Dear Hanna.
Mein Herz hängt an unseren beiden Rollenspielen und vor allem an Straßenkind. Normalerweise stürze ich mich nach jedem Post von dir sofort auf eine Antwort, lasse dafür alles stehen und liegen und widme mich nur dem. Es macht mich immer wieder glücklich, mich um dieses Rollenspiel und natürlich auch um Fire. zu kümmern, denn ich bin so stolz auf sie und ihre Entwicklung. Ja, normalerweise hätte ich schon längst geantwortet und du hättest schon längst darauf geantwortet und so weiter. Aber seit Anfang September ist diese Gewohnheit irgendwie in den Hintergrund gerückt - und ich will dir erklären, warum.
Ich bin jetzt in meinem Abschlussjahr. Jeder Lehrer redet von der Matura [Abitur] und dass er uns in diesem Jahr nicht allzuviel stressen will. Im gleichen Moment teilt er Listen für Referate aus und fünfzigtausend Tests werden ausgemacht und ich stehe dazwischen und frage mich, wo denn meine Freizeit Platz findet? Die Antwort ist: Ich habe noch Freizeit. Doch diese verbringe ich größtenteils damit, mich auszuruhen. Jedes Mal, wenn ich das tue, möchte ich mich endlich hinsetzen und dir schreiben, in den Rollenspielen antworten, doch ich bin meistens so erschöpft, dass ich es nicht schaffe. Und jetzt hätte ich ein Wochenende, in dem ich Zeit hätte und nun habe ich mir eine fette Erkältung eingefangen. Zwar hat das auch sein Gutes, denn vielleicht schaffe ich es ja wirklich zu antworten, wenn ich das ganze Wochenende daheim bin, andererseits tut mein Kopf davon so weh, dass es schwer ist, sich auf eine Sache zu konzentrieren. Vor allem, wenn es ein weißes Textfeld ist. Das tut so richtig in den Augen weh gerade. Heilige Scheiße, das ist mir bis jetzt nie aufgefallen.
Ich habe seit einem Monat weder geschrieben noch gelesen. Ich habe seit einem Monat in keinem einzigen Rollenspiel ernsthaft geantwortet oder irgendwas Kreatives gemacht. Gestern habe ich mir zwei Filme angesehen, um wenigstens wieder irgendwie Ruhe zu finden, und es hat mir echt gut getan. Auf meinem Blog habe ich sie ein bisschen rezensiert, vielleicht findest du in dieser Liste ja auch mal einen, der dir gefällt. Mein Blog ist auch so eine Sache - ich habe dieses Day Zero Project gestartet, um ein bisschen mehr Ordnung in mein Leben zu bekommen und ich muss sagen, es läuft gut. So habe ich irgendwie das Gefühl, dass ich nichts vergesse, was wichtig ist, weil alles da geschrieben steht. Mir gibt das eine Sicherheit, die ich brauche.
Eigentlich wollte ich dir mit dem Post nur sagen: Ich möchte dieses Wochenende versuchen, in den Rollenspielen zu antworten. Ehrlich. Und ich hoffe, es wird mir gelingen. Wenn nicht, dann ist es meine Erkältung oder die Schule, die mich aufgehalten haben - wie immer. Ich hoffe, bei dir geht es weniger stressig zu, meine Liebe. ♥
Ich hab dich unendlich viel lieb, Hanna.
Itsu
Freitag, 3. Oktober 2014
Dienstag, 19. August 2014
Schmetterlinge auf Reisen
Dear Itsu,
ich bin auf unseren Blog gegangen um bei einem der RS zu antworten und dann habe ich gesehen, dass durch dein Butterfly Diary jetzt mehr Blogposts bei "Dear Hanna" stehen als bei "Dear Itsu" und ich finde das lässt mich faul aussehen und ich möchte auf unserem Blog nicht faul aussehen, also schreibe ich diesen Post in ein Tablet-Office Dokument um ihn bei Gelegenheit bei ausreichendem W-Lan-Empfang in der Lobby abzukopieren und abzuschicken ... was für ein Aufwand!
Gestern sind wir in der Türkei gelandet, genau genommen im VICTORY RESORT in Side Çolakli, was man wie Tscholakli ausspricht, wie ich heute gelernt habe. Wir waren vor ein paar Jahren schonmal in einem anderen Hotel hier und kennen uns ein wenig aus, nur die Telefonzellen zu finden dazu waren wir bisher so blöd, aber es ist ja auch erst der erste Tag nach der Anreise und ich bin gespannt was hier noch passiert.
Bisher habe ich noch nicht viele Teenager in meinem Alter gesehen aber ich werde vielleicht (wenn ich es schaffe lange genug wach zu bleiben) heute an einer der Spätabendveranstaltungen teilnehmen und wo lernt man schon schneller Leute kennen? Schön ist, dass hier viele Deutsche sind und man nicht ständig in andere Sprachen wechseln muss, jeder versteht einen hier.
Ich vermisse N.
Dank der hohen Luftfeuchtigkeit hier ist die Hitze absolut erträglich und meine Kontaktlinsen spüre ich kaum. Vielleicht komme ich dazu sie hier öfter rein zu machen, außerdem haben wir hier jede Menge Zeit. Ich habe Kerstin Giers "Rubinrot" hier, was seit mindestens drei Jahren in meinem Schrank lang. Ich hatte es irgendwann zu Weihnachten geschenkt bekommen und mich wahnsinnig gefreut, war aber nie dazu gekommen es zu lesen. Leider. Mitlerweile habe ich den ersten Teil im Kino verpasst aber ich werde es auf jeden Fall gucken bevor der zweite nach diesem Urlaub hier anläuft und ich hoffe ich finde jetzt auch Zeit es zu lesen. Ich finde Kerstin Gier schreibt interessant und freue mich schon drauf, kennst du es?
Bevor wir losgefahren sind habe ich die Hiopsbotschaft von meinem Bruder bekommen, dass mein PC hinüber ist und ich einen neuen brauche, was es schafft, dass innerhalb eines Tages die Hälfte meines gesamten ersparten Taschengelds draufgeht, denn meine Eltern zahlen nicht allzu viel zu und das, obwohl es die Schuld meines Vaters ist, dass er nicht mehr funktioniert aber das ist eine längere Geschichte. Das Tablet wird jetzt erstmal meine einzige Kommunikationsmöglichkeit zu dir sein für die nächste Weile wber icn hoffe, dass wir das Computerproblem schnell und für alle positiv beheben können.
Für den Urlaub haben wir drei Ausflüge gebucht, einer nennt sich "Cabriobus & Green Canyon" wo wir mit einem Bus mit Dach aber ohne Seienfenster zu einem Canyon fahren, wo wir mit einem Boot hindurchfahren und uns die Natur von ihrer schönsten Seite angucken können. Ich habe ein paar Bilder gesehen und wenn es hält was es verspricht, dann wird es atemberaubend. Außerdem besuche wir am Freitag eine Show namens "Fire of Anatolia", das ist eine Tanzshow, groß aufgezogen in einem Amphiteater von epischem Ausmaß :D, der dritte Ausflug wird ein Wellnessaufendhalt, von dem ich mich überraschen lassen werde. Ich weiß auf ieden Fall, dass es diese kleinen Fische geben wird, die einen an den Füßen rumknabbern, irgendwie ekelig die Vorstellung, außerdem wird es bestimmt schrecklich kitzeln. Ich freu mich trotzdem schon drauf.
Obwohl die Anreise ewig dauert und das Klima hier so ganz anders ist als in Magdeburg fällt es mir schwer mir vorzustellen, wie weit wir von meiner Heimatstadt entfernt sind, was vermutlich daran liegt, dass meine Eltern mit mir gemeinsam hier sind, denn als ich mit N im Harz war, kam ich mir viel weiter entfernt vor, viel weiter von einfach allem. Ich hoffe sehr ohne N fällt mir hier nicht eidie Decke auf den Kopf aber es hilft mir ungemein mit dir zu schreiben, selbst trotz des grauenvollen W-Lanzugriffs hier, naja, ich kann froh sein, dass ich überhaupt welches hier auf dem Zimmer hab.
Nach dem Post hier spiele ich ne Runde Minion Rush und dann antworte ich in einem unserer Rollenspiele sobald ich wieder in der Lobby bin und mit dem W-Lan dort den vorangegangenen Post lesen kann, was zu meinem Bedauern noch ne Weile hin sein wird.
Ich hab dich sehr lieb.
