein Zeh erneut entzündet hat, nutze ich diesen einzigen freien Nachmittag für meine wöchentlichen Arztbesuche, was wirklich frustrierend ist, da mir der Arzt nichts weiter sagen kann als, das es sich nicht bessert und ich meinen OP-Termin, der nach den Herbstferien angesetzt ist, wahrnehmen soll. 
Freitags unterrichte ich mittlerweile drei Stunden verschiedene Kindergruppen im Tanzen, was ich ohne die praktische Unterstützung meines geschätzten Weibes nicht schaffen würde.
Das Wochenende ist sowieso verplant, letztes WE war es ein 18. Geburtstag und ein Auftritt von der Trommelgruppe. Nächstes WE ist der Hochzeitstag meiner Eltern und wir bekommen Besuch, das WE darauf feiern wir bei Lucy Geburtstag und ich wollte auch irgendwann noch "Maze Runner" im Kino gucken und dann fahre ich weg, an die Ostsee, weil dann auch schon Ferien sind.
Es ist wirklich eng.
Irgendwo dazwischen schaue ich immer mal wieder nach neuen Rpg-Posts oder Blogeinträgen und heute habe ich es in einem freien Bock mal geschafft, Emilia Galotti zu lesen, was echt Zeit wurde denn morgen haben wir Deutsch und Donnerstag schreiben wir einen Test darüber.

Naja, wie du siehst... an sich ist ein nur Glück, dass du diejenige von uns bist, die posten muss, denn ich hätte dazu genau so wenig Zeit wie du. Gestern übrigens, als ich diesen Blogpost angefangen habe, da saß Ns kleine Schwester neben mir uns hat gefragt, ob sie mitlesen darf. Sie fand den Namen "Itsu" total cool und wollte mit einem mal auch unbedingt eine Brieffreundin haben, dabei weiß sie selbst ganz genau, dass sie dazu niemals die nötige Ausdauer hätte. Außerdem hat sie nicht mal einen eigenen PC, brauch sie auch noch nicht. Ich finde es einfach nur süß, wie sie mich nacheifern will. 
Aber ich kann sie gut verstehen,
wer will schon NICHT so ne supercoole, allertollste Brieffreundin haben wie ich?!
^-^

Ich hab dich lieb,
mach dich nicht fertig, lass dich nicht unterkriegen und werde ganz schnell wieder gesund!

Deine Hanna
~Evoliette

Freitag, 3. Oktober 2014

Gestresste Flügelschläge

Dear Hanna.

Mein Herz hängt an unseren beiden Rollenspielen und vor allem an Straßenkind. Normalerweise stürze ich mich nach jedem Post von dir sofort auf eine Antwort, lasse dafür alles stehen und liegen und widme mich nur dem. Es macht mich immer wieder glücklich, mich um dieses Rollenspiel und natürlich auch um Fire. zu kümmern, denn ich bin so stolz auf sie und ihre Entwicklung. Ja, normalerweise hätte ich schon längst geantwortet und du hättest schon längst darauf geantwortet und so weiter. Aber seit Anfang September ist diese Gewohnheit irgendwie in den Hintergrund gerückt - und ich will dir erklären, warum.

Ich bin jetzt in meinem Abschlussjahr. Jeder Lehrer redet von der Matura [Abitur] und dass er uns in diesem Jahr nicht allzuviel stressen will. Im gleichen Moment teilt er Listen für Referate aus und fünfzigtausend Tests werden ausgemacht und ich stehe dazwischen und frage mich, wo denn meine Freizeit Platz findet? Die Antwort ist: Ich habe noch Freizeit. Doch diese verbringe ich größtenteils damit, mich auszuruhen. Jedes Mal, wenn ich das tue, möchte ich mich endlich hinsetzen und dir schreiben, in den Rollenspielen antworten, doch ich bin meistens so erschöpft, dass ich es nicht schaffe. Und jetzt hätte ich ein Wochenende, in dem ich Zeit hätte und nun habe ich mir eine fette Erkältung eingefangen. Zwar hat das auch sein Gutes, denn vielleicht schaffe ich es ja wirklich zu antworten, wenn ich das ganze Wochenende daheim bin, andererseits tut  mein Kopf davon so weh, dass es schwer ist, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Vor allem, wenn es ein weißes Textfeld ist. Das tut so richtig in den Augen weh gerade. Heilige Scheiße, das ist mir bis jetzt nie aufgefallen.

Ich habe seit einem Monat weder geschrieben noch gelesen. Ich habe seit einem Monat in keinem einzigen Rollenspiel ernsthaft geantwortet oder irgendwas Kreatives gemacht. Gestern habe ich mir zwei Filme angesehen, um wenigstens wieder irgendwie Ruhe zu finden, und es hat mir echt gut getan. Auf meinem Blog habe ich sie ein bisschen rezensiert, vielleicht findest du in dieser Liste ja auch mal einen, der dir gefällt. Mein Blog ist auch so eine Sache - ich habe dieses Day Zero Project gestartet, um ein bisschen mehr Ordnung in mein Leben zu bekommen und ich muss sagen, es läuft gut. So habe ich irgendwie das Gefühl, dass ich nichts vergesse, was wichtig ist, weil alles da geschrieben steht. Mir gibt das eine Sicherheit, die ich brauche.

