Als ich gestern in der Klasse saß und gelangweilt auf meinen
Laptop starrte, hat es angefangen zu schneien. Kein Schneeregen, sondern
richtige Flocken, die langsam vom Himmel schwebten. Es sah einfach wunderschön
aus und in diesem Moment, glaube ich, da war ich richtig glücklich. Es ist
irgendwie wahr, was man so sagt – die kleinen Dinge sind es manchmal, die viel
wertvoller sind als die großen. Und manchmal braucht es nicht viel, um ein
bisschen glücklicher zu sein, es braucht nicht viel für eine gute Laune –
manchmal nur den Anblick von wunderschönem Schnee und man ist erfüllt von
Glück, zumindest eine Weile lang.
Ich mag Schnee eigentlich, sehr sogar, ich mag verschneite
Landschaften, weil das wunderschön aussieht und Winter und Kälte – es ist die
Jahreszeit, in der ich mich am wohlsten fühle. Außerdem kann ich dann ohne
Ausrede zu Hause herumsitzen und pausenlos RPGn! ~
Du hast mich gefragt, woran ich mein Herz hänge. Ich hänge
mein Herz an die Möglichkeiten, die ich habe und an den Wunsch, eines Tages,
irgendwann, frei zu sein, auch wenn das in dieser Welt einem Wunder gleichen
würde. Ich hänge mein Herz an die Menschen, die noch nicht von mir gegangen
sind, an jene, die mit mir ihre Zukunft und mit denen ich meine teilen möchte –
ich hänge mein Herz an Menschen, die es auch verdienen. Ich hänge mein Herz an
dich, weil ich weiß, dass du, meine Liebe, jemand bist, dem ich vertrauen kann.
Ich hänge mein Herz an jene Leute, die mir bewiesen haben, dass sie für mich da
sind, dass ich sie als Freunde
bezeichnen kann.
Und ich hänge mein Herz an die Zukunft und an den Gedanken
daran, sie in meinen Händen zu halten.
Kennst du das, wenn du irgendein Lied hörst und da ist diese
eine Zeile, die in deinem Gedächtnis hängen bleibt, weil sie dich zum
Nachdenken bringt und weil sie gleichzeitig wunderschön und unglaublich traurig
klingt? Vielleicht kennst du das Lied Drops
of Jupiter. Es ist eigentlich von Train, aber ich habe das Cover von Taylor
Swift gehört und ich war sofort hin und weg. Nicht nur, weil ich ihre Stimme
vergöttere und weil das Lied wunderschön ist, sondern, weil mir diese zwei
Zeilen aufgefallen sind, die mich nicht mehr loslassen.
Did you miss me while
you were looking for yourself out there?
Hast du mich vermisst, während du da draußen nach dir selbst
gesucht hast?
Ich kann mir nicht vorstellen, wie schrecklich es ist, sich
selbst zu verlieren und nicht mehr zu wissen, wer man ist – nach sich selbst
suchen zu müssen. Ich jage mir selbst hinterher, meinen Wünschen und Träumen,
aber ich verliere mich nicht, nein – ich bin mein eigener Antrieb und ich
renne, bis ich das geschafft habe, was ich schaffen will. Bis ich glücklich
bin.
Auch wenn ich manchmal glaube, dass ich das auf dieser Welt
nicht werden kann.
Ich persönlich mag die andere Zeile dieses Liedes noch mehr
und damit lasse ich dich jetzt selbst grübeln, denn es bedarf keiner Worte, zu
sagen, was diesen Satz so bedeutungsvoll werden lässt.
a man who was too
afraid to fly so he never did land