Dear Hanna.
Als ich bei A. war, habe ich den ersten Schmetterling in diesem Jahr gesehen. Er war gelb, genauso, wie ich mir deine Flügel vorstelle, und obwohl er nur für ein paar Sekunden in meinem Blickfeld war, hat er mich an dich erinnert. Gerade jetzt, wo du so glücklich bist und alles sich zum Guten zu wenden scheint, bist du in meiner Vorstellung ein gelb leuchtender Schmetterling wie der, dem ich begegnet bin. Gelb ist schön und strahlend, ohne aufdringlich zu wirken. Gelb bist du, weil du so schön bist, wenn du glücklich bist. Und das macht mich glücklich.
Meine Ferien waren genauso wunderschön wie es deine wahrscheinlich waren. Ich war endlich wieder bei A. und konnte ihn anfassen, fühlen, umarmen, küssen. Ich konnte 13 wundervolle Tage in seinen Armen verbringen, in denen ich nicht an die Schule, meine Probleme und den Ort denken musste, an dem ich nun wieder bin. Ich konnte 13 Tage lang eine Freiheit ausleben, an die ich jetzt nur noch mit Wehmut zurückdenken kann. Ja, ich bin jetzt wieder an dem Ort, den ich eigentlich "Zuhause" nennen sollte. Aber mein Zuhause ist dort, wo A. ist und er ist nicht hier. Jetzt, wo ich solange weg war, hasse ich einfach jede Sekunde bei meiner Familie. Ich merke, wie ungerne ich eigentlich hier bin und wie wenig ich sie eigentlich mag. Das klingt hart, schließlich ist es meine Familie, aber ... in meinem Herzen ist sie das eben nicht. A. ist meine Familie. Und ich vermisse ihn schrecklich. Ich vermisse ihn so, als hätte ich mir ein Stück meines Herzens rausgeschnitten und bei ihm liegen gelassen. Ich musste weinen, als ich in diesen Zug steigen musste, und mir kommen die Tränen, während ich diese Zeilen schreibe. Ich habe solche Sehnsucht nach ihm, aber ein erneutes Wiedersehen wird es erst wieder im Juli oder August geben. Ich weiß nicht, wie ich das aushalten soll. Ich liebe diesen Menschen und jeder Tag ohne ihn ist zur Qual geworden.
Das klingt vielleicht etwas übertrieben. Natürlich kann ich auch mit dieser Fernbeziehung leben, aber ich kann es kaum erwarten, meinen Abschluss zu bekommen und zu ihm zu ziehen. Ich habe einfach unglaubliche Sehnsucht nach ihm. Ich vermisse es, alles an ihm, seinen Geruch, seine Nähe, seine Worte, sein Lachen. Er ist 500 Kilometer entfernt und das macht mich derzeit einfach nur fertig. Es fühlt sich so schrecklich an, nicht mehr jeden Tag neben ihm aufwachen zu können.
Du fragst mich, wie es mir geht? Ich vermisse. Ich habe Sehnsucht. Ich kann nichts dagegen tun. Ich will am liebsten die Schule abbrechen und sofort wegziehen, aber das kann ich nicht. Mir geht es nicht gut, gerade deswegen, und ich hasse jede Sekunde hier, was mein Unwohlsein verstärkt. Ich versuche, damit zu leben, aber es fällt mir unheimlich schwer. Sehr sogar. Aber ... was soll ich tun, außer alles versuchen, was mir möglich ist? Ich ... kann nicht, ich kann nicht mehr, Hanna, aber ich muss, um einen guten Abschluss zu bekommen, und ich bin so fertig. Aber deine Blogposts heitern mich immer wieder auf :] Danke dafür, für diese lichten Momente. Danke. ♥
Kurz, aber ich werde gleich ins Bett hüpfen. Gute Nacht, meine Liebe.
Itsu
Samstag, 26. April 2014
Sonntag, 20. April 2014
Neugeborene Flügelschläge
Liebe Itsu,
ich schreibe dir diesen Blogeintrag nicht, weil ich ein schlechtes gewissen habe, dass ich so lange nichts hier gepostet hab und auch nicht, weil ich dachte, dass es mal wieder Zeit wäre.
Nein, ich schreibe dir diesen Blogeintrag, weil ich heute oft an dich gedacht habe und weil ich dir gerne von dem verwirrenden Ereignissen erzählen möchte, die nach Außen hin vermutlich gar nicht so spektakulär klingen, aber für mich zurzeit eine große Rolle spielen und du bist diejenige, von dir ich möchte, dass sie daran Teil nimmt. Außerdem hoffe ich, dass du vielleicht mal wieder was auf deinem Blog veröffentlichst, die nächste month summary steht ja auch bald an und ich frage mich, wie es dir so geht und was dich zurzeit so beschäftigt.