Eigentlich wollte ich dir mit dem Post nur sagen: Ich möchte dieses Wochenende versuchen, in den Rollenspielen zu antworten. Ehrlich. Und ich hoffe, es wird mir gelingen. Wenn nicht, dann ist es  meine Erkältung oder die Schule, die mich aufgehalten haben - wie immer. Ich hoffe, bei dir geht es weniger stressig zu, meine Liebe. ♥

Ich hab dich unendlich viel lieb, Hanna.
Itsu

Dienstag, 19. August 2014

Schmetterlinge auf Reisen

Dear Itsu,

ich bin auf unseren Blog gegangen um bei einem der RS zu antworten und dann habe ich gesehen, dass durch dein Butterfly Diary jetzt mehr Blogposts bei "Dear Hanna" stehen als bei "Dear Itsu" und ich finde das lässt mich faul aussehen und ich möchte auf unserem Blog nicht faul aussehen, also schreibe ich diesen Post in ein Tablet-Office Dokument um ihn bei Gelegenheit bei ausreichendem W-Lan-Empfang in der Lobby abzukopieren und abzuschicken ... was für ein Aufwand!

Gestern sind wir in der Türkei gelandet, genau genommen im VICTORY RESORT in Side Çolakli, was man wie Tscholakli ausspricht, wie ich heute gelernt habe. Wir waren vor ein paar Jahren schonmal in einem anderen Hotel hier und kennen uns ein wenig aus, nur die Telefonzellen zu finden dazu waren wir bisher so blöd, aber es ist ja auch erst der erste Tag nach der Anreise und ich bin gespannt was hier noch passiert.
Bisher habe ich noch nicht viele Teenager in meinem Alter gesehen aber ich werde vielleicht (wenn ich es schaffe lange genug wach zu bleiben) heute an einer der Spätabendveranstaltungen teilnehmen und wo lernt man schon schneller Leute kennen? Schön ist, dass hier viele Deutsche sind und man nicht ständig in andere Sprachen wechseln muss, jeder versteht einen hier.
Ich vermisse N.

Dank der hohen Luftfeuchtigkeit hier ist die Hitze absolut erträglich und meine Kontaktlinsen spüre ich kaum. Vielleicht komme ich dazu sie hier öfter rein zu machen, außerdem haben wir hier jede Menge Zeit. Ich habe Kerstin Giers "Rubinrot" hier, was seit mindestens drei Jahren in meinem Schrank lang. Ich hatte es irgendwann zu Weihnachten geschenkt bekommen und mich wahnsinnig gefreut, war aber nie dazu gekommen es zu lesen. Leider. Mitlerweile habe ich den ersten Teil im Kino verpasst aber ich werde es auf jeden Fall gucken bevor der zweite nach diesem Urlaub hier anläuft und ich hoffe ich finde jetzt auch Zeit es zu lesen. Ich finde Kerstin Gier schreibt interessant und freue mich schon drauf, kennst du es?

Bevor wir losgefahren sind habe ich die Hiopsbotschaft von meinem Bruder bekommen, dass mein PC hinüber ist und ich einen neuen brauche, was es schafft, dass innerhalb eines Tages die Hälfte meines gesamten ersparten Taschengelds draufgeht, denn meine Eltern zahlen nicht allzu viel zu und das, obwohl es die Schuld meines Vaters ist, dass er nicht mehr funktioniert aber das ist eine längere Geschichte. Das Tablet wird jetzt erstmal meine einzige Kommunikationsmöglichkeit zu dir sein für die nächste Weile wber icn hoffe, dass wir das Computerproblem schnell und für alle positiv beheben können.

Für den Urlaub haben wir drei Ausflüge gebucht, einer nennt sich "Cabriobus & Green Canyon" wo wir mit einem Bus mit Dach aber ohne Seienfenster zu einem Canyon fahren, wo wir mit einem Boot hindurchfahren und uns die Natur von ihrer schönsten Seite angucken können. Ich habe ein paar Bilder gesehen und wenn es hält was es verspricht, dann wird es atemberaubend. Außerdem besuche wir am Freitag eine Show namens "Fire of Anatolia", das ist eine Tanzshow, groß aufgezogen in einem Amphiteater von epischem Ausmaß :D, der dritte Ausflug wird ein Wellnessaufendhalt, von dem ich mich überraschen lassen werde. Ich weiß auf ieden Fall, dass es diese kleinen Fische geben wird, die einen an den Füßen rumknabbern, irgendwie ekelig die Vorstellung, außerdem wird es bestimmt schrecklich kitzeln. Ich freu mich trotzdem schon drauf.

Obwohl die Anreise ewig dauert und das Klima hier so ganz anders ist als in Magdeburg fällt es mir schwer mir vorzustellen, wie weit wir von meiner Heimatstadt entfernt sind, was vermutlich daran liegt, dass meine Eltern mit mir gemeinsam hier sind, denn als ich mit N im Harz war, kam ich mir viel weiter entfernt vor, viel weiter von einfach allem. Ich hoffe sehr ohne N fällt mir hier nicht eidie Decke auf den Kopf aber es hilft mir ungemein mit dir zu schreiben, selbst trotz des grauenvollen W-Lanzugriffs hier, naja, ich kann froh sein, dass ich überhaupt welches hier auf dem Zimmer hab.