Mach dich nicht fertig.♡
~Evoliette
ich bin auf unseren Blog gegangen um bei einem der RS zu antworten und dann habe ich gesehen, dass durch dein Butterfly Diary jetzt mehr Blogposts bei "Dear Hanna" stehen als bei "Dear Itsu" und ich finde das lässt mich faul aussehen und ich möchte auf unserem Blog nicht faul aussehen, also schreibe ich diesen Post in ein Tablet-Office Dokument um ihn bei Gelegenheit bei ausreichendem W-Lan-Empfang in der Lobby abzukopieren und abzuschicken ... was für ein Aufwand!
Gestern sind wir in der Türkei gelandet, genau genommen im VICTORY RESORT in Side Çolakli, was man wie Tscholakli ausspricht, wie ich heute gelernt habe. Wir waren vor ein paar Jahren schonmal in einem anderen Hotel hier und kennen uns ein wenig aus, nur die Telefonzellen zu finden dazu waren wir bisher so blöd, aber es ist ja auch erst der erste Tag nach der Anreise und ich bin gespannt was hier noch passiert.
Bisher habe ich noch nicht viele Teenager in meinem Alter gesehen aber ich werde vielleicht (wenn ich es schaffe lange genug wach zu bleiben) heute an einer der Spätabendveranstaltungen teilnehmen und wo lernt man schon schneller Leute kennen? Schön ist, dass hier viele Deutsche sind und man nicht ständig in andere Sprachen wechseln muss, jeder versteht einen hier.
Ich vermisse N.
Dank der hohen Luftfeuchtigkeit hier ist die Hitze absolut erträglich und meine Kontaktlinsen spüre ich kaum. Vielleicht komme ich dazu sie hier öfter rein zu machen, außerdem haben wir hier jede Menge Zeit. Ich habe Kerstin Giers "Rubinrot" hier, was seit mindestens drei Jahren in meinem Schrank lang. Ich hatte es irgendwann zu Weihnachten geschenkt bekommen und mich wahnsinnig gefreut, war aber nie dazu gekommen es zu lesen. Leider. Mitlerweile habe ich den ersten Teil im Kino verpasst aber ich werde es auf jeden Fall gucken bevor der zweite nach diesem Urlaub hier anläuft und ich hoffe ich finde jetzt auch Zeit es zu lesen. Ich finde Kerstin Gier schreibt interessant und freue mich schon drauf, kennst du es?
Bevor wir losgefahren sind habe ich die Hiopsbotschaft von meinem Bruder bekommen, dass mein PC hinüber ist und ich einen neuen brauche, was es schafft, dass innerhalb eines Tages die Hälfte meines gesamten ersparten Taschengelds draufgeht, denn meine Eltern zahlen nicht allzu viel zu und das, obwohl es die Schuld meines Vaters ist, dass er nicht mehr funktioniert aber das ist eine längere Geschichte. Das Tablet wird jetzt erstmal meine einzige Kommunikationsmöglichkeit zu dir sein für die nächste Weile wber icn hoffe, dass wir das Computerproblem schnell und für alle positiv beheben können.
Für den Urlaub haben wir drei Ausflüge gebucht, einer nennt sich "Cabriobus & Green Canyon" wo wir mit einem Bus mit Dach aber ohne Seienfenster zu einem Canyon fahren, wo wir mit einem Boot hindurchfahren und uns die Natur von ihrer schönsten Seite angucken können. Ich habe ein paar Bilder gesehen und wenn es hält was es verspricht, dann wird es atemberaubend. Außerdem besuche wir am Freitag eine Show namens "Fire of Anatolia", das ist eine Tanzshow, groß aufgezogen in einem Amphiteater von epischem Ausmaß :D, der dritte Ausflug wird ein Wellnessaufendhalt, von dem ich mich überraschen lassen werde. Ich weiß auf ieden Fall, dass es diese kleinen Fische geben wird, die einen an den Füßen rumknabbern, irgendwie ekelig die Vorstellung, außerdem wird es bestimmt schrecklich kitzeln. Ich freu mich trotzdem schon drauf.
Obwohl die Anreise ewig dauert und das Klima hier so ganz anders ist als in Magdeburg fällt es mir schwer mir vorzustellen, wie weit wir von meiner Heimatstadt entfernt sind, was vermutlich daran liegt, dass meine Eltern mit mir gemeinsam hier sind, denn als ich mit N im Harz war, kam ich mir viel weiter entfernt vor, viel weiter von einfach allem. Ich hoffe sehr ohne N fällt mir hier nicht eidie Decke auf den Kopf aber es hilft mir ungemein mit dir zu schreiben, selbst trotz des grauenvollen W-Lanzugriffs hier, naja, ich kann froh sein, dass ich überhaupt welches hier auf dem Zimmer hab.
Nach dem Post hier spiele ich ne Runde Minion Rush und dann antworte ich in einem unserer Rollenspiele sobald ich wieder in der Lobby bin und mit dem W-Lan dort den vorangegangenen Post lesen kann, was zu meinem Bedauern noch ne Weile hin sein wird.
Ich hab dich sehr lieb.
Mach dich nicht fertig.♡
~Evoliette
Donnerstag, 14. August 2014
[Butterfly Diary] Vier
Dear Hanna.
Es ist schon wieder eine ganze Weile her, seit ich meinen letzten Tagebucheintrag getätigt habe. Zuerst einmal möchte ich dir mitteilen, dass ich schon wieder Lust habe, alle meine Accounts zu löschen. Ich schaffe es einfach nicht, private Sachen wie die auf meinem Blog länger als ein paar Wochen stehen zu lassen. Irgendwann kommt in mir wieder der Gedanke hoch, dass es zu privat ist, und ich lösche wieder alles, weil ich es hasse, dieses Gefühl zu haben. Ich bin nicht der Typ für Blogs und mich regt das auf, weil ich das eigentlich gerne mache. Außerdem mag ich es nicht, dass ich damit V und J ähnele; gerade J hat ja ihre FF-Accounts früher ständig gelöscht und wieder neu angelegt. Mir geht es mit den Blogs so und obwohl ich es hasse, kann ich nichts daran ändern, und ich weiß, dass das Gefühl nur weggeht, indem ich die entsprechenden Posts oder gleich den ganzen Blog lösche. Das nervt mich an, aber mir geht's besser, sobald ich einen neuen Blog habe. Aber ich hasse es, dass du das aushalten musst. Mann.
Wie auch immer. Zuerst einmal möchte ich auf deinen letzten Post eingehen. Meinem Finger geht es wieder hervorragend, auch wenn ich deutlich spüre, dass meine Arme überlastet sind. Gerade wenn ich am PC schreibe wie jetzt gerade, merke ich einen ziehenden Schmerz, der sich bis zu den Schultern hinaufzieht. Aber ich will dir jetzt unbedingt schreiben und außerdem bin ich das gewöhnt, also ignoriere ich das jetzt geflissentlich. Ich habe das ja schon sehr lange, aber dass mein Finger anschwillt, das war mir neu. Ist jetzt aber weg, also egal.
Ich bin sehr, sehr glücklich darüber, dass du dich immer so über meine Briefe freust! Vielleicht sollten wir das so fortführen? Da ich es ja offensichtlich nicht schaffe, einen eigenen Blog länger als einen Monat zu führen, sollten wir das vielleicht hier machen - mindestens einmal im Monat schreibt jeder von uns einen Post, was so passiert ist, ob es Neues gibt, worüber man sich gerade Gedanken macht. Wie fändest du diese Idee? Ich mag es nämlich, dir diese Briefe zu schreiben, und ich würde das gerne weiterhin regelmäßig machen. Hier habe ich nämlich auch nicht das ständige Bedürfnis, es wieder zu löschen, im Gegenteil! Ich lese mir all unsere Posts auf diesem Blog immer sehr gerne durch, ohne zu denken, dass es zu privat ist [obwohl es das doch offensichtlich ist].
Ich finde es super, dass du die Corsage schön findest! Es war die erste Corsage, die ich je in meinem Leben wirklich gesehen habe. Eine Freundin hatte auf einer Seite, wo man Outfits zusammenstellen kann, für mich etwas "Verruchtes" entworfen und da hat sie auch diese Corsage verwendet. Ich war sofort Feuer und Flamme, ich war sofort verliebt, aber ich konnte sie mir zwei Jahre lang nicht kaufen. Und jetzt habe ich sie endlich und du weißt gar nicht, wie überglücklich ich darüber bin! Sie stinkt zwar ein bisschen nach Amerika, aber sobald ich zuhause bin, kommt die erstmal in die Reinigung und dann passt das schon..