Die Osterferien neigen sich dem Ende und sie gehören definitif zu den besten Ferien, die ich bisher hatte, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich sie mit N. verbracht habe. Ich habe nicht die ganze Zeit vor dem PC verbracht wie so oft und ich bin sogar mal aus Magdeburg rausgekommen. Ich war lange wach ohne Panik zu haben, erwischt zu werden oder von einer vollkommen überdrehten und überfürsorglichen Mutter mitten in der Nacht empfangen zu werden. Und das sind nur sehr wenige der Gründe, weshalb meine Osterferien toll waren.
Das Schöne ist ja, dass DU deine Osterferien ebenfalls bei deinem Göttergatten verbingen konntest und du bist gar nicht mal (geografisch betrachtet) so weit weg von mir wie sonst und obwohl ich das rein logisch gesehen überhaupt nicht spüren könnte freut es mich irgendwie. (:
Und wehe ich bekomme keinen detaillierten Bericht von dir wenn du wieder da bist. Ich vermisse dich!
Naja, auf jeden Fall habe ich einige Tage am Stück mit N. verbracht, was noch nie vorgekommen ist, weder mit ihm, noch mit einem anderen Menschen, der nicht zu meiner Familie gehört, wenn man von einem Ausflug absieht, den ich mal mit Lucy gemacht habe und der war schon echt schön.
Am Donnerstag waren wir mit seiner Familie in Leipzig und ich finde es so verrückt, wie sehr ich diese Familie lieb habe, die mir bis vor einigen Monaten noch vollkommen fremd war. Ich fühle mich unglaublich wohl bei ihnen und man bekommt ein Gefühl von Zusammenhalt und zu Hause, dass ich in der Wohnung meiner Eltern seit einigen Jahren oft vermisse. Es ist schön zu sehen, unter welchen wundervollen Menschen N. sein Leben lebt, zumindest außerhalb der Schule und das ist ein gutes Stichwort, denn auch mein Leben ist außerhalb der Schule so ganz anders.
Seit über einer Woche bin ich nicht mehr jeden Tag mit diesen Menschen, mit denen ich in eine Klasse gehe. Ich fühle mich zwischen ihnen immer anders, immer unpassend und ich bin auch froh, nicht so zu sein wie sie. Trotzdem war mir noch nie so klar wie jetzt, wie unglaublich unwohl ich mich in meinem Alltag in der Schule fühle, wenn man von der Arbeitsgemeinschaften mal absieht, die ich freiwillig besuche. Ich glaube wenn meine Schule nur aus meinem Klassenkameraden bestehen würde, hätte ich längst die Schule gewechselt. Es ist mir schleierhaft wie man Menschen, mit denen man jeden Tag mehrere Stunden auf engsten Raum verbringt, mit denen man arbeiten und leben soll teilweise so sehr ... wie soll ich sagen? Verachten währe zu hart gesagt. Aber ich hege solch eine Abneigung gegen sie und das Gefühl, dass sie mir geben. AE ist die einzige Ausnahme.
Nach so vielen Tagen zu zwei fühlt es sich komisch an, wieder unbemerkt zu leben. Ich meine, meine Mutter hat mich heute morgen angeschrien und ich bin deshalb in Tränen ausgebrochen, die niemand gesehen hat und in diesem Moment kamen mir die letzten Tage so vor, als wäre ich in einem ganz anderen Land gewesen oder so, in einem, in dem man sich einfach nur gut fühlt, in dem kein Druck ist, keine Sorgen oder Ängste und nach und nach fällt das alles wieder über mir zusammen und das, obwohl heute der allereste Tag des Jahres war, der für mich wirklich Sommer bedeutete. Es war so warm, dass ich ein Kleid tragen konnte und die Haut imemr noch glänzte. Durch den ständigen Wetterumschwung (morgen soll es wieder regnen) habe ich seit ein paar Tagen das Gefühl jeden Moment ab zu klappen. Über Ostern war meine Fam. zu besuch und ich habe so sau viel gegessen, dass ich mich körperlich einfach nur komisch fühle zurzeit, schwach irgendwie, weich und warm. Mir fehlen N.'s Arme, die mich zusammenhalten, dabei habe ich ihn erst heute Morgen gesehen. Meine Teenagerhormone geben ihr bestes mich dauerhaft zu verwirren. Ich fühle mich so, als würde ich alles was ich tue zum ersten mal machen und ich muss dringend wieder einen klaren Kopf bekommen bevor es am Dienstag wieder in die Schule geht.
Ich weiß nicht, wie ich das finden soll.
Wie findest du es? Wie waren deine Ferien und wie ist bei euch das Wetter und ... ach erzähl mir einfach ALLES!
Ich liebe dich.
~Evo
ich schreibe dir diesen Blogeintrag nicht, weil ich ein schlechtes gewissen habe, dass ich so lange nichts hier gepostet hab und auch nicht, weil ich dachte, dass es mal wieder Zeit wäre.
Nein, ich schreibe dir diesen Blogeintrag, weil ich heute oft an dich gedacht habe und weil ich dir gerne von dem verwirrenden Ereignissen erzählen möchte, die nach Außen hin vermutlich gar nicht so spektakulär klingen, aber für mich zurzeit eine große Rolle spielen und du bist diejenige, von dir ich möchte, dass sie daran Teil nimmt. Außerdem hoffe ich, dass du vielleicht mal wieder was auf deinem Blog veröffentlichst, die nächste month summary steht ja auch bald an und ich frage mich, wie es dir so geht und was dich zurzeit so beschäftigt.