Nach dem Post hier spiele ich ne Runde Minion Rush und dann antworte ich in einem unserer Rollenspiele sobald ich wieder in der Lobby bin und mit dem W-Lan dort den vorangegangenen Post lesen kann, was zu meinem Bedauern noch ne Weile hin sein wird.
Ich hab dich sehr lieb.
Mach dich nicht fertig.♡
~Evoliette

Donnerstag, 14. August 2014

[Butterfly Diary] Vier

Dear Hanna.

Es ist schon wieder eine ganze Weile her, seit ich meinen letzten Tagebucheintrag getätigt habe. Zuerst einmal möchte ich dir mitteilen, dass ich schon wieder Lust habe, alle meine Accounts zu löschen. Ich schaffe es einfach nicht, private Sachen wie die auf meinem Blog länger als ein paar Wochen stehen zu lassen. Irgendwann kommt in mir wieder der Gedanke hoch, dass es zu privat ist, und ich lösche wieder alles, weil ich es hasse, dieses Gefühl zu haben. Ich bin nicht der Typ für Blogs und mich regt das auf, weil ich das eigentlich gerne mache. Außerdem mag ich es nicht, dass ich damit V und J ähnele; gerade J hat ja ihre FF-Accounts früher ständig gelöscht und wieder neu angelegt. Mir geht es mit den Blogs so und obwohl ich es hasse, kann ich nichts daran ändern, und ich weiß, dass das Gefühl nur weggeht, indem ich die entsprechenden Posts oder gleich den ganzen Blog lösche. Das nervt mich an, aber mir geht's besser, sobald ich einen neuen Blog habe. Aber ich hasse es, dass du das aushalten musst. Mann.

Wie auch immer. Zuerst einmal möchte ich auf deinen letzten Post eingehen. Meinem Finger geht es wieder hervorragend, auch wenn ich deutlich spüre, dass meine Arme überlastet sind. Gerade wenn ich am PC schreibe wie jetzt gerade, merke ich einen ziehenden Schmerz, der sich bis zu den Schultern hinaufzieht. Aber ich will dir jetzt unbedingt schreiben und außerdem bin ich das gewöhnt, also ignoriere ich das jetzt geflissentlich. Ich habe das ja schon sehr lange, aber dass mein Finger anschwillt, das war mir neu. Ist jetzt aber weg, also egal.

Ich bin sehr, sehr glücklich darüber, dass du dich immer so über meine Briefe freust! Vielleicht sollten wir das so fortführen? Da ich es ja offensichtlich nicht schaffe, einen eigenen Blog länger als einen Monat zu führen, sollten wir das vielleicht hier machen - mindestens einmal im Monat schreibt jeder von uns einen Post, was so passiert ist, ob es Neues gibt, worüber man sich gerade Gedanken macht. Wie fändest du diese Idee? Ich mag es nämlich, dir diese Briefe zu schreiben, und ich würde das gerne weiterhin regelmäßig machen. Hier habe ich nämlich auch nicht das ständige Bedürfnis, es wieder zu löschen, im Gegenteil! Ich lese mir all unsere Posts auf diesem Blog immer sehr gerne durch, ohne zu denken, dass es zu privat ist [obwohl es das doch offensichtlich ist].

Ich finde es super, dass du die Corsage schön findest! Es war die erste Corsage, die ich je in meinem Leben wirklich gesehen habe. Eine Freundin hatte auf einer Seite, wo man Outfits zusammenstellen kann, für mich etwas "Verruchtes" entworfen und da hat sie auch diese Corsage verwendet. Ich war sofort Feuer und Flamme, ich war sofort verliebt, aber ich konnte sie mir zwei Jahre lang nicht kaufen. Und jetzt habe ich sie endlich und du weißt gar nicht, wie überglücklich ich darüber bin! Sie stinkt zwar ein bisschen nach Amerika, aber sobald ich zuhause bin, kommt die erstmal in die Reinigung und dann passt das schon..
[Du vergisst, dass riesige Möpse auch weniger Nerven haben; wenn jemand ganz sanft darüber streicht und nicht gerade meine Nippel berührt, spüre ich das gar nicht bzw. nur den leichten Druck. Das Quetschen ist eigentlich sogar recht angenehm, weil mir so die Brüste nicht im Weg herumhängen, haha. Und so groß sind die nicht.]

Ich liebe die Zitronenpresse! Allerdings muss ich dich enttäuschen: laut A. ist sie von innen überhaupt nicht spektakulär und eher langweilig. Also eher den Anblick von außen genießen, der ist offensichtlich viel schöner und überhaupt! Ich würde dir jetzt gerne mehr Fotos von Dresden schicken, aber ich war recht fotografierfaul in den letzten Tagen und so gibt es da leider nichts Neues. Aber irgendwann kommst du nach Dresden und sieht all diese wunderschönen Dinge mit eigenen Augen und dann entführe ich dich an all die Orte, die A. mir schon gezeigt hat und ich hoffe, du wirst genauso fasziniert davon sein wie ich!
[Und nächstes Jahr sehen wir uns. Und wenn ich zu dir fahren muss: Egal! Wir sehen uns!]

Jetzt kommen wir aber zu den Tagen, die zwischen dem letzten und diesem Brief hier liegen. Es ist einiges passiert, und ich weiß natürlich gar nicht mehr alles. Aber die wichtigsten Sachen bzw. die lustigsten erzähle ich dir jetzt. Gestern zum Beispiel waren wir auf einem Dampfer und sind die Elbe hinuntergefahren und das war so toll! Dampfer sind wirklich beeindruckend und die Aussicht - unglaublich! Ich wäre am liebsten gar nicht mehr ausgestiegen, aber ich musste leider. Das muss ich wieder machen, am liebsten den ganzen Tag. Haben A. und ich sowieso vor - eine sechsstündige Fahrt durch die Sächsische Schweiz. Soll sehr schön sein, ich bin gespannt darauf. Das wird aber wohl erst nächstes Jahr etwas. Leider, aber diesmal ging sich nur die kurze Fahrt aus.

