Freitag, 28. April 2017

Dear Mary Sue II + III

So before I save someone else, I’ve got to save myself 

So Liebes, hier bin ich wieder.
Das Lied hab ich aus offensichtlichen Gründen angehangen. Es passt zu dir, denn es gibt eine Sache, die ich dir gern in dein hübsches Lockenköpfchen hämmern würde, damit sie sich dort festpflanzt und bei Zeiten nicht mehr verloren geht:
Es ist nicht an dir, andere Menschen zu retten.
Wirklich nicht. So sehr du dich um Menschen sorgst, so sehr du dich kümmerst, so sehr sollte es bei dir an erste Stelle stehen, dich um dich selbst zu kümmern. Damit will ich nicht sagen, dass es eine gute Idee wäre, nur noch das zu machen, was du willst, aber ich denke ein spontanes Wochenende bei Menschen, die du liebst ist schonmal ein guter Anfang und ich hoffe, du lässt es nicht zu, dass dir das andere Leute wieder schlecht reden.

Ich habe eine Freundin, deren erster Freund ebenfalls krank war, ebenfalls Medikamente nahm, ebenfalls offene Selbstmordgedanken hatte. Seine Therapie hatte er, so wie ich das verstanden hatte, irgendwann abgebrochen, Sie hat versucht ihn zu retten und als sie feststellte, dass das nicht in ihrer Macht lag ohne selbst daran zu zerbrechen beschloss sie, sich von ihm zu trennen. Es geht einfach nicht, dass man von Menschen (egal absichtlich oder unabsichtlich, aus Krankheitsgründen oder bei vollkommener Gesundheit) als Spielball behandelt wird. "Sei für mich da und dann stoß ich dich wieder weg." Bei meiner Freundin ging es schließlich so weit, dass er ihr eintrichterte, wenn sie ihn verlässt, dann bricht er sich um.

Ich hoffe einfach, dass du dich von nichts und niemanden in so eine Lage drängen lässt. Wer solche Gedanken hat, wem es so schlecht geht, dem geht es schlecht und der wird diese Gedanken auch haben, egal ob du dich in ihrem/seinem Leben befindest oder nicht, egal ob du dich um sie kümmerst oder nicht. Diese Menschen haben ein Problem mit sich selbst, dass sie nur aus eigener Kraft lösen können.
So wie du dich auch nur selbst schützen, selbst retten kannst.
So wie wir uns alle nur selbst retten können.
Vielleicht ist der beste Weg dahin, einige Kontakte zu kappen, vielleicht wäre es das Beste, alles hinter sich zu lassen. Vielleicht wäre es die Entscheidung, monogam zu sein ... oder einfach eine Weile allein. Niemand kann dir sagen, was du zu tun oder zu lassen hast. Es gibt keine allgemeingültige Lösung für alle Probleme. Man stößt im Leben immer Menschen vor den Kopf, verletzt sie - verlässt sie. Aber ruf dir auch ins Gedächtnis, das die Entscheidung FÜR einen Menschen, nicht zwingend auch die Entscheidung GEGEN einen anderen ist, sondern dass die Menschen, die dir soetwas vorwerfen, das für sich selbst so aufnehmen. Es sind sie, die dir die Ultimaten stellen und damit auch sie, die es zu einer persönlichen Sache machen, wenn du eine Entscheidung triffst.
Es ist nicht deine Schuld.
Du kannst nicht immer Entscheidungen ausweichen. Du kannst nicht auf alle Rücksicht nehmen aber bitte, Liebes: Nimm Rücksicht auf dich.
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Ines,
erinnert du dich noch daran, dass wir früher immer Rollenspiele schreiben wollten, in denen alle verfügbaren männlichen (und meistens sehr sehr tollen) Charaktere auf ein und das selbe Mädchen standen? Oder höchstens mal auf zwei? Möglichst zeitgleich, damit es etwas Drama gab? Damit im Rollenspiel dann auch etwas PASSIERTE.
Ich sehe die Verwirklichung unserer Rollenspiele, allerdings nicht in einer Geschichte, sondern in deinem Leben zurzeit wieder.