[Du vergisst, dass riesige Möpse auch weniger Nerven haben; wenn jemand ganz sanft darüber streicht und nicht gerade meine Nippel berührt, spüre ich das gar nicht bzw. nur den leichten Druck. Das Quetschen ist eigentlich sogar recht angenehm, weil mir so die Brüste nicht im Weg herumhängen, haha. Und so groß sind die nicht.]
Ich liebe die Zitronenpresse! Allerdings muss ich dich enttäuschen: laut A. ist sie von innen überhaupt nicht spektakulär und eher langweilig. Also eher den Anblick von außen genießen, der ist offensichtlich viel schöner und überhaupt! Ich würde dir jetzt gerne mehr Fotos von Dresden schicken, aber ich war recht fotografierfaul in den letzten Tagen und so gibt es da leider nichts Neues. Aber irgendwann kommst du nach Dresden und sieht all diese wunderschönen Dinge mit eigenen Augen und dann entführe ich dich an all die Orte, die A. mir schon gezeigt hat und ich hoffe, du wirst genauso fasziniert davon sein wie ich!
[Und nächstes Jahr sehen wir uns. Und wenn ich zu dir fahren muss: Egal! Wir sehen uns!]
Jetzt kommen wir aber zu den Tagen, die zwischen dem letzten und diesem Brief hier liegen. Es ist einiges passiert, und ich weiß natürlich gar nicht mehr alles. Aber die wichtigsten Sachen bzw. die lustigsten erzähle ich dir jetzt. Gestern zum Beispiel waren wir auf einem Dampfer und sind die Elbe hinuntergefahren und das war so toll! Dampfer sind wirklich beeindruckend und die Aussicht - unglaublich! Ich wäre am liebsten gar nicht mehr ausgestiegen, aber ich musste leider. Das muss ich wieder machen, am liebsten den ganzen Tag. Haben A. und ich sowieso vor - eine sechsstündige Fahrt durch die Sächsische Schweiz. Soll sehr schön sein, ich bin gespannt darauf. Das wird aber wohl erst nächstes Jahr etwas. Leider, aber diesmal ging sich nur die kurze Fahrt aus.
Warum? Nun - wir hatten am Tag zuvor ein kleines Problem. Gegen 22 Uhr kam D. auf Skype an und hat uns panisch mitgeteilt, dass in unserer Nähe eine Fliegerbombe gefunden wurde und wir in der Evakuierungszone liegen. Tatsächlich hat das gestimmt und um Mitternacht hat uns die Polizei dann aus der Wohnung gescheucht, weil tatsächlich evakuiert wurde. Zum Glück lag D.'s Wohnung nicht in dem Bereich, weshalb wir uns zu ihr verzogen haben. Dort haben sie und A. dann durchgemacht und 6 Stunden lang Monopoly gespielt, während ich auf der Couch lag und immer mal wieder eingedöst bin. Mann, war ich müde!
Es war auf jeden Fall ziemlich spannend, mal evakuiert zu werden, aber nichts, was ich noch einmal erleben möchte. Wir hatten ja noch Glück, dass D. in der Nähe war - ich möchte nicht in so einer alten Turnhalle übernachten müssen, wie viele andere Leute, die evakuiert wurden und niemanden hatten, bei dem sie übernachten konnten. Um 7 Uhr konnten wir dann nach Hause und haben erstmal bis Mittag geschlafen. Da ging sich dann nur eine kleine Dampferfahrt danach aus, die aber sehr, sehr schön war. Hach. Auf einem Dampfer will ich heiraten, habe ich beschlossen, ohne Wenn und ohne Aber. Punkt. Du bist eingeladen.
Mehr habe ich nicht zu erzählen. Außer:
Ich fahre am Samstag wieder nach Hause. 7 Stunden Zugfahrt und dann habe ich mein altes Umfeld wieder; meine Bücher, meinen Alltag, meine Routine. 7 Stunden Zugfahrt trennen mich dann von meinem Leben hier und meinem Leben in Österreich. Ich muss schon die ganze Zeit Tränen unterdrücken wegen diesem Gedanken. Nur noch zwei Tage, nur noch zweimal neben A. einschlafen und aufwachen, und dann ist es vorbei. Einfach so - ihn nicht mehr den ganzen Tag sehen, umarmen und küssen können. Keine Nähe mehr, kein Lächeln von ihm. Nichts. Nur noch Skype und die ständige Hoffnung, ihn bald wieder sehen zu können. Gott, mir kommt es wieder so vor, als wären diese eineinhalb Monate zu wenig Zeit gewesen. Zu wenig Zeit, um ihn mir einzuprägen, zu wenig Zeit, um ihm meine Liebe zu zeigen, zu wenig Zeit für alles. Ich will hier nicht weg.
Wegen ihm. Weil ich solche Angst davor habe, ihn zu vermissen, weil ich zu viel Angst vor dem Schmerz habe, der mich treffen wird, wenn wir am Bahnhof stehen und er sich von mir verabschiedet. Ich habe solche Angst davor, weil ich das schon kenne und weil ich diesen Schmerz kenne und ihn nicht noch einmal erleben möchte. Ich will hier nicht weg; nicht weg von diesem Menschen, den ich so liebe.
Ich höre jetzt auf, darüber zu jammern, weil es das nicht besser macht, und verabschiede mich von dir, um noch ein bisschen Nähe zu bekommen. Ich hoffe, wir können ab Samstag wieder ganz viel schreiben und reden und alles, denn du fehlst mir ziemlich viel! Ich freue mich darauf, habe dich lieb und fühl dich geherzt!
:* Itsu
Es ist schon wieder eine ganze Weile her, seit ich meinen letzten Tagebucheintrag getätigt habe. Zuerst einmal möchte ich dir mitteilen, dass ich schon wieder Lust habe, alle meine Accounts zu löschen. Ich schaffe es einfach nicht, private Sachen wie die auf meinem Blog länger als ein paar Wochen stehen zu lassen. Irgendwann kommt in mir wieder der Gedanke hoch, dass es zu privat ist, und ich lösche wieder alles, weil ich es hasse, dieses Gefühl zu haben. Ich bin nicht der Typ für Blogs und mich regt das auf, weil ich das eigentlich gerne mache. Außerdem mag ich es nicht, dass ich damit V und J ähnele; gerade J hat ja ihre FF-Accounts früher ständig gelöscht und wieder neu angelegt. Mir geht es mit den Blogs so und obwohl ich es hasse, kann ich nichts daran ändern, und ich weiß, dass das Gefühl nur weggeht, indem ich die entsprechenden Posts oder gleich den ganzen Blog lösche. Das nervt mich an, aber mir geht's besser, sobald ich einen neuen Blog habe. Aber ich hasse es, dass du das aushalten musst. Mann.
Wie auch immer. Zuerst einmal möchte ich auf deinen letzten Post eingehen. Meinem Finger geht es wieder hervorragend, auch wenn ich deutlich spüre, dass meine Arme überlastet sind. Gerade wenn ich am PC schreibe wie jetzt gerade, merke ich einen ziehenden Schmerz, der sich bis zu den Schultern hinaufzieht. Aber ich will dir jetzt unbedingt schreiben und außerdem bin ich das gewöhnt, also ignoriere ich das jetzt geflissentlich. Ich habe das ja schon sehr lange, aber dass mein Finger anschwillt, das war mir neu. Ist jetzt aber weg, also egal.
Ich bin sehr, sehr glücklich darüber, dass du dich immer so über meine Briefe freust! Vielleicht sollten wir das so fortführen? Da ich es ja offensichtlich nicht schaffe, einen eigenen Blog länger als einen Monat zu führen, sollten wir das vielleicht hier machen - mindestens einmal im Monat schreibt jeder von uns einen Post, was so passiert ist, ob es Neues gibt, worüber man sich gerade Gedanken macht. Wie fändest du diese Idee? Ich mag es nämlich, dir diese Briefe zu schreiben, und ich würde das gerne weiterhin regelmäßig machen. Hier habe ich nämlich auch nicht das ständige Bedürfnis, es wieder zu löschen, im Gegenteil! Ich lese mir all unsere Posts auf diesem Blog immer sehr gerne durch, ohne zu denken, dass es zu privat ist [obwohl es das doch offensichtlich ist].
Ich finde es super, dass du die Corsage schön findest! Es war die erste Corsage, die ich je in meinem Leben wirklich gesehen habe. Eine Freundin hatte auf einer Seite, wo man Outfits zusammenstellen kann, für mich etwas "Verruchtes" entworfen und da hat sie auch diese Corsage verwendet. Ich war sofort Feuer und Flamme, ich war sofort verliebt, aber ich konnte sie mir zwei Jahre lang nicht kaufen. Und jetzt habe ich sie endlich und du weißt gar nicht, wie überglücklich ich darüber bin! Sie stinkt zwar ein bisschen nach Amerika, aber sobald ich zuhause bin, kommt die erstmal in die Reinigung und dann passt das schon..