Warum? Nun - wir hatten am Tag zuvor ein kleines Problem. Gegen 22 Uhr kam D. auf Skype an und hat uns panisch mitgeteilt, dass in unserer Nähe eine Fliegerbombe gefunden wurde und wir in der Evakuierungszone liegen. Tatsächlich hat das gestimmt und um Mitternacht hat uns die Polizei dann aus der Wohnung gescheucht, weil tatsächlich evakuiert wurde. Zum Glück lag D.'s Wohnung nicht in dem Bereich, weshalb wir uns zu ihr verzogen haben. Dort haben sie und A. dann durchgemacht und 6 Stunden lang Monopoly gespielt, während ich auf der Couch lag und immer mal wieder eingedöst bin. Mann, war ich müde!

Es war auf jeden Fall ziemlich spannend, mal evakuiert zu werden, aber nichts, was ich noch einmal erleben möchte. Wir hatten ja noch Glück, dass D. in der Nähe war - ich möchte nicht in so einer alten Turnhalle übernachten müssen, wie viele andere Leute, die evakuiert wurden und niemanden hatten, bei dem sie übernachten konnten. Um 7 Uhr konnten wir dann nach Hause und haben erstmal bis Mittag geschlafen. Da ging sich dann nur eine kleine Dampferfahrt danach aus, die aber sehr, sehr schön war. Hach. Auf einem Dampfer will ich heiraten, habe ich beschlossen, ohne Wenn und ohne Aber. Punkt. Du bist eingeladen.

Mehr habe ich nicht zu erzählen. Außer:
Ich fahre am Samstag wieder nach Hause. 7 Stunden Zugfahrt und dann habe ich mein altes Umfeld wieder; meine Bücher, meinen Alltag, meine Routine. 7 Stunden Zugfahrt trennen mich dann von meinem Leben hier und meinem Leben in Österreich. Ich muss schon die ganze Zeit Tränen unterdrücken wegen diesem Gedanken. Nur noch zwei Tage, nur noch zweimal neben A. einschlafen und aufwachen, und dann ist es vorbei. Einfach so - ihn nicht mehr den ganzen Tag sehen, umarmen und küssen können. Keine Nähe mehr, kein Lächeln von ihm. Nichts. Nur noch Skype und die ständige Hoffnung, ihn bald wieder sehen zu können. Gott, mir kommt es wieder so vor, als wären diese eineinhalb Monate zu wenig Zeit gewesen. Zu wenig Zeit, um ihn mir einzuprägen, zu wenig Zeit, um ihm meine Liebe zu zeigen, zu wenig Zeit für alles. Ich will hier nicht weg.

Wegen ihm. Weil ich solche Angst davor habe, ihn zu vermissen, weil ich zu viel Angst vor dem Schmerz habe, der mich treffen wird, wenn wir am Bahnhof stehen und er sich von mir verabschiedet. Ich habe solche Angst davor, weil ich das schon kenne und weil ich diesen Schmerz kenne und ihn nicht noch einmal erleben möchte. Ich will hier nicht weg; nicht weg von diesem Menschen, den ich so liebe.

Ich höre jetzt auf, darüber zu jammern, weil es das nicht besser macht, und verabschiede mich von dir, um noch ein bisschen Nähe zu bekommen. Ich hoffe, wir können ab Samstag wieder ganz viel schreiben und reden und alles, denn du fehlst mir ziemlich viel! Ich freue mich darauf, habe dich lieb und fühl dich geherzt!

:* Itsu

Sonntag, 27. Juli 2014

Schmetterlingssehnsucht

Dear Itsu

Ich kam gerade von nem (meinem ersten) Wochenendtrip durch den Harz zurück.
Wir haben viel gemacht, waren eigentlich die ganze Zeit unterwegs so wie sich das, denke ich, gehört und es war unglaublich aufregend. Jedenfalls... als ich zurück kam und in einer ruhigen Minute an N's PC saß hab ich mehr als alles andere gehofft, dass du mir geschrieben hast. Ich hab deine Briefe einfach schon wieder vermisst und umso mehr hab ich mich gefreut, dass du mir einen Post geschrieben hast.
Zuerst einmal, bestelle A. und D. einen allerliebsten Gruß von mir und puste deinen Finger damit er schneller heilt, weil ich das normalerweise tun würde, wenn ich jetzt bei dir wäre.

Ich schreibe hier fürchterlich langsam weil die Atmosphäre einfach nicht stimmt. Niclas redet mit mir und manchmal kommt jemand aus seiner Familie rein und will was und ich höre Musik von Shakira im Hintergrund weil ich diese Frau vergöttere seit ich denken kann und das neue Album noch nicht kenne. (Ich wünschte N. würde sich zu mir setzten und mich knuddeln anstatt unten auf dem Boden mit dem Laptop zu zocken.)