Einen Tag schreibst du darüber, dass du dir nur wünschst, für irgendjemanden eine Nummer 1 zu sein, der für dich auch eine Nummer 1 ist. Einen Monat später, hattest du gleich zwei Menschen, auf die das zutraf.
Und trotzdem ging es dir damit nicht gut. 

Unsere Rollenspiele sorgten dafür, dass immer irgendjemand irgendwo Sex hatte (oder zumindest ein Date) während sich andere stritten und es wieder anderen schlecht ging. So läuft das eben, bei so vielen Beziehungssträngen. Schon in Rollenspielen war es manchmal schwierig, überhaupt noch den Überblick zu halten und ich will mir nicht vorstellen wie es ist, wenn man das in echt durchmacht.
Aber hey. Du bist dieses Mädchen. 
Ich lese in deinem Blog sehr viel davon, dass du dich außen vor - dass du dich allein fühlst - überflüssig. Andererseits lese ich von so vielen Leuten, denen du den Kopf verdrehst. Alina, Marudor, Sofa um ein paar Namen zu nennen. Es sind noch mehr.
Du hast nur so viele Probleme mit ihnen, weil du ihnen nicht egal bist. Sie lieben dich und sie hassen dich weil sie etwas für dich empfinden ... und nicht nur irgendetwas, Du machst dich manchmal selbst so klein und denkst, dass sie dich eher in ihrem leben "dulden", dass du nur darin bist, weil du so unbedingt darin bleiben möchtest, weil du dich "aufdrängst" und eigentlich bist du ja unwichtig.
Dabei siehst du gar nicht, dass du diese ganzen Probleme und scheiß Gefühle nur hast, weil sie so stark für dich empfinden. 
Die bist das Mädchen, dass sie lieben. Aus einem Grund. Aus vielen Gründen. Du bist absolut liebenswert, Itsu Wenn du das siehst, dann hast du den Sinn von meinen Blogposts hier erfasst.

Ich bin nicht dafür da, dir irgendwelche Vorschriften zu machen, dir zu sagen "das und das machst du falsch" und "das und das solltest du machen". Ich bin dafür da, als stiller Mitleser an deinem Leben teil zu nehmen, dir meine Eindrücke dazu zu vermitteln, da zu sein, wenn du mich brauchst (was ich in den letzten Monaten nicht war und das tut mir Leid) und irgendwie bin ich auch dazu da, auf dich ein bisschen aufpassen.

Aber in erster Linie musst du auf dich selbst aufpassen.
Bis dahin alles Liebe,

~Evoliette

Donnerstag, 27. April 2017

Dear Mary Sue I

Hay Itsu,
wie du weißt, ich habe die Zeit seit meinen Semesterferien damit verbracht deinen Blog zu lesen.

Komplett.

Und das meine ich so. Ich habe alles gelesen - von Anfang an - auch das, was ich schon kannte, einfach um nochmal alle Anfänge zu wissen, Zusammenhänge und vor allem: Namen, Namen über Namen. Meine Laptop zeigt mir an, dass ich noch Akku habe für zwei Stunden, die Vorlesung geht noch 60 Minuten, also los:

Dinge, die an Itsuka alias Ines alias Pandakatze absolut wundervoll sind:


1) sich kümmern
Diese Seite heißt Dear Mary Sue und kam damals zu Stande, als mein Kontakt zu Tabea abbrach aber ich weiß gar nicht, ob du dich noch daran erinnerst, mit was das damals alles zusammenhingt. Einer der Gründe damals war Michelle, die mit ihren öffentlichen Selbstmordgedanken und dem ständigen hin und her "ich bin Schuld" und "es liegt an allen anderen und die ganze Welt ist eben kacke" alle, die sich davon beeindrucken ließen dermaßen in ihren Bann zog, dass sie anfingen sich um sie zu kümmern und das, was in diesem Fall nicht so wichtig, nicht so problematisch, dramatisch war, vernachlässigten.
Ines, du kümmerst dich.
Ich habe von all deinen Problemen gelesen, was dich aufgemuntert und vor allem: was dich runtergezogen hat innerhalb des letzten Jahres und das Meiste davon, hatte irgendwie (mal direkt, mal indirekt) damit zutun, dass du dich um Menschen sorgst. Vor allem um Marudor, der scheinbar wirklich Hilfe braucht, aber letztendlich bürdest du dir all das auf, weil du dich kümmerst. Michelle und ihr ganzes Drama ging mir damals ehrlich am Arsch vorbei und ich bin jemand, der generell nicht viel auf andere Menschen gibt, im Grunde genommen mag ich sie ja überhaupt nicht. Aber dir sind Menschen nicht egal. Du hast Mitgefühl in einem unglaublichen Ausmaß und du kümmerst dich um andere, selbst wenn du dich eigentlich um dich selbst kümmern solltest und das ist, egal wie egoistisch du dich manchmal fühlen magst, selbstlos und aufopferungsvoll.