[Du vergisst, dass riesige Möpse auch weniger Nerven haben; wenn jemand ganz sanft darüber streicht und nicht gerade meine Nippel berührt, spüre ich das gar nicht bzw. nur den leichten Druck. Das Quetschen ist eigentlich sogar recht angenehm, weil mir so die Brüste nicht im Weg herumhängen, haha. Und so groß sind die nicht.]
Ich liebe die Zitronenpresse! Allerdings muss ich dich enttäuschen: laut A. ist sie von innen überhaupt nicht spektakulär und eher langweilig. Also eher den Anblick von außen genießen, der ist offensichtlich viel schöner und überhaupt! Ich würde dir jetzt gerne mehr Fotos von Dresden schicken, aber ich war recht fotografierfaul in den letzten Tagen und so gibt es da leider nichts Neues. Aber irgendwann kommst du nach Dresden und sieht all diese wunderschönen Dinge mit eigenen Augen und dann entführe ich dich an all die Orte, die A. mir schon gezeigt hat und ich hoffe, du wirst genauso fasziniert davon sein wie ich!
[Und nächstes Jahr sehen wir uns. Und wenn ich zu dir fahren muss: Egal! Wir sehen uns!]
Jetzt kommen wir aber zu den Tagen, die zwischen dem letzten und diesem Brief hier liegen. Es ist einiges passiert, und ich weiß natürlich gar nicht mehr alles. Aber die wichtigsten Sachen bzw. die lustigsten erzähle ich dir jetzt. Gestern zum Beispiel waren wir auf einem Dampfer und sind die Elbe hinuntergefahren und das war so toll! Dampfer sind wirklich beeindruckend und die Aussicht - unglaublich! Ich wäre am liebsten gar nicht mehr ausgestiegen, aber ich musste leider. Das muss ich wieder machen, am liebsten den ganzen Tag. Haben A. und ich sowieso vor - eine sechsstündige Fahrt durch die Sächsische Schweiz. Soll sehr schön sein, ich bin gespannt darauf. Das wird aber wohl erst nächstes Jahr etwas. Leider, aber diesmal ging sich nur die kurze Fahrt aus.
Warum? Nun - wir hatten am Tag zuvor ein kleines Problem. Gegen 22 Uhr kam D. auf Skype an und hat uns panisch mitgeteilt, dass in unserer Nähe eine Fliegerbombe gefunden wurde und wir in der Evakuierungszone liegen. Tatsächlich hat das gestimmt und um Mitternacht hat uns die Polizei dann aus der Wohnung gescheucht, weil tatsächlich evakuiert wurde. Zum Glück lag D.'s Wohnung nicht in dem Bereich, weshalb wir uns zu ihr verzogen haben. Dort haben sie und A. dann durchgemacht und 6 Stunden lang Monopoly gespielt, während ich auf der Couch lag und immer mal wieder eingedöst bin. Mann, war ich müde!
Es war auf jeden Fall ziemlich spannend, mal evakuiert zu werden, aber nichts, was ich noch einmal erleben möchte. Wir hatten ja noch Glück, dass D. in der Nähe war - ich möchte nicht in so einer alten Turnhalle übernachten müssen, wie viele andere Leute, die evakuiert wurden und niemanden hatten, bei dem sie übernachten konnten. Um 7 Uhr konnten wir dann nach Hause und haben erstmal bis Mittag geschlafen. Da ging sich dann nur eine kleine Dampferfahrt danach aus, die aber sehr, sehr schön war. Hach. Auf einem Dampfer will ich heiraten, habe ich beschlossen, ohne Wenn und ohne Aber. Punkt. Du bist eingeladen.
Mehr habe ich nicht zu erzählen. Außer:
Ich fahre am Samstag wieder nach Hause. 7 Stunden Zugfahrt und dann habe ich mein altes Umfeld wieder; meine Bücher, meinen Alltag, meine Routine. 7 Stunden Zugfahrt trennen mich dann von meinem Leben hier und meinem Leben in Österreich. Ich muss schon die ganze Zeit Tränen unterdrücken wegen diesem Gedanken. Nur noch zwei Tage, nur noch zweimal neben A. einschlafen und aufwachen, und dann ist es vorbei. Einfach so - ihn nicht mehr den ganzen Tag sehen, umarmen und küssen können. Keine Nähe mehr, kein Lächeln von ihm. Nichts. Nur noch Skype und die ständige Hoffnung, ihn bald wieder sehen zu können. Gott, mir kommt es wieder so vor, als wären diese eineinhalb Monate zu wenig Zeit gewesen. Zu wenig Zeit, um ihn mir einzuprägen, zu wenig Zeit, um ihm meine Liebe zu zeigen, zu wenig Zeit für alles. Ich will hier nicht weg.
Wegen ihm. Weil ich solche Angst davor habe, ihn zu vermissen, weil ich zu viel Angst vor dem Schmerz habe, der mich treffen wird, wenn wir am Bahnhof stehen und er sich von mir verabschiedet. Ich habe solche Angst davor, weil ich das schon kenne und weil ich diesen Schmerz kenne und ihn nicht noch einmal erleben möchte. Ich will hier nicht weg; nicht weg von diesem Menschen, den ich so liebe.
Ich höre jetzt auf, darüber zu jammern, weil es das nicht besser macht, und verabschiede mich von dir, um noch ein bisschen Nähe zu bekommen. Ich hoffe, wir können ab Samstag wieder ganz viel schreiben und reden und alles, denn du fehlst mir ziemlich viel! Ich freue mich darauf, habe dich lieb und fühl dich geherzt!
:* Itsu
Sonntag, 27. Juli 2014
Schmetterlingssehnsucht
Dear Itsu
Ich kam gerade von nem (meinem ersten) Wochenendtrip durch den Harz zurück.
Wir haben viel gemacht, waren eigentlich die ganze Zeit unterwegs so wie sich das, denke ich, gehört und es war unglaublich aufregend. Jedenfalls... als ich zurück kam und in einer ruhigen Minute an N's PC saß hab ich mehr als alles andere gehofft, dass du mir geschrieben hast. Ich hab deine Briefe einfach schon wieder vermisst und umso mehr hab ich mich gefreut, dass du mir einen Post geschrieben hast.
Zuerst einmal, bestelle A. und D. einen allerliebsten Gruß von mir und puste deinen Finger damit er schneller heilt, weil ich das normalerweise tun würde, wenn ich jetzt bei dir wäre.
Ich schreibe hier fürchterlich langsam weil die Atmosphäre einfach nicht stimmt. Niclas redet mit mir und manchmal kommt jemand aus seiner Familie rein und will was und ich höre Musik von Shakira im Hintergrund weil ich diese Frau vergöttere seit ich denken kann und das neue Album noch nicht kenne. (Ich wünschte N. würde sich zu mir setzten und mich knuddeln anstatt unten auf dem Boden mit dem Laptop zu zocken.)
Aber um zum eigentlichen Thema zurück zu kehren: Ich habe mich sehr über deinen Brief gefreut und bin ein ums andere glücklich, dich als meine Freundin zu haben. Du hast einen Platz in meinem Herzen. Ich hab dich lieb! <3 (und die Corsage ist der Hammer! (Klammer-in-der-Klammer: tut das nicht weh so riesige Möpse in ein so enges Kleidungsstück zu stopfen? o.o) Klammer-in-der-Klammer-Ende)
N. kennt (im Gegensatz zu mir) Dresden und hat die Zitronenpresse sofort erkannt, mir gefällt das Gebäude auch. Ich bin gespannt darauf es vllt. irgendwann mal von Innen zu sehen.
(N. will, dass ich mich mit dem Schreiben beeile damit ich mit ihm zocken kann .... wie so ein kleines Kind das beschäftigt werden möchte...)
Normalerweise wäre ich heute von dem Trip aus sofort 'nach Hause' gefahren aber ich habe mein möglichstes getan es noch heraus zu zögern und so kommt es, dass ich jetzt noch eine Nacht bei meinem Freund zu Hause rumlummer, bevor wir uns die nächste Woche nicht mehr jeden Tag sehen, denn er hat Fahrschule und ich ... ich hab vielleicht Modeschule ... oder so. Mal sehen was ich mache. Bestimmt schreib ich dir oft. Hoffentlich höre ich weiterhin so regelmäßig von dir und hoffentlich kommen dir die letzten 3 Wochen wie eine kleine Ewigkeit vor.
Ich für meinen Teil habe heute auch eine kleine Ewigkeit erlebt, ein ewiglicher Moment. Ich bin heute das erste mal in meinem Leben auf einem Motorrad mitgefahren. N's Vater hat eins, eine Honda Shadow, eine wunderschöne Maschine und ... hey, N. kommt gerade tatsächlich an um mit mir zu kuscheln... ^-^ *jeay* ... ich dachte ich würde total Angst haben vor allem wenn es sich in den Kurven neigt aber tatsächlich war es unheimlich schön und man nimmt die Geschwindigkeit gar nicht war wenn sich einem ein wunderschönen Anblick auf einen See mitten im Wald eröffnet. Ich weiß nicht... es war jedenfalls fantastisch und ich hoffe wir können das bald nochmal wiederholen. Man fühlt sich so frei ... auch wenn sich die Motorradklamotten anfühlen wie so ein Schneeanzug, den kleine Kinder tragen wenn man sie zum Spielen im Winter in den Schnee schickt (was ich zugegebenermaßen immer sehr gern getragen habe, man fühlt sich warm und geborgen). So viele neue Eindrücke in den letzten Tagen und meine Gedanken sind gerade bei dir.
Echt schade, dass wir uns dieses Jahr nicht mehr sehen können ... aber nächstes Jahr, nächstes Jahr ganz bestimmt!
Vergiss nicht die Grüße auszurichten, deinen Finger zu bepusten und dir in Erinnerung zu rufen, wie lieb du von hier, von Magdeburg aus oder woimmer ich mich gerade aufhalte gehabt wirst!
~Evo
Ich kam gerade von nem (meinem ersten) Wochenendtrip durch den Harz zurück.
Wir haben viel gemacht, waren eigentlich die ganze Zeit unterwegs so wie sich das, denke ich, gehört und es war unglaublich aufregend. Jedenfalls... als ich zurück kam und in einer ruhigen Minute an N's PC saß hab ich mehr als alles andere gehofft, dass du mir geschrieben hast. Ich hab deine Briefe einfach schon wieder vermisst und umso mehr hab ich mich gefreut, dass du mir einen Post geschrieben hast.
Zuerst einmal, bestelle A. und D. einen allerliebsten Gruß von mir und puste deinen Finger damit er schneller heilt, weil ich das normalerweise tun würde, wenn ich jetzt bei dir wäre.
Ich schreibe hier fürchterlich langsam weil die Atmosphäre einfach nicht stimmt. Niclas redet mit mir und manchmal kommt jemand aus seiner Familie rein und will was und ich höre Musik von Shakira im Hintergrund weil ich diese Frau vergöttere seit ich denken kann und das neue Album noch nicht kenne. (Ich wünschte N. würde sich zu mir setzten und mich knuddeln anstatt unten auf dem Boden mit dem Laptop zu zocken.)
Aber um zum eigentlichen Thema zurück zu kehren: Ich habe mich sehr über deinen Brief gefreut und bin ein ums andere glücklich, dich als meine Freundin zu haben. Du hast einen Platz in meinem Herzen. Ich hab dich lieb! <3 (und die Corsage ist der Hammer! (Klammer-in-der-Klammer: tut das nicht weh so riesige Möpse in ein so enges Kleidungsstück zu stopfen? o.o) Klammer-in-der-Klammer-Ende)
N. kennt (im Gegensatz zu mir) Dresden und hat die Zitronenpresse sofort erkannt, mir gefällt das Gebäude auch. Ich bin gespannt darauf es vllt. irgendwann mal von Innen zu sehen.
(N. will, dass ich mich mit dem Schreiben beeile damit ich mit ihm zocken kann .... wie so ein kleines Kind das beschäftigt werden möchte...)
Normalerweise wäre ich heute von dem Trip aus sofort 'nach Hause' gefahren aber ich habe mein möglichstes getan es noch heraus zu zögern und so kommt es, dass ich jetzt noch eine Nacht bei meinem Freund zu Hause rumlummer, bevor wir uns die nächste Woche nicht mehr jeden Tag sehen, denn er hat Fahrschule und ich ... ich hab vielleicht Modeschule ... oder so. Mal sehen was ich mache. Bestimmt schreib ich dir oft. Hoffentlich höre ich weiterhin so regelmäßig von dir und hoffentlich kommen dir die letzten 3 Wochen wie eine kleine Ewigkeit vor.
Ich für meinen Teil habe heute auch eine kleine Ewigkeit erlebt, ein ewiglicher Moment. Ich bin heute das erste mal in meinem Leben auf einem Motorrad mitgefahren. N's Vater hat eins, eine Honda Shadow, eine wunderschöne Maschine und ... hey, N. kommt gerade tatsächlich an um mit mir zu kuscheln... ^-^ *jeay* ... ich dachte ich würde total Angst haben vor allem wenn es sich in den Kurven neigt aber tatsächlich war es unheimlich schön und man nimmt die Geschwindigkeit gar nicht war wenn sich einem ein wunderschönen Anblick auf einen See mitten im Wald eröffnet. Ich weiß nicht... es war jedenfalls fantastisch und ich hoffe wir können das bald nochmal wiederholen. Man fühlt sich so frei ... auch wenn sich die Motorradklamotten anfühlen wie so ein Schneeanzug, den kleine Kinder tragen wenn man sie zum Spielen im Winter in den Schnee schickt (was ich zugegebenermaßen immer sehr gern getragen habe, man fühlt sich warm und geborgen). So viele neue Eindrücke in den letzten Tagen und meine Gedanken sind gerade bei dir.
Echt schade, dass wir uns dieses Jahr nicht mehr sehen können ... aber nächstes Jahr, nächstes Jahr ganz bestimmt!
Vergiss nicht die Grüße auszurichten, deinen Finger zu bepusten und dir in Erinnerung zu rufen, wie lieb du von hier, von Magdeburg aus oder woimmer ich mich gerade aufhalte gehabt wirst!
~Evo
Donnerstag, 24. Juli 2014
[Butterfly Diary] Drei
Dear Hanna.
In drei Wochen werde ich mein Zuhause erneut verlassen, in einen Zug steigen und zurück nach Österreich fahren. Wenn ich daran denke, kommt Traurigkeit in mir auf, aber weniger als ich eigentlich zuvor dachte. Hier spüre ich eine Stärke in mir, die neu ist und an die ich mich erst gewöhnen muss. Ich fühle mich irgendwie bereit dazu, zurück zu meiner Familie zu fahren. Ich fühle mich bereit dazu, das letzte Jahr in Angriff zu nehmen und zu kämpfen, um mir meinen Traum zu erfüllen und nach Dresden ziehen zu können. Ich weiß, dass es nicht leicht werden wird, mich gegen meine Eltern zu behaupten und auch noch das Abitur zu machen, aber ich fühle mich gerade so stark. Ich habe auch Angst in manchen Momenten, aber ich fühle, dass ich das schaffen kann. Ich schaffe es noch, ein Jahr lang, und dann wohne ich endlich da, wo mein Herz ist.
Viel ist nicht passiert, während ich dir nicht geschrieben habe. Das Praktikum ist anstrengend und es ist sehr schwer für mich, mich darauf einzustellen. Manchmal ist es langweilig, in anderen Momenten muss ich Dinge tun, die ich besser nie in meinem Leben tun wollte. Vor allem der Frühdienst macht mich einfach fertig, das frühe Aufstehen ist einfach gewöhnungsbedürftig und ich schaffe es nicht, mich daran zu gewöhnen. Es klappt einfach nicht. Zum Glück habe ich A, der mich aufweckt, damit ich früh genug aus dem Haus komme. Ohne ihn würde ich dauernd verschlafen. :D
Letztes Wochenende waren wir auf dem Sommerfest von Freunden. Es war irgendwie überwältigend, so vielen fremden Menschen auf einmal gegenüberzustehen, aber das Essen war lecker und ein paar der Leute echt nett. Auch wenn ich gemeinhin nur "As Süße" war. Ich habe Leute kennengelernt, auf die ich lieber verzichten möchte, aber das erzähle ich dir ein anderes Mal. Das ist zum Schreiben zu viel und auch zu privat. Auf jeden Fall hatte ich trotz allem ein bisschen Spaß und habe den letzten Rest Tiramisu gegessen. War so lecker, ich liebe Tiramisu.