Aber um zum eigentlichen Thema zurück zu kehren: Ich habe mich sehr über deinen Brief gefreut und bin ein ums andere glücklich, dich als meine Freundin zu haben. Du hast einen Platz in meinem Herzen. Ich hab dich lieb! <3 (und die Corsage ist der Hammer! (Klammer-in-der-Klammer: tut das nicht weh so riesige Möpse in ein so enges Kleidungsstück zu stopfen? o.o) Klammer-in-der-Klammer-Ende)
N. kennt (im Gegensatz zu mir) Dresden und hat die Zitronenpresse sofort erkannt, mir gefällt das Gebäude auch. Ich bin gespannt darauf es vllt. irgendwann mal von Innen zu sehen.

(N. will, dass ich mich mit dem Schreiben beeile damit ich mit ihm zocken kann .... wie so ein kleines Kind das beschäftigt werden möchte...)

Normalerweise wäre ich heute von dem Trip aus sofort 'nach Hause' gefahren aber ich habe mein möglichstes getan es noch heraus zu zögern und so kommt es, dass ich jetzt noch eine Nacht bei meinem Freund zu Hause rumlummer, bevor wir uns die nächste Woche nicht mehr jeden Tag sehen, denn er hat Fahrschule und ich ... ich hab vielleicht Modeschule ... oder so. Mal sehen was ich mache. Bestimmt schreib ich dir oft. Hoffentlich höre ich weiterhin so regelmäßig von dir und hoffentlich kommen dir die letzten 3 Wochen wie eine kleine Ewigkeit vor.

Ich für meinen Teil habe heute auch eine kleine Ewigkeit erlebt, ein ewiglicher Moment. Ich bin heute das erste mal in meinem Leben auf einem Motorrad mitgefahren. N's Vater hat eins, eine Honda Shadow, eine wunderschöne Maschine und ... hey, N. kommt gerade tatsächlich an um mit mir zu kuscheln... ^-^ *jeay* ...  ich dachte ich würde total Angst haben vor allem wenn es sich in den Kurven neigt aber tatsächlich war es unheimlich schön und man nimmt die Geschwindigkeit gar nicht war wenn sich einem ein wunderschönen Anblick auf einen See mitten im Wald eröffnet. Ich weiß nicht... es war jedenfalls fantastisch und ich hoffe wir können das bald nochmal wiederholen. Man fühlt sich so frei ... auch wenn sich die Motorradklamotten anfühlen wie so ein Schneeanzug, den kleine Kinder tragen wenn man sie zum Spielen im Winter in den Schnee schickt (was ich zugegebenermaßen immer sehr gern getragen habe, man fühlt sich warm und geborgen). So viele neue Eindrücke in den letzten Tagen und meine Gedanken sind gerade bei dir.
Echt schade, dass wir uns dieses Jahr nicht mehr sehen können ... aber nächstes Jahr, nächstes Jahr ganz bestimmt!

Vergiss nicht die Grüße auszurichten, deinen Finger zu bepusten und dir in Erinnerung zu rufen, wie lieb du von hier, von Magdeburg aus oder woimmer ich mich gerade aufhalte gehabt wirst!

~Evo

Donnerstag, 24. Juli 2014

[Butterfly Diary] Drei

Dear Hanna.

In drei Wochen werde ich mein Zuhause erneut verlassen, in einen Zug steigen und zurück nach Österreich fahren. Wenn ich daran denke, kommt Traurigkeit in mir auf, aber weniger als ich eigentlich zuvor dachte. Hier spüre ich eine Stärke in mir, die neu ist und an die ich mich erst gewöhnen muss. Ich fühle mich irgendwie bereit dazu, zurück zu meiner Familie zu fahren. Ich fühle mich bereit dazu, das letzte Jahr in Angriff zu nehmen und zu kämpfen, um mir meinen Traum zu erfüllen und nach Dresden ziehen zu können. Ich weiß, dass es nicht leicht werden wird, mich gegen meine Eltern zu behaupten und auch noch das Abitur zu machen, aber ich fühle mich gerade so stark. Ich habe auch Angst in manchen Momenten, aber ich fühle, dass ich das schaffen kann. Ich schaffe es noch, ein Jahr lang, und dann wohne ich endlich da, wo mein Herz ist.

Viel ist nicht passiert, während ich dir nicht geschrieben habe. Das Praktikum ist anstrengend und es ist sehr schwer für mich, mich darauf einzustellen. Manchmal ist es langweilig, in anderen Momenten muss ich Dinge tun, die ich besser nie in meinem Leben tun wollte. Vor allem der Frühdienst macht mich einfach fertig, das frühe Aufstehen ist einfach gewöhnungsbedürftig und ich schaffe es nicht, mich daran zu gewöhnen. Es klappt einfach nicht. Zum Glück habe ich A, der mich aufweckt, damit ich früh genug aus dem Haus komme. Ohne ihn würde ich dauernd verschlafen. :D

Letztes Wochenende waren wir auf dem Sommerfest von Freunden. Es war irgendwie überwältigend, so vielen fremden Menschen auf einmal gegenüberzustehen, aber das Essen war lecker und ein paar der Leute echt nett. Auch wenn ich gemeinhin nur "As Süße" war. Ich habe Leute kennengelernt, auf die ich lieber verzichten möchte, aber das erzähle ich dir ein anderes Mal. Das ist zum Schreiben zu viel und auch zu privat. Auf jeden Fall hatte ich trotz allem ein bisschen Spaß und habe den letzten Rest Tiramisu gegessen. War so lecker, ich liebe Tiramisu.