2) da sein
Ich habe mich damals wirklich im Stich gelassen gefühlt. Du hingegen bist eine der wenigen Menschen in meinem Leben, die  bleiben, einfach IMMER bleiben. Du hast viel zu tun und ich auch aber ich kann darauf zählen:
Du bist (m)eine Konstante.
Ich habe seit letzten Jahr September gemerkt, wie schnell Menschen, die an als Freunde betrachtet hat, die an deiner Seite waren über Jahre einfach verschwinden. Ich habe Konstanten wie dich schätzen gelernt, denn genau das bist du. Du bist einfach da. Manchmal ist da sein alles, was man tun kann aber manchmal ist da sein auch das Einzige was man braucht. Egal wie oft du deine Blogs wechselst und umgestaltet, egal wie wuselig es in deinem Inneren immer aussieht, wie oft du deine Meinung änderst und sie wieder änderst, für mich bist du da. Du bist einfach da und für mich ist das absolut fantastisch.

3) lieben
Ich glaube ich habe in der langen Zeit, die wir nun keinen Kontakt hatten bestimmt 5 oder 6 Mal (oder öfter?) einfach mal ein Herzchen bekommen, oder eine virtuelle Umarmung, einfach etwas, das mir sagt, dass du mich lieb hast.
Du liebst.
Du liebst unglaublich doll und unglaublich viel und das ist zwar einer der Dinge, die dir zurzeit so viele Probleme bereiten, aber es ist etwas, worauf du so stolz sein kannst. Wenige Menschen sind dazu im Stande jemand anderem bedingungslose Liebe entgegen zu bringen. Ich sehe es an meiner Lucy und ich sehe es an N. und an vielen, vielen anderen Menschen. Sie lieben unter Vorbehalt. Du liebst einfach. Du lernst Menschen kennen und verknallst dich, du schließt sie in dein Herz und lässt sie nicht mehr gehen und auch wenn dir das ab und zu weh tut, auch wenn es dich quält und dich zu Boden wirft, du schaffst es, dir die Liebe in deinem Herzen zu bewahren und dich nicht gegen sie zu stellen. Du wirst niemals zu einer grummligen, alten Katzenoma werden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es irgendwann mal eine Zeit gibt, in der du niemanden liebst.
Und irgendetwas von dem, was man gibt, kommt immer zurück.

4) schreiben
Itsu, ich habe deinen Blog gelesen wie ein gutes Buch. Ich habe gemerkt, wie ich in der Vorlesung saß und wenn sie vorbei war, wie aus einem Trau gerissen wurde als ich den Laptop schließen musste und aufhörte zu lesen. Es ist wie dieser Moment, wenn man in einem Buch gefangen ist und sich komplett in der Geschichte verliert. Ich war in der Welt denn:
Du hast die Fähigkeit mit Worten, Welten zu erschaffen, aus denen man gar nicht mehr raus will.
Darüber haben wir uns kennen gelernt, über Worte. Diese Worte halten diesen Blog aufrecht, sie stützen unsere Beziehung und verbinden unsere Flügel zu etwas, was wirklich flugfähig ist. Du schreibst so unfassbar gut und du machst Menschen damit glücklich - völlig fremde Menschen, die versehendlich auf deiner FF-Seite landen aber auch Bekannte, wie mich, die sich Posts von dir immer und immer wieder durchlesen könnten, einfach weil sie toll sind - weil du toll bist! Das Schreiben ist toll an dir.