Die Osterferien neigen sich dem Ende und sie gehören definitif zu den besten Ferien, die ich bisher hatte, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich sie mit N. verbracht habe. Ich habe nicht die ganze Zeit vor dem PC verbracht wie so oft und ich bin sogar mal aus Magdeburg rausgekommen. Ich war lange wach ohne Panik zu haben, erwischt zu werden oder von einer vollkommen überdrehten und überfürsorglichen Mutter mitten in der Nacht empfangen zu werden. Und das sind nur sehr wenige der Gründe, weshalb meine Osterferien toll waren.
Das Schöne ist ja, dass DU deine Osterferien ebenfalls bei deinem Göttergatten verbingen konntest und du bist gar nicht mal (geografisch betrachtet) so weit weg von mir wie sonst und obwohl ich das rein logisch gesehen überhaupt nicht spüren könnte freut es mich irgendwie. (:
Und wehe ich bekomme keinen detaillierten Bericht von dir wenn du wieder da bist. Ich vermisse dich!
Naja, auf jeden Fall habe ich einige Tage am Stück mit N. verbracht, was noch nie vorgekommen ist, weder mit ihm, noch mit einem anderen Menschen, der nicht zu meiner Familie gehört, wenn man von einem Ausflug absieht, den ich mal mit Lucy gemacht habe und der war schon echt schön.
Am Donnerstag waren wir mit seiner Familie in Leipzig und ich finde es so verrückt, wie sehr ich diese Familie lieb habe, die mir bis vor einigen Monaten noch vollkommen fremd war. Ich fühle mich unglaublich wohl bei ihnen und man bekommt ein Gefühl von Zusammenhalt und zu Hause, dass ich in der Wohnung meiner Eltern seit einigen Jahren oft vermisse. Es ist schön zu sehen, unter welchen wundervollen Menschen N. sein Leben lebt, zumindest außerhalb der Schule und das ist ein gutes Stichwort, denn auch mein Leben ist außerhalb der Schule so ganz anders.
Seit über einer Woche bin ich nicht mehr jeden Tag mit diesen Menschen, mit denen ich in eine Klasse gehe. Ich fühle mich zwischen ihnen immer anders, immer unpassend und ich bin auch froh, nicht so zu sein wie sie. Trotzdem war mir noch nie so klar wie jetzt, wie unglaublich unwohl ich mich in meinem Alltag in der Schule fühle, wenn man von der Arbeitsgemeinschaften mal absieht, die ich freiwillig besuche. Ich glaube wenn meine Schule nur aus meinem Klassenkameraden bestehen würde, hätte ich längst die Schule gewechselt. Es ist mir schleierhaft wie man Menschen, mit denen man jeden Tag mehrere Stunden auf engsten Raum verbringt, mit denen man arbeiten und leben soll teilweise so sehr ... wie soll ich sagen? Verachten währe zu hart gesagt. Aber ich hege solch eine Abneigung gegen sie und das Gefühl, dass sie mir geben. AE ist die einzige Ausnahme.
Nach so vielen Tagen zu zwei fühlt es sich komisch an, wieder unbemerkt zu leben. Ich meine, meine Mutter hat mich heute morgen angeschrien und ich bin deshalb in Tränen ausgebrochen, die niemand gesehen hat und in diesem Moment kamen mir die letzten Tage so vor, als wäre ich in einem ganz anderen Land gewesen oder so, in einem, in dem man sich einfach nur gut fühlt, in dem kein Druck ist, keine Sorgen oder Ängste und nach und nach fällt das alles wieder über mir zusammen und das, obwohl heute der allereste Tag des Jahres war, der für mich wirklich Sommer bedeutete. Es war so warm, dass ich ein Kleid tragen konnte und die Haut imemr noch glänzte. Durch den ständigen Wetterumschwung (morgen soll es wieder regnen) habe ich seit ein paar Tagen das Gefühl jeden Moment ab zu klappen. Über Ostern war meine Fam. zu besuch und ich habe so sau viel gegessen, dass ich mich körperlich einfach nur komisch fühle zurzeit, schwach irgendwie, weich und warm. Mir fehlen N.'s Arme, die mich zusammenhalten, dabei habe ich ihn erst heute Morgen gesehen. Meine Teenagerhormone geben ihr bestes mich dauerhaft zu verwirren. Ich fühle mich so, als würde ich alles was ich tue zum ersten mal machen und ich muss dringend wieder einen klaren Kopf bekommen bevor es am Dienstag wieder in die Schule geht.
Ich weiß nicht, wie ich das finden soll.
Wie findest du es? Wie waren deine Ferien und wie ist bei euch das Wetter und ... ach erzähl mir einfach ALLES!
Ich liebe dich.
~Evo
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