Diese Woche ist etwas mehr passiert. Am Mittwoch hatte D ihre Operation und genau an dem Tag bin ich mit geschwollenem Mittelfinger aufgewacht. Wahrscheinlich hatte ich mich irgendwo angehaut und es nicht mitbekommen, aber er war auf jeden Fall geschwollen und ich konnte ihn kaum abbiegen. Das war Schicksal, weil ich D sowieso begleiten wollte. Auf jeden Fall bin ich erstmal zu meiner Arbeit und habe dort nachgefragt, wo ich hinkann wegen meinem Finger. Dann bin ich zurück nach Hause gefahren, um dann wieder mit D und A wieder zurückzufahren, um sie zur OP zu begleiten. Nach ihrem Beruhigungsmittel und einem "Ich fliege" sind wir dann rausgeschickt worden und erstmal zur Notaufnahme. Die haben mich zu einer anderen Notaufnahme geschickt und die haben mir wiederum eine Liste mit orthopädischen Praxen in die Hand gedrückt, weil sie so überfüllt waren. Also erstmal mit dem Bus wieder fast nach Hause, um dort in einer Praxis zu erfahren, dass die nur Akutpatienten aufnehmen. Also ganz nach Hause, zehn Minuten zur nächsten Artzpraxis laufen, dort zum Orthopäden, die meinten, ich soll zum Hausarzt. Also zu As Hausarzt im gleichen Haus gegangen, dort erstmal eine halbe Stunde gewartet, bis ich drankam.

Bekommen habe ich Ibuprofen, einen Krankenschein für diese Woche und die Diagnose Arthritis. War sehr lustig, aber okay. Ich tippe darauf, dass ich mir den Finger entweder irgendwo angehaut habe oder er einfach überbelastet ist. Mein ganzer Arm hat gestern ein bisschen wehgetan, also war es wohl letzteres. Ich schone den jetzt erstmal und dann schaue ich mal weiter.

Auf jeden Fall war ich dann im Krankenhaus und wir durften zu D, die dann langsam aus ihrer Narkose aufgewacht ist. Und es war so lieb und ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, irgendwo zwischen Mitleid und Erleichterung und einfach nur Erschöpfung. Inzwischen geht es ihr wieder prima, sie bekommt auch Ibuprofen und schläft sehr viel. Ich übrigens auch - die halbe Tablette heute Früh hat dazu geführt, dass ich todmüde war und am Nachmittag erstmal in einen Schlaf verfallen bin, von dem ich immer noch nicht ganz wach bin. Ich bin Schmerzmittel einfach nicht gewöhnt, haha. Was soll ich sagen.

Der schönste Moment gestern war aber, als wir im Aufzug standen, nur D und ich, und ich sie gestützt hatte, weil sie noch nicht so gut laufen konnte. Da hat sie mich auf die Stirn geküsst und mich umarmt und mir gesagt: "Du bist die liebste kleine Schwester, die man sich wünschen kann" und da bin ich einfach nur in Tränen ausgebrochen. Ich habe so geheult.

Und ich bin so glücklich, hier zuhause zu sein, Hanna, ich bin so glücklich.

Ich hab dich lieb,
Itsu





Die wunderschöne Zitronenpresse: Mein Lieblingsgebäude in Dresden.

Ich hatte im Bus zur Arbeit ein bisschen Langeweile.

Mein allerliebstes Lieblingskorsett ist da und es passt mir so gut und ich will es nicht mehr ausziehen.

Freitag, 11. Juli 2014

[Butterfly Diary] zwei

Dear Hanna.

11 Tage sind seit meinem letzten Bericht vergangen. Ich weiß schon gar nicht mehr, was wir alles getrieben haben, aber ich kann dir weiterhin sagen, dass es mir unheimlich gut geht. Das Praktikum ist zwar hart und anstrengend, aber ich kämpfe mich durch, und hier, mit A und D, fühlt sich die Welt unheimlich schön und groß an, und ich stecke mittendrin im Leben und genieße es. Himmel, ich kann dir gar nicht beschreiben, was ich fühle. Ich bin einfach glücklich.

Wir waren inzwischen etwa fünfzigtausend Mal essen. Ich habe nicht von jedem kleinen Scheiß Fotos gemacht [weil ich auch nicht immer mein Handy mithatte], aber wir waren letzten Donnerstag beim Japaner und am Sonntag beim Griechen und gestern in einem Café. War alles unheimlich lecker! Früchteeis habe ich mir auch gegönnt, und heute habe ich eine Pizza und Meeresfrüchte [diese leckere belgische Schokolade] mitgehen lassen. D kam diese Woche zu uns und wir haben eine Runde Monopoly gespielt, die ich natürlich mal wieder verloren habe, wer hätte es gedacht. Es war echt lustig, ich bin irgendwie daran gewöhnt, der Pechvogel zu sein.

Das Praktikum ist anspruchsvoll. Es ist ja ein Pflegepraktikum in einem Krankenhaus, das heißt, dass ich den Krankenschwestern unterstehe und ihnen bei ihrer Arbeit helfe. In meinem Arbeitsvertrag steht ziemlich genau, was ich tun darf und zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich quasi Mädchen für alles bin, das aber, natürlich, nichts selbstständig machen darf. Das ist natürlich logisch, weil ich keine Ahnung von den Bedürfnissen der Patienten habe.

Diese Woche musste ich jeden Tag um 4 Uhr morgens aufstehen. Ohne André hätte ich das ab Mittwoch nicht mehr geschafft. Die ersten zwei Tage war ich ohnehin so aufgeregt und hatte dadurch einen so leichten Schlaf, dass ich überdreht war, aber danach war ich teilweise noch im Halbschlaf, als ich in den Bus gestiegen bin. Um 6 Uhr fängt dann meine Schicht an, aber bis 7 Uhr sitzen alle über den Akten und ich beschäftige mich damit, Veränderungen zu studieren.

Um 7 Uhr gibt's dann eine Runde durch die Patientenzimmer mit Blutdruck und Temperatur messen [die beiden Sachen darf ich machen] und anderem Zeug. Da gehe ich immer mit einer Schwester mit, die so heißt wie ich. Das dauert dann bis kurz vor 8. Um 9 Uhr kann ich eine halbe Stunde frühstücken gehen mit anderen Schwestern zusammen.

Den Rest des Tages - bis 14 Uhr - erledige ich eigentlich Drecksarbeit. Nachtschränke putzen, Wasserflaschen für die Patienten auffüllen, Enten austauschen, auf ihr Klingeln reagieren oder sie zu diversesten Untersuchungen oder Operationen bringen. Es ist teilweise sehr langweilig, aber fürs Medizinstudium ist das halt notwendig und deshalb beiße ich mich ja durch. Nächste Woche habe ich Spätschicht von 13:30 bis 14:00, also hoffe ich, dass da wenigstens die Müdigkeit wegfällt.

Ich war die Woche eigentlich quasi dauermüde. Ich kann es kaum erwarten, heute ins Bett zu fallen und dann tatsächlich ausschlafen zu dürfen. Das ist so schön, davon werde ich glatt müde. Aber noch gehe ich nicht ins Bett, denn erst einmal möchte ich das hier zu Ende schreiben und dann schreibe ich ein bisschen, habe ich beschlossen. Mal sehen, ob es was wird.

Zum Abschluss will ich dir nämlich noch ein paar Bilder zeigen:


Am Sonntag, dem 6. Juli waren wir auf einem verbotenen Steg an der Elbe und D hatte spontan beschlossen, in Unterwäsche in der Elbe schwimmen zu gehen. Hinterher hatten wir dann leider einen nassen BH und sie fängt sich leicht eine Erkältung ein. Also sind wir in das nahe gelegene Gathaus gegangen, um den BH in einem dieser Händetrockner in den Toiletten zu trocknen. Das war echt peinlich, aber auch verdammt lustig, und der Tag war generell wunderschön. Die Elbe ist so toll.



Mein Lieblingsfoto bis jetzt. Das links ist übrigens deine süße, geliebte Itsuka, als sie gerade ihre Backen aufbläst und versucht, ein süßes Foto kaputt zu machen. Ich mag sowas, haha. Das Foto wurde am Sonntag, dem 29. Juni aufgenommen, als wir zusammen essen waren. Ich hatte einen Yogurt-Waldbeer-Milkshake und Schweinsmedaillons im Speckmantel mit Kartoffelschnee. Das war so lecker! Und überhaupt ist das Café dort unglaublich toll.



 D und ich hatten mal beim Einkaufen beschlossen, dass es Zeit für einen kleinen Snack gibt und im Kaufpark gab es gleich im ersten Stock so ein tolles Geschäft, das Frozen Yoghurts anbietet. Da sind wir natürlich gleich hin. Mein Becher war der linke - Schokosoße und Schokosplitter und Kokosraspeln! Mann, das war so lecker, wobei ich auch schon bessere Frozen Yoghurts hatte.



Dieses Foto wurde beim Essen von den oben genannten Frozen Yoghurts aufgenommen. Deshalb sehe ich auf dem auch irgendwie hübsch und süß und zufrieden und befriedigt aus: Weil ich da gerade Essen hatte. Mit Essen kann man mich einfach vollkommen zufrieden stellen, da werde ich wie eine süße kleine schläfrige Miezekatze oder so. Hihi.



Und zu guter Letzt: D und ich im Bus. Wir haben eine ganze Fotostrecke und das hier ist so ziemlich das Einzige, auf dem wir normal aussehen. André hat die Angewohnheit, immer tausendmal zu fotografieren, wenn wir ein gutes Foto haben wollen, und ich fange dann immer an, Grimassen zu schneiden. Das macht Spaß und ruiniert jedes Foto!


Bis zum nächsten Mal und ich hab dich lieb,
Itsu

Montag, 30. Juni 2014

[Butterfly Diary] eins

Dear Hanna.

Seit zwei Tagen bin ich jetzt hier und weil A gerade duschen ist, habe ich beschlossen, dir eine kleine Freude zu machen und mein Versprechen einzulösen: Ich schreibe dir, was bis jetzt passiert ist und das hier auf DearMarySue. Verzeih, wenn der Post nicht lange ist, aber bis jetzt noch nicht viel passiert [zumindest nichts, was ich hier posten könnte]:



Die Zugfahrt war sehr, sehr öde. 7 Stunden lang und ich hatte zu wenig Lesestoff mit. Mein Fehler war nämlich, nur ein einziges Buch einzupacken und da ich 5 Stunden lang durchgelesen habe, war ich dann schon ziemlich bald fertig. Das Buch heißt übrigens Ein ganzes halbes Jahr und die Autorin ist Jojo Moyes und ich kann es dir nur empfehlen, sofern du beim Lesen ein paar Taschentücher bereit hältst. Gott, ich liebe dieses Buch.
Bis jetzt ist noch nicht viel passiert, wie gesagt; wir waren am Sonntag zusammen essen [Waldbeeren-Joghurt-Milkshake und Schweinemedaillons in Speckmantel, lecker, also, getrennt voneinander, natürlich] und an der Elbe und D hat Steine ins Wasser geschmissen, als so eine Art Aggressionstherapie. Allerdings hat die dann einen abrupten Abbruch gefunden, als es plötzlich höllisch zu regnen angefangen hat. Heute war auch wieder so ein richtiger Platzregen, als wir draußen waren, um für D eine Glühbirne zu kaufen. Irgendwie hatten wir bis jetzt noch kein Glück mit dem Wetter, aber das ist auch okay. Ich hoffe, dass sich das noch bessert, damit wir oft in die Stadt oder spazieren gehen können. Ich meine, ich liebe Regenwetter, aber so ein bisschen Sonne wäre auch mal nicht schlecht, findest du nicht?


Hm, was kann ich noch erzählen? Mir geht es gut, so richtig [: Ich bin quasi am Dauergrinsen. Und ich melde mich zwischendurch mal auf Skype, denn auf meiner deutschen Nummer habe ich jetzt auch Internet. Ich bin also nicht ganz weg, freut dich das? Ich hoffe es.

Diesmal gibts noch kein Foto, weil die alle auf Ds Handy sind, aber beim nächsten Mal dann, versprochen!



♥♥♥ itsulu

Samstag, 26. April 2014

Ein paar Flügelschläge entfernt

Dear Hanna.

Als ich bei A. war, habe ich den ersten Schmetterling in diesem Jahr gesehen. Er war gelb, genauso, wie ich mir deine Flügel vorstelle, und obwohl er nur für ein paar Sekunden in meinem Blickfeld war, hat er mich an dich erinnert. Gerade jetzt, wo du so glücklich bist und alles sich zum Guten zu wenden scheint, bist du in meiner Vorstellung ein gelb leuchtender Schmetterling wie der, dem ich begegnet bin. Gelb ist schön und strahlend, ohne aufdringlich zu wirken. Gelb bist du, weil du so schön bist, wenn du glücklich bist. Und das macht mich glücklich.

Meine Ferien waren genauso wunderschön wie es deine wahrscheinlich waren. Ich war endlich wieder bei A. und konnte ihn anfassen, fühlen, umarmen, küssen. Ich konnte 13 wundervolle Tage in seinen Armen verbringen, in denen ich nicht an die Schule, meine Probleme und den Ort denken musste, an dem ich nun wieder bin. Ich konnte 13 Tage lang eine Freiheit ausleben, an die ich jetzt nur noch mit Wehmut zurückdenken kann. Ja, ich bin jetzt wieder an dem Ort, den ich eigentlich "Zuhause" nennen sollte. Aber mein Zuhause ist dort, wo A. ist und er ist nicht hier. Jetzt, wo ich solange weg war, hasse ich einfach jede Sekunde bei meiner Familie. Ich merke, wie ungerne ich eigentlich hier bin und wie wenig ich sie eigentlich mag. Das klingt hart, schließlich ist es meine Familie, aber ... in meinem Herzen ist sie das eben nicht. A. ist meine Familie. Und ich vermisse ihn schrecklich. Ich vermisse ihn so, als hätte ich mir ein Stück meines Herzens rausgeschnitten und bei ihm liegen gelassen. Ich musste weinen, als ich in diesen Zug steigen musste, und mir kommen die Tränen, während ich diese Zeilen schreibe. Ich habe solche Sehnsucht nach ihm, aber ein erneutes Wiedersehen wird es erst wieder im Juli oder August geben. Ich weiß nicht, wie ich das aushalten soll. Ich liebe diesen Menschen und jeder Tag ohne ihn ist zur Qual geworden.

Das klingt vielleicht etwas übertrieben. Natürlich kann ich auch mit dieser Fernbeziehung leben, aber ich kann es kaum erwarten, meinen Abschluss zu bekommen und zu ihm zu ziehen. Ich habe einfach unglaubliche Sehnsucht nach ihm. Ich vermisse es, alles an ihm, seinen Geruch, seine Nähe, seine Worte, sein Lachen. Er ist 500 Kilometer entfernt und das macht mich derzeit einfach nur fertig. Es fühlt sich so schrecklich an, nicht mehr jeden Tag neben ihm aufwachen zu können.

Du fragst mich, wie es mir geht? Ich vermisse. Ich habe Sehnsucht. Ich kann nichts dagegen tun. Ich will am liebsten die Schule abbrechen und sofort wegziehen, aber das kann ich nicht. Mir geht es nicht gut, gerade deswegen, und ich hasse jede Sekunde hier, was mein Unwohlsein verstärkt. Ich versuche, damit zu leben, aber es fällt mir unheimlich schwer. Sehr sogar. Aber ... was soll ich tun, außer alles versuchen, was mir möglich ist? Ich ... kann nicht, ich kann nicht mehr, Hanna, aber ich muss, um einen guten Abschluss zu bekommen, und ich bin so fertig. Aber deine Blogposts heitern mich immer wieder auf :] Danke dafür, für diese lichten Momente. Danke. ♥

Kurz, aber ich werde gleich ins Bett hüpfen. Gute Nacht, meine Liebe.

Itsu