5) spontan sein
Ich habe in deinem Blog sehr sehr oft gelesen "und dann bin ich nach "XYZ" gefahren", "und dann fuhr ich zu ... nach ..." einfach so. Und dann bist du für sie da oder andersherum: lässt dich von ihnen trösten, aufbauen und schläfst bei ihnen oder in einem Hotel ohne mit der Wimper zu zucken.
Weißt du, dass ich bestimmt an einer Hand abzählen könnte, wie oft ich Magdeburg ohne meine Eltern mal verlassen habe? Ich habe noch nie ein Hotelzimmer bestellt und wenn ich mal mit dem Zug irgendwohin fahre, bestelle ich das Ticket Wochen vorher aus Angst, ich könnte irgendwo im Nirgendwo landen. Du fährst weg. bringst stundenlange Zugfahrten hinter dich als wäre es nichts ohne jegliche Vorbereitung getroffen zu haben. Du verabredest dich mit Leuten in anderen Städten, die du noch nie gesehen hast und bist bei all dem so unglaublich selbstständig und immer wieder so spontan, dass man echt neidisch werden könnte.
Du bist spontan.
Und egal wie oft du denkst, du gehst Leuten auf den Keks, das ist eine Eigenschaft, die dich umgänglich macht und auf jeden Fall alles andere als anstrengend.

6) sich einbringen
Du bist während der Zeit, in der wir uns kennen der SMJG beigetreten und  bist darin nicht nur aufgeblüht sondern hast dich auch sofort eingebracht. Du bringt dich in Schreibprojekte ein, nimmst an Events teil. Du gehst raus. Klar, am liebsten kuschelst du dich bei deinen geliebten Menschen oder einfach zu Hause irgendwo ein und "flauschst" Menschen oder Ivo oder wirst "geflauscht". Aber du scheust dich nicht, auf Menschen zu zugehen. Du bist kommunikativ, dir fällt es nicht schwer, Kontakte zu knüpfen und:
Irgendwie schaffst du es immer, teilzunehmen, dich einzubringen.
Du nimmst am Leben teil und siehst nicht nur zu, statt dessen reist du herum, siehst was von der Welt, triffst Menschen und wieder neue Menschen und erlebst Dinge. Du bist nicht nur Zuschauer deines Lebens, egal wie machtlos du dich manchmal fühlst. Das führt mich gleich zu Punkt 7:

7) mutig sein
Ines, du hast den Mut aufgebracht, deine Beziehung zu Andre nach JAHREN zu beenden. Du hast die Kraft, dich von Menschen loszureißen, die nicht gut für dich sind (auch wenn du vielleicht meistens noch zu lange brauchst um sie von denen, die gut für dich sind zu unterscheiden). Du bist nicht nur in eine andere Stadt, sondern gleich in ein anderen Land umgezogen, aus eigenem Antrieb, aus eigener Entschlossenheit. Du bist unsagbar mutig. Du hast schon so viel geschafft. Du bist selbstständig und auch wenn du es dir selbst nicht zutraust, du kommt allein klar. Du hast schon so viel geschafft in deinem Leben, wieso sollten die nächsten Herausforderungen nun plötzlich zu hoch sein?
Du bist zwar ein lockenköpfiges, kleines, knuffiges Ding aber du bist stark und mutig und es gibt Menschen, die zu dir aufsehen.
Ich zum Beispiel.

Jetzt ist meine Vorlesung erstmal vorbei und ich werde in die Mensa gehen um was zu essen und danach muss ich wieder Uniübungen machen aber ich werde schreiben, sobald ich wieder Zeit finde.
Vergiss niemals wieder wie toll du eigentlich bist!
(und fühl dich ganz doll geherzt)

~Evoliette
(mannomann tut es gut, das mal wieder in ein Fenster zu tippen)