Diese Woche ist etwas mehr passiert. Am Mittwoch hatte D ihre Operation und genau an dem Tag bin ich mit geschwollenem Mittelfinger aufgewacht. Wahrscheinlich hatte ich mich irgendwo angehaut und es nicht mitbekommen, aber er war auf jeden Fall geschwollen und ich konnte ihn kaum abbiegen. Das war Schicksal, weil ich D sowieso begleiten wollte. Auf jeden Fall bin ich erstmal zu meiner Arbeit und habe dort nachgefragt, wo ich hinkann wegen meinem Finger. Dann bin ich zurück nach Hause gefahren, um dann wieder mit D und A wieder zurückzufahren, um sie zur OP zu begleiten. Nach ihrem Beruhigungsmittel und einem "Ich fliege" sind wir dann rausgeschickt worden und erstmal zur Notaufnahme. Die haben mich zu einer anderen Notaufnahme geschickt und die haben mir wiederum eine Liste mit orthopädischen Praxen in die Hand gedrückt, weil sie so überfüllt waren. Also erstmal mit dem Bus wieder fast nach Hause, um dort in einer Praxis zu erfahren, dass die nur Akutpatienten aufnehmen. Also ganz nach Hause, zehn Minuten zur nächsten Artzpraxis laufen, dort zum Orthopäden, die meinten, ich soll zum Hausarzt. Also zu As Hausarzt im gleichen Haus gegangen, dort erstmal eine halbe Stunde gewartet, bis ich drankam.
Bekommen habe ich Ibuprofen, einen Krankenschein für diese Woche und die Diagnose Arthritis. War sehr lustig, aber okay. Ich tippe darauf, dass ich mir den Finger entweder irgendwo angehaut habe oder er einfach überbelastet ist. Mein ganzer Arm hat gestern ein bisschen wehgetan, also war es wohl letzteres. Ich schone den jetzt erstmal und dann schaue ich mal weiter.
Auf jeden Fall war ich dann im Krankenhaus und wir durften zu D, die dann langsam aus ihrer Narkose aufgewacht ist. Und es war so lieb und ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, irgendwo zwischen Mitleid und Erleichterung und einfach nur Erschöpfung. Inzwischen geht es ihr wieder prima, sie bekommt auch Ibuprofen und schläft sehr viel. Ich übrigens auch - die halbe Tablette heute Früh hat dazu geführt, dass ich todmüde war und am Nachmittag erstmal in einen Schlaf verfallen bin, von dem ich immer noch nicht ganz wach bin. Ich bin Schmerzmittel einfach nicht gewöhnt, haha. Was soll ich sagen.
Der schönste Moment gestern war aber, als wir im Aufzug standen, nur D und ich, und ich sie gestützt hatte, weil sie noch nicht so gut laufen konnte. Da hat sie mich auf die Stirn geküsst und mich umarmt und mir gesagt: "Du bist die liebste kleine Schwester, die man sich wünschen kann" und da bin ich einfach nur in Tränen ausgebrochen. Ich habe so geheult.
Und ich bin so glücklich, hier zuhause zu sein, Hanna, ich bin so glücklich.
Ich hab dich lieb,
Itsu
In drei Wochen werde ich mein Zuhause erneut verlassen, in einen Zug steigen und zurück nach Österreich fahren. Wenn ich daran denke, kommt Traurigkeit in mir auf, aber weniger als ich eigentlich zuvor dachte. Hier spüre ich eine Stärke in mir, die neu ist und an die ich mich erst gewöhnen muss. Ich fühle mich irgendwie bereit dazu, zurück zu meiner Familie zu fahren. Ich fühle mich bereit dazu, das letzte Jahr in Angriff zu nehmen und zu kämpfen, um mir meinen Traum zu erfüllen und nach Dresden ziehen zu können. Ich weiß, dass es nicht leicht werden wird, mich gegen meine Eltern zu behaupten und auch noch das Abitur zu machen, aber ich fühle mich gerade so stark. Ich habe auch Angst in manchen Momenten, aber ich fühle, dass ich das schaffen kann. Ich schaffe es noch, ein Jahr lang, und dann wohne ich endlich da, wo mein Herz ist.
Viel ist nicht passiert, während ich dir nicht geschrieben habe. Das Praktikum ist anstrengend und es ist sehr schwer für mich, mich darauf einzustellen. Manchmal ist es langweilig, in anderen Momenten muss ich Dinge tun, die ich besser nie in meinem Leben tun wollte. Vor allem der Frühdienst macht mich einfach fertig, das frühe Aufstehen ist einfach gewöhnungsbedürftig und ich schaffe es nicht, mich daran zu gewöhnen. Es klappt einfach nicht. Zum Glück habe ich A, der mich aufweckt, damit ich früh genug aus dem Haus komme. Ohne ihn würde ich dauernd verschlafen. :D
Letztes Wochenende waren wir auf dem Sommerfest von Freunden. Es war irgendwie überwältigend, so vielen fremden Menschen auf einmal gegenüberzustehen, aber das Essen war lecker und ein paar der Leute echt nett. Auch wenn ich gemeinhin nur "As Süße" war. Ich habe Leute kennengelernt, auf die ich lieber verzichten möchte, aber das erzähle ich dir ein anderes Mal. Das ist zum Schreiben zu viel und auch zu privat. Auf jeden Fall hatte ich trotz allem ein bisschen Spaß und habe den letzten Rest Tiramisu gegessen. War so lecker, ich liebe Tiramisu.
Diese Woche ist etwas mehr passiert. Am Mittwoch hatte D ihre Operation und genau an dem Tag bin ich mit geschwollenem Mittelfinger aufgewacht. Wahrscheinlich hatte ich mich irgendwo angehaut und es nicht mitbekommen, aber er war auf jeden Fall geschwollen und ich konnte ihn kaum abbiegen. Das war Schicksal, weil ich D sowieso begleiten wollte. Auf jeden Fall bin ich erstmal zu meiner Arbeit und habe dort nachgefragt, wo ich hinkann wegen meinem Finger. Dann bin ich zurück nach Hause gefahren, um dann wieder mit D und A wieder zurückzufahren, um sie zur OP zu begleiten. Nach ihrem Beruhigungsmittel und einem "Ich fliege" sind wir dann rausgeschickt worden und erstmal zur Notaufnahme. Die haben mich zu einer anderen Notaufnahme geschickt und die haben mir wiederum eine Liste mit orthopädischen Praxen in die Hand gedrückt, weil sie so überfüllt waren. Also erstmal mit dem Bus wieder fast nach Hause, um dort in einer Praxis zu erfahren, dass die nur Akutpatienten aufnehmen. Also ganz nach Hause, zehn Minuten zur nächsten Artzpraxis laufen, dort zum Orthopäden, die meinten, ich soll zum Hausarzt. Also zu As Hausarzt im gleichen Haus gegangen, dort erstmal eine halbe Stunde gewartet, bis ich drankam.
Bekommen habe ich Ibuprofen, einen Krankenschein für diese Woche und die Diagnose Arthritis. War sehr lustig, aber okay. Ich tippe darauf, dass ich mir den Finger entweder irgendwo angehaut habe oder er einfach überbelastet ist. Mein ganzer Arm hat gestern ein bisschen wehgetan, also war es wohl letzteres. Ich schone den jetzt erstmal und dann schaue ich mal weiter.
Auf jeden Fall war ich dann im Krankenhaus und wir durften zu D, die dann langsam aus ihrer Narkose aufgewacht ist. Und es war so lieb und ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich gefühlt habe, irgendwo zwischen Mitleid und Erleichterung und einfach nur Erschöpfung. Inzwischen geht es ihr wieder prima, sie bekommt auch Ibuprofen und schläft sehr viel. Ich übrigens auch - die halbe Tablette heute Früh hat dazu geführt, dass ich todmüde war und am Nachmittag erstmal in einen Schlaf verfallen bin, von dem ich immer noch nicht ganz wach bin. Ich bin Schmerzmittel einfach nicht gewöhnt, haha. Was soll ich sagen.
Der schönste Moment gestern war aber, als wir im Aufzug standen, nur D und ich, und ich sie gestützt hatte, weil sie noch nicht so gut laufen konnte. Da hat sie mich auf die Stirn geküsst und mich umarmt und mir gesagt: "Du bist die liebste kleine Schwester, die man sich wünschen kann" und da bin ich einfach nur in Tränen ausgebrochen. Ich habe so geheult.
Und ich bin so glücklich, hier zuhause zu sein, Hanna, ich bin so glücklich.
Ich hab dich lieb,
Itsu
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| Die wunderschöne Zitronenpresse: Mein Lieblingsgebäude in Dresden. |
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| Ich hatte im Bus zur Arbeit ein bisschen Langeweile. |
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| Mein allerliebstes Lieblingskorsett ist da und es passt mir so gut und ich will es nicht mehr ausziehen. |
Freitag, 11. Juli 2014
[Butterfly Diary] zwei
Dear Hanna.
11 Tage sind seit meinem letzten Bericht vergangen. Ich weiß schon gar nicht mehr, was wir alles getrieben haben, aber ich kann dir weiterhin sagen, dass es mir unheimlich gut geht. Das Praktikum ist zwar hart und anstrengend, aber ich kämpfe mich durch, und hier, mit A und D, fühlt sich die Welt unheimlich schön und groß an, und ich stecke mittendrin im Leben und genieße es. Himmel, ich kann dir gar nicht beschreiben, was ich fühle. Ich bin einfach glücklich.
Wir waren inzwischen etwa fünfzigtausend Mal essen. Ich habe nicht von jedem kleinen Scheiß Fotos gemacht [weil ich auch nicht immer mein Handy mithatte], aber wir waren letzten Donnerstag beim Japaner und am Sonntag beim Griechen und gestern in einem Café. War alles unheimlich lecker! Früchteeis habe ich mir auch gegönnt, und heute habe ich eine Pizza und Meeresfrüchte [diese leckere belgische Schokolade] mitgehen lassen. D kam diese Woche zu uns und wir haben eine Runde Monopoly gespielt, die ich natürlich mal wieder verloren habe, wer hätte es gedacht. Es war echt lustig, ich bin irgendwie daran gewöhnt, der Pechvogel zu sein.
Das Praktikum ist anspruchsvoll. Es ist ja ein Pflegepraktikum in einem Krankenhaus, das heißt, dass ich den Krankenschwestern unterstehe und ihnen bei ihrer Arbeit helfe. In meinem Arbeitsvertrag steht ziemlich genau, was ich tun darf und zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich quasi Mädchen für alles bin, das aber, natürlich, nichts selbstständig machen darf. Das ist natürlich logisch, weil ich keine Ahnung von den Bedürfnissen der Patienten habe.
Diese Woche musste ich jeden Tag um 4 Uhr morgens aufstehen. Ohne André hätte ich das ab Mittwoch nicht mehr geschafft. Die ersten zwei Tage war ich ohnehin so aufgeregt und hatte dadurch einen so leichten Schlaf, dass ich überdreht war, aber danach war ich teilweise noch im Halbschlaf, als ich in den Bus gestiegen bin. Um 6 Uhr fängt dann meine Schicht an, aber bis 7 Uhr sitzen alle über den Akten und ich beschäftige mich damit, Veränderungen zu studieren.
Um 7 Uhr gibt's dann eine Runde durch die Patientenzimmer mit Blutdruck und Temperatur messen [die beiden Sachen darf ich machen] und anderem Zeug. Da gehe ich immer mit einer Schwester mit, die so heißt wie ich. Das dauert dann bis kurz vor 8. Um 9 Uhr kann ich eine halbe Stunde frühstücken gehen mit anderen Schwestern zusammen.
Den Rest des Tages - bis 14 Uhr - erledige ich eigentlich Drecksarbeit. Nachtschränke putzen, Wasserflaschen für die Patienten auffüllen, Enten austauschen, auf ihr Klingeln reagieren oder sie zu diversesten Untersuchungen oder Operationen bringen. Es ist teilweise sehr langweilig, aber fürs Medizinstudium ist das halt notwendig und deshalb beiße ich mich ja durch. Nächste Woche habe ich Spätschicht von 13:30 bis 14:00, also hoffe ich, dass da wenigstens die Müdigkeit wegfällt.
Ich war die Woche eigentlich quasi dauermüde. Ich kann es kaum erwarten, heute ins Bett zu fallen und dann tatsächlich ausschlafen zu dürfen. Das ist so schön, davon werde ich glatt müde. Aber noch gehe ich nicht ins Bett, denn erst einmal möchte ich das hier zu Ende schreiben und dann schreibe ich ein bisschen, habe ich beschlossen. Mal sehen, ob es was wird.
Zum Abschluss will ich dir nämlich noch ein paar Bilder zeigen:
Am Sonntag, dem 6. Juli waren wir auf einem verbotenen Steg an der Elbe und D hatte spontan beschlossen, in Unterwäsche in der Elbe schwimmen zu gehen. Hinterher hatten wir dann leider einen nassen BH und sie fängt sich leicht eine Erkältung ein. Also sind wir in das nahe gelegene Gathaus gegangen, um den BH in einem dieser Händetrockner in den Toiletten zu trocknen. Das war echt peinlich, aber auch verdammt lustig, und der Tag war generell wunderschön. Die Elbe ist so toll.
Mein Lieblingsfoto bis jetzt. Das links ist übrigens deine süße, geliebte Itsuka, als sie gerade ihre Backen aufbläst und versucht, ein süßes Foto kaputt zu machen. Ich mag sowas, haha. Das Foto wurde am Sonntag, dem 29. Juni aufgenommen, als wir zusammen essen waren. Ich hatte einen Yogurt-Waldbeer-Milkshake und Schweinsmedaillons im Speckmantel mit Kartoffelschnee. Das war so lecker! Und überhaupt ist das Café dort unglaublich toll.
D und ich hatten mal beim Einkaufen beschlossen, dass es Zeit für einen kleinen Snack gibt und im Kaufpark gab es gleich im ersten Stock so ein tolles Geschäft, das Frozen Yoghurts anbietet. Da sind wir natürlich gleich hin. Mein Becher war der linke - Schokosoße und Schokosplitter und Kokosraspeln! Mann, das war so lecker, wobei ich auch schon bessere Frozen Yoghurts hatte.
Dieses Foto wurde beim Essen von den oben genannten Frozen Yoghurts aufgenommen. Deshalb sehe ich auf dem auch irgendwie hübsch und süß und zufrieden und befriedigt aus: Weil ich da gerade Essen hatte. Mit Essen kann man mich einfach vollkommen zufrieden stellen, da werde ich wie eine süße kleine schläfrige Miezekatze oder so. Hihi.
Und zu guter Letzt: D und ich im Bus. Wir haben eine ganze Fotostrecke und das hier ist so ziemlich das Einzige, auf dem wir normal aussehen. André hat die Angewohnheit, immer tausendmal zu fotografieren, wenn wir ein gutes Foto haben wollen, und ich fange dann immer an, Grimassen zu schneiden. Das macht Spaß und ruiniert jedes Foto!
Bis zum nächsten Mal und ich hab dich lieb,
Itsu
11 Tage sind seit meinem letzten Bericht vergangen. Ich weiß schon gar nicht mehr, was wir alles getrieben haben, aber ich kann dir weiterhin sagen, dass es mir unheimlich gut geht. Das Praktikum ist zwar hart und anstrengend, aber ich kämpfe mich durch, und hier, mit A und D, fühlt sich die Welt unheimlich schön und groß an, und ich stecke mittendrin im Leben und genieße es. Himmel, ich kann dir gar nicht beschreiben, was ich fühle. Ich bin einfach glücklich.
Wir waren inzwischen etwa fünfzigtausend Mal essen. Ich habe nicht von jedem kleinen Scheiß Fotos gemacht [weil ich auch nicht immer mein Handy mithatte], aber wir waren letzten Donnerstag beim Japaner und am Sonntag beim Griechen und gestern in einem Café. War alles unheimlich lecker! Früchteeis habe ich mir auch gegönnt, und heute habe ich eine Pizza und Meeresfrüchte [diese leckere belgische Schokolade] mitgehen lassen. D kam diese Woche zu uns und wir haben eine Runde Monopoly gespielt, die ich natürlich mal wieder verloren habe, wer hätte es gedacht. Es war echt lustig, ich bin irgendwie daran gewöhnt, der Pechvogel zu sein.
Das Praktikum ist anspruchsvoll. Es ist ja ein Pflegepraktikum in einem Krankenhaus, das heißt, dass ich den Krankenschwestern unterstehe und ihnen bei ihrer Arbeit helfe. In meinem Arbeitsvertrag steht ziemlich genau, was ich tun darf und zusammenfassend lässt sich sagen, dass ich quasi Mädchen für alles bin, das aber, natürlich, nichts selbstständig machen darf. Das ist natürlich logisch, weil ich keine Ahnung von den Bedürfnissen der Patienten habe.
Diese Woche musste ich jeden Tag um 4 Uhr morgens aufstehen. Ohne André hätte ich das ab Mittwoch nicht mehr geschafft. Die ersten zwei Tage war ich ohnehin so aufgeregt und hatte dadurch einen so leichten Schlaf, dass ich überdreht war, aber danach war ich teilweise noch im Halbschlaf, als ich in den Bus gestiegen bin. Um 6 Uhr fängt dann meine Schicht an, aber bis 7 Uhr sitzen alle über den Akten und ich beschäftige mich damit, Veränderungen zu studieren.
Um 7 Uhr gibt's dann eine Runde durch die Patientenzimmer mit Blutdruck und Temperatur messen [die beiden Sachen darf ich machen] und anderem Zeug. Da gehe ich immer mit einer Schwester mit, die so heißt wie ich. Das dauert dann bis kurz vor 8. Um 9 Uhr kann ich eine halbe Stunde frühstücken gehen mit anderen Schwestern zusammen.
Den Rest des Tages - bis 14 Uhr - erledige ich eigentlich Drecksarbeit. Nachtschränke putzen, Wasserflaschen für die Patienten auffüllen, Enten austauschen, auf ihr Klingeln reagieren oder sie zu diversesten Untersuchungen oder Operationen bringen. Es ist teilweise sehr langweilig, aber fürs Medizinstudium ist das halt notwendig und deshalb beiße ich mich ja durch. Nächste Woche habe ich Spätschicht von 13:30 bis 14:00, also hoffe ich, dass da wenigstens die Müdigkeit wegfällt.
Ich war die Woche eigentlich quasi dauermüde. Ich kann es kaum erwarten, heute ins Bett zu fallen und dann tatsächlich ausschlafen zu dürfen. Das ist so schön, davon werde ich glatt müde. Aber noch gehe ich nicht ins Bett, denn erst einmal möchte ich das hier zu Ende schreiben und dann schreibe ich ein bisschen, habe ich beschlossen. Mal sehen, ob es was wird.
Zum Abschluss will ich dir nämlich noch ein paar Bilder zeigen:
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Mein Lieblingsfoto bis jetzt. Das links ist übrigens deine süße, geliebte Itsuka, als sie gerade ihre Backen aufbläst und versucht, ein süßes Foto kaputt zu machen. Ich mag sowas, haha. Das Foto wurde am Sonntag, dem 29. Juni aufgenommen, als wir zusammen essen waren. Ich hatte einen Yogurt-Waldbeer-Milkshake und Schweinsmedaillons im Speckmantel mit Kartoffelschnee. Das war so lecker! Und überhaupt ist das Café dort unglaublich toll.
D und ich hatten mal beim Einkaufen beschlossen, dass es Zeit für einen kleinen Snack gibt und im Kaufpark gab es gleich im ersten Stock so ein tolles Geschäft, das Frozen Yoghurts anbietet. Da sind wir natürlich gleich hin. Mein Becher war der linke - Schokosoße und Schokosplitter und Kokosraspeln! Mann, das war so lecker, wobei ich auch schon bessere Frozen Yoghurts hatte.
Dieses Foto wurde beim Essen von den oben genannten Frozen Yoghurts aufgenommen. Deshalb sehe ich auf dem auch irgendwie hübsch und süß und zufrieden und befriedigt aus: Weil ich da gerade Essen hatte. Mit Essen kann man mich einfach vollkommen zufrieden stellen, da werde ich wie eine süße kleine schläfrige Miezekatze oder so. Hihi.
Und zu guter Letzt: D und ich im Bus. Wir haben eine ganze Fotostrecke und das hier ist so ziemlich das Einzige, auf dem wir normal aussehen. André hat die Angewohnheit, immer tausendmal zu fotografieren, wenn wir ein gutes Foto haben wollen, und ich fange dann immer an, Grimassen zu schneiden. Das macht Spaß und ruiniert jedes Foto!
Bis zum nächsten Mal und ich hab dich lieb,
Itsu
Montag, 30. Juni 2014
[Butterfly Diary] eins
Dear Hanna.
Seit zwei Tagen bin ich jetzt hier und weil A gerade duschen ist, habe ich beschlossen, dir eine kleine Freude zu machen und mein Versprechen einzulösen: Ich schreibe dir, was bis jetzt passiert ist und das hier auf DearMarySue. Verzeih, wenn der Post nicht lange ist, aber bis jetzt noch nicht viel passiert [zumindest nichts, was ich hier posten könnte]:
Die Zugfahrt war sehr, sehr öde. 7 Stunden lang und ich hatte zu wenig Lesestoff mit. Mein Fehler war nämlich, nur ein einziges Buch einzupacken und da ich 5 Stunden lang durchgelesen habe, war ich dann schon ziemlich bald fertig. Das Buch heißt übrigens Ein ganzes halbes Jahr und die Autorin ist Jojo Moyes und ich kann es dir nur empfehlen, sofern du beim Lesen ein paar Taschentücher bereit hältst. Gott, ich liebe dieses Buch.
Bis jetzt ist noch nicht viel passiert, wie gesagt; wir waren am Sonntag zusammen essen [Waldbeeren-Joghurt-Milkshake und Schweinemedaillons in Speckmantel, lecker, also, getrennt voneinander, natürlich] und an der Elbe und D hat Steine ins Wasser geschmissen, als so eine Art Aggressionstherapie. Allerdings hat die dann einen abrupten Abbruch gefunden, als es plötzlich höllisch zu regnen angefangen hat. Heute war auch wieder so ein richtiger Platzregen, als wir draußen waren, um für D eine Glühbirne zu kaufen. Irgendwie hatten wir bis jetzt noch kein Glück mit dem Wetter, aber das ist auch okay. Ich hoffe, dass sich das noch bessert, damit wir oft in die Stadt oder spazieren gehen können. Ich meine, ich liebe Regenwetter, aber so ein bisschen Sonne wäre auch mal nicht schlecht, findest du nicht?
Hm, was kann ich noch erzählen? Mir geht es gut, so richtig [: Ich bin quasi am Dauergrinsen. Und ich melde mich zwischendurch mal auf Skype, denn auf meiner deutschen Nummer habe ich jetzt auch Internet. Ich bin also nicht ganz weg, freut dich das? Ich hoffe es.
Diesmal gibts noch kein Foto, weil die alle auf Ds Handy sind, aber beim nächsten Mal dann, versprochen!
♥♥♥ itsulu
Seit zwei Tagen bin ich jetzt hier und weil A gerade duschen ist, habe ich beschlossen, dir eine kleine Freude zu machen und mein Versprechen einzulösen: Ich schreibe dir, was bis jetzt passiert ist und das hier auf DearMarySue. Verzeih, wenn der Post nicht lange ist, aber bis jetzt noch nicht viel passiert [zumindest nichts, was ich hier posten könnte]:
Die Zugfahrt war sehr, sehr öde. 7 Stunden lang und ich hatte zu wenig Lesestoff mit. Mein Fehler war nämlich, nur ein einziges Buch einzupacken und da ich 5 Stunden lang durchgelesen habe, war ich dann schon ziemlich bald fertig. Das Buch heißt übrigens Ein ganzes halbes Jahr und die Autorin ist Jojo Moyes und ich kann es dir nur empfehlen, sofern du beim Lesen ein paar Taschentücher bereit hältst. Gott, ich liebe dieses Buch.
Bis jetzt ist noch nicht viel passiert, wie gesagt; wir waren am Sonntag zusammen essen [Waldbeeren-Joghurt-Milkshake und Schweinemedaillons in Speckmantel, lecker, also, getrennt voneinander, natürlich] und an der Elbe und D hat Steine ins Wasser geschmissen, als so eine Art Aggressionstherapie. Allerdings hat die dann einen abrupten Abbruch gefunden, als es plötzlich höllisch zu regnen angefangen hat. Heute war auch wieder so ein richtiger Platzregen, als wir draußen waren, um für D eine Glühbirne zu kaufen. Irgendwie hatten wir bis jetzt noch kein Glück mit dem Wetter, aber das ist auch okay. Ich hoffe, dass sich das noch bessert, damit wir oft in die Stadt oder spazieren gehen können. Ich meine, ich liebe Regenwetter, aber so ein bisschen Sonne wäre auch mal nicht schlecht, findest du nicht?
Hm, was kann ich noch erzählen? Mir geht es gut, so richtig [: Ich bin quasi am Dauergrinsen. Und ich melde mich zwischendurch mal auf Skype, denn auf meiner deutschen Nummer habe ich jetzt auch Internet. Ich bin also nicht ganz weg, freut dich das? Ich hoffe es.
Diesmal gibts noch kein Foto, weil die alle auf Ds Handy sind, aber beim nächsten Mal dann, versprochen!
♥♥♥ itsulu
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