ich weiß es ist ne Weile her aber ich habe beschlossen mir jetzt und hier zwischen dem ganzen Trubel und Stress meines Unilebens eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, dir zu schreiben, weil ich mich so wahnsinnig über deinen Blogeintrag gefreut habe (nachdem mich mein Freund mindestens 15 mal daran erinnert hat, das endlich mal zu tun).
Von dir zu lesen, erinnert mich immer daran, dass es mehr gibt. Mehr, für das man eigentlich ja lebt - nicht um Testate in der Uni zu bestehen, nicht um seine Hochschulgruppe zu retten, nicht um Tag für Tag für Tag stundenlang Aufgaben zu erledigen. Man lebt vielmehr dafür, Briefe an Freunde zu schreiben, kreativ zu sein und Geschichten zu erfinden oder mit seinem Freund zu streiten, ob man ein Liebesdrama oder eine trashige Animeserie abends im Fernsehen schauen möchte.
Zurzeit ist es manchmal schwer, das eigentliche Leben, das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren, obwohl meine zahlreichen Teilziele eigentlich genau darauf ausgelegt sind.
Ich versuche seit Monaten einen Termin zu finden, an dem ich mit einem guten Kumpel ins Kino gehen kann, weil wir das jedes so machen - außer letztes Jahr - denn wir haben keinen finden können. Nun versuche ich ihn zu überreden, mit mir Pitch Perfect 3 zu gucken. Außerdem habe ich eben ein Ticket für den Flixbus gekauft um am Freitag Lika in Braunschweig zu besuchen. Das wird sicherlich großartig. Es gibt einfach Menschen, die das Leben immer schöner machen können, auch wenn gerade alles etwas drunter und drüber geht.
Ich weiß nicht, ob ich meinen Blog jemals wieder anrühren werde. Aber vermutlich wäre es nur fair, dir etwas von meinem 2017 zu erzählen, in dem ich nun keinen einzigen Blogeintrag verfasst habe. Nunja also:
2017 war das Jahr, in dem die Leute angefangen haben in Fünferreihen auf unserer großen Kreuzung zu parken. Es war auch das Jahr, in dem ich anfing, sie dabei zu beobachten weil ich nämlich jetzt das Zimmer an der Kreuzung habe - das Zimmer meines Bruders. Es fühlt sich anders an hier drinnen, wohnlicher, privater, auch wenn meine Mum heute schonwieder vier mal reingekommen ist, um mich daran zu erinnern, das ich meine Jacken in den Schrank räumen sollte und manchmal ist das anstrengend aber die meiste Zeit über vergesse ich, dass ich gar nicht allein wohne.
2017 war auch das erste Jahr, in dem ich ein Testat verkackt habe, weil ich es wirklich nicht konnte, was eine vollkommen neue Erfahrung für mich war und mich seitdem wurmt. Ich weiß, es ist eigentlich lächerlich aber wenn man in seinem Leben immer schafft, was man sich vornimmt gewöhnt man sich irgendwann sehr daran. Und eigentlich möchte ich mich auch gar nicht umgewöhnen müssen.
Das letzte Jahr hat sich für mich angefühlt wie ein Jahr - nicht länger und nicht kürzer. Ich hatte einen angenehmen Sommer und abgesehen von ein paar Stolpertsteinen wie diesem Testat liebe ich mein Studium nach wie vor, sonst würde ich schließlich auch nicht freiwillig soviel Zeit da reinstecken. Ich bin nachwievor engagiert, auch wenn mir das Singen fehlt und manchmal vermisse ich noch mein altes, bequemes, sicheres Leben aber hey, auch das geht dann wieder vorbei und auch wenn alles ständig im Wandel ist, Dinge sich ändern und wieder ändern, so bist da immer du, die jetzt schon so viele Jahre an meiner Seite ist auch wenn ich mit monatelang nicht melde und glaub mir, ich weiß das unheimlich doll zu schätzen.
ich glaube mit diesen Worten schließe ich meinen Blogpost und gebe dir noch ein Lied mit, das ich durch meinen Freund kennengelernt habe. Vielleicht gefällt es dir. Vielleicht auch nicht. (:
I'm not the flame and you are defrost
let me explode
let me burst
let me
shout
♥
Fühl dich ganz fest gedrückt und - ach ja! Fest vergessen!
Happy Birthday! ♥
~Evo
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