Montag, 19. September 2016

(Not) supposed to be a butterfly

Hay Itsu,
es ist bei mir gerade 23:23 und ich bin eben erst nach Hause gekommen. Morgen muss ich um 9 an der Uni sein und das heißt vor 7 aufstehen aber ich bin viel zu aufgekratzt um jetzt schlafen zu gehen und so kommt es, dass ich dir schreibe, dann du weißt ja If I don't write to empty my mind, I go mad.
Wobei 'mad' gar kein Ausdruck ist.
Heute war mein erster Tag an der Uni und bevor ich jetzt von irgendetwas anderem und eigentlich viel wichtigerem anfange möchte ich dir den letzten Eindruck erzählen, den ich eben mitgenommen habe bevor ich losgefahren bin - die Unibibliothek bei Nacht.
Ich weiß es klingt vermutlich ziemlich kitschig aber unsere Unibibo ist verglast zum größten Teil und die FIN (Fakultät für Informatik) liegt direkt nebenan. Als ich eben mitten in der Nacht aus dem Gebäude kam und einen silbern beleuchteten Kristallpalast mit lauter Büchern vor mir hatte, musste ich einen Moment innehalten. Man sieht Dinge nur ein einziges Mal zum allerersten Mal und diesen Moment möchte ich mir einfach auf diesem Blog festhalten. Weil es wunderschön war.

Nun zur Realität.
Die Menschen in meinem Vorkurs sind zum größten Teil sehr still, was daran liegen könnte, dass sie Informatiker werden wollen aber auch daran, dass es der erste Tag war und Einige vielleicht einfach ein bisschen Zeit brauchen um aus sich raus zu kommen. Außerdem ist die ruhige Atmosphäre ganz gut zum Lernen und ich werde es spätestens wieder vermissen, wenn ich in einem überfüllten Hörsaal sitze.
Außerdem musste ich heute das erste Mal seit Jahren wieder Kopfrechnen, was etwas anstrengend ist wenn man so ein Taschenrechnermensch ist wie ich, aber am Ende des Tages ging es dann doch recht schnell und somit denke ich, dass die Zeit dieses kleine Problemchen in naher Zukunft lösen wird.
Außerdem war heute Abend unsere erste Gruppenaktivität - Spieleabend. So richtig mit Brettspielen und so. Es war ein bisschen so, wie ich es mir vorgestellt hatte und ein bisschen auch nicht. Es war ganz unterhaltsam.

Die besten Momente sind jedoch die, in denen die Mentoren (also Studierende höherer Semester) immer anfangen mit "Wir sind Informatiker ..." und generell einem dieses "wir" so präsentiert wird, denn ein "wir" gab es bei mir vorher nie wirklich seit dem ich mit sechs Jahren eingeschult wurde und jetzt versucht man das Gefühl vermittelt zu bekommen, dazu zu gehören und das ist irgendwie ziemlich ungewohnt aber auch ziemlich angenehm, weil es auch egal ist ob man dabei mit Menschen gleichgesetzt wird, die allgemein hin als 'Nerds' bezeichnet werden, die merkwürdig aussehen, Sadisten sind, Satanisten oder Masochisten (wobei ich tatsächlich innerhalb eines Abends alles einmal kennen gelernt habe). Interessant sind sie auf jeden Fall, diese Menschen und mal gucken wer so hängen bleiben wird nach den Einführungswochen.

Und ich bin auf dem Unicampus meinem besonderen Menschen über den Weg gelaufen. (Eigentlich habe ich vermutlich nicht das Recht dazu, ihn 'mein' besonderer Mensch zu nennen. An sich haben wir zurzeit nicht viel miteinander zu tun und Besitzansprüche habe ich schon gar nicht - auch wenn ich mir das immer wieder ins Gedächtnis rufen muss.) Dass ich ihn an der Uni sehen würde wusste ich. Es lässt sich nunmal auch nicht vermeiden wenn er dort wohnt und seine Fakultät von meiner nicht weit entfernt ist. Obwohl ich es also genau wusste, hat das nichts daran geändert, dass mein Herzschlag eine Schocksekunde ausgesetzt hat nur um danach verrückt zu spielen und ich erst sauer, dann glücklich und dann einfach nur noch traurig geworden bin.

N. hat mir schon geraten zum Arzt zu gehen, weil ich in letzter Zeit einfach ständig traurig bin und das immer häufiger und mittlerweile auch schon über einen längeren Zeitraum aber das kommt für mich wohl nicht in Frage. Ich habe viel mit ihm darüber geredet in letzter Zeit aber wirklich etwas an der Tatsache geändert hat es natürlich nicht.

Naja, morgen geht es mit der Gruppe bowlen. Ich bin fürchterlich schlecht im bowlen aber ich hoffe, ich kann mich zu den wenigen gesprächigen Menschen gesellen, denn die Kommunikation brauche ich und dann wird es vielleicht wieder so angenehm wie heute und ein bisschen freu ich mich auch drauf - sogar auf Mathe. (Oh Mann, so weit ist es mit mir schon gekommen. :D) Und einer meiner Mitstudenten hat heute einen Satz gesagt, der irgendwie hängen geblieben ist, auch wenn er spaßig gemeint war.

Der muss geschont werden für die Realität.

Es wird sich erst noch herausstellen, was von dem was jetzt passiert und was passieren wird so gewollt ist.
Vielleicht bin ich einfach (nicht) dazu gemacht, ein richtiger flugfähiger Schmetterling zu sein.
Und mit diesen zugegebenermaßen bedrückenden Worten entlasse ich dich in den Rest deines Tages. Tut mir Leid, dass ich in letzter Zeit immer so traurig bin.

Ich hoffe dir geht es besser, Liebes.
~Evoliette

Donnerstag, 15. September 2016

Kampfesmüder Schmetterling

Dear Hanna.

Ich habe ein Bild mit einem Spruch gefunden, der mich irgendwie an alles erinnert hat. An das Leben. Daran, dass man häufig vergisst, dass diese Welt nicht immer nur aus Drama und Kampf bestehen muss, nicht immer aus Versuchen, das Beste zu machen und das Richtige zu tun. Eigentlich sollte die Welt gar nicht so sein. Klar, so ganz ohne jedes bisschen Streit, Diskussion und Entscheidungen wäre das Leben langweilig und vermutlich nicht mehr ganz lebenswert. Doch wir vergessen manchmal, dass wir die Wahl haben zwischen Kämpfen und sagen: Okay. Okay. Ist gut. Dann geh halt, oder dann geh ich halt, denn ich muss nicht ständig kämpfen, muss mich nicht ständig anstrengen, ich darf auch mal sagen, nein. Ich darf auch mal einfach was tun, ohne dass es nachzuvollziehen ist. Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig. Und ich tu, was ich tun will, egal, wie sehr mich 2 Drittel der Menschheit dafür hassen werden.


Manchmal vergessen wir, dass die richtigen Menschen vielleicht gerade die sind, die wir kaum bemerken, weil sie wie selbstverständlich sind. Das sind vielleicht die, um die wir uns weniger Sorgen machen, die, die nicht immer meckern, sondern auch mal sagen: Ist gut. Hier hast du ein Bonbon. Verstehst du? Verstehst du, was ich meine? Manchmal ist man das ewige Kämpfen vielleicht einfach leid, will alles auf Status Quo zurücksetzen und sich ein Weilchen zurücklehnen. Und einfach sein. Wer man sein will, wer man ist - ohne, dass andere es immer beurteilen, einen einschränken, beschützen, oder sonst was wollen. Einfach man selbst. Ohne Kompromisse. [Muss schön sein.]

Hab dich lieb.

Ines

Donnerstag, 8. September 2016

Schmetterlingszukünfte

Hay Liebes, ich bins wieder.
Weißt du ich habe heute ein Zitat gelesen:

"If I don't write to empty my mind, I go mad."
~Lord Byron

Und dabei an dich gedacht.
Naja, eigentlich dachte ich daran, dass das ziemlich gut auf mich zutrifft und weil ich zurzeit keine Posts unter dem Tag 'bad day' hochladen soll, schreibe ich dir.
Eigentlich war der Tag heute gar nicht soo schlecht. Für meinen derzeitigen Gemütszustand war ich sogar ziemlich produktiv. Mein derzeitiger Stress ist natürlich absichtlich herbei geführt, schließlich hat mein Studium immer noch nicht angefangen und ich könnte mich theoretisch noch bis Oktober zurücklehnen und nichts tun, aber dafür bin ich einfach nicht der Mensch.
Naja am Wochenende ist dann also der Auftritt meiner Tanzkinder, mein eigener Auftritt mit meinem Weib - der letzte um genau zu sein - und von meiner ehemaligen Schule aus wurde ich auch gefragt ob ich dieses WE noch was machen kann und somit ist gerade alles wieder voll und anstrengend aber nach diesem Wochenende ist auch alles vorbei. Achso und ein Kleid habe ich auch noch gemacht, das dieses WE präsentiert wird und somit war ich gestern und heute den ganzen Nachmittag in der Schule für Mode und Design und habe daran gearbeitet und mitlerweile tun meine Handgelenke weh vom Nähen und meine Knöchel und mein Rücken vom verkrampften an-der-Nähmaschiene-sitzen, auch wenn das Training heute Abend etwas geholfen hat. Vollkommen fertig und mit schmerzenden Gliedern schläft es sich aber auf jeden Fall gut ein.

Naja, worauf dieser Post aber eigentlich hinauslaufen sollte ist folgendes:
Ich hab ja vielleicht schonmal erwähnt, dass wir mitlerweile zwei Mädels bei uns beim Tanzen haben, die schon ein Kind haben und die nächste ist mit Zwillingen schwanger. Auf jeden Fall hat eines der Mädchen heute erzählt, dass sie darüber nachdenkt noch ein zweites Kind zu bekommen und danach verlief das Gespräch Richtung Familienplanung und Geschwisterliebe und wie sich das bei uns so verhält. Ich muss sagen, normalerweise kotzt mich dieses ganze Babygedöhns ziemlich an auf die Dauer aber heute - heute war es wirklich schön, mit mit den beiden Mädels zu unterhalten, von denen eine verheiratet ist und Mami eines 11 Monaten alten Kindes und die andere schwanger mit Zwillingen und während erste ein Mensch ist, der ALLES plant (so wie ich) ist letztere jemand, der einfach Dinge auf sich zukommen lässt und beides sind erwachsene Menschen, die wirklich was aus ihrem Leben gemacht haben bisher und irgendwann haben wir einfach darüber geredet, was mir zurzeit so durch den Kopf geht und wie meine Zukunft aussehen könnte und die beiden Frauen, die mich sonst immer ansehen als wäre ich ein kleines Kind, haben mich wirklich ernst genommen und mir gut zugeredet und am Ende hat es mir wirklich GUT getan.

Weißt du ich bin ein Mensch, der plant aber ich bin auch ein Mensch, der sich mit Dingen abfindet. Während Lucy schon zehntausend Mal gegen ihre Eltern rebelliert hätte, hab ich einfach akzeptiert, hier mehr oder weniger eingesperrt (gewesen) zu sein. Ich habe akzeptiert, nicht gemocht und als Streber abgestempelt zu werden, weil ich gut in der Schule bin ohne etwas dafür zu tun weil sich jeder ohnehin gleich eine Meinung bildet. Ich habe akzeptiert, dass die Menschen manchmal einfach aus deinem Leben gehen WOLLEN und dass du manchmal nichts dagegen tun kannst sondern sie einfach ziehen lassen musst.
N. und ich sind sehr verschieden, besonders was unsere Vorstellungen von der Zukunft angeht und das macht mir ne scheiß Angst. Ich habe mich in den letzten zweieinhalb Jahren an so viel gewöhnt, dass ich gar nicht mitbekommen hatte, wie ich mich mit alledem abgefunden habe. Bis mir dann irgendwann gezeigt wurde, dass ich mich gar nicht damit hätte abfinden müssen.
Jedenfalls wollen alle Menschen um mich herum einfach, dass ich glücklich bin ... und ich?
Ich möchte einfach nicht irgendwann in dem Alter sein, in dem die Mädels vom Tanzen gerade sind und feststellen, dass ich mich mit etwas abgefunden habe.

Wenn ich über soetwas mit Menschen in meinem Alter bisher geredet hab, haben sie mir geraten nur an mich selbst zu denken und vielleicht sowas wie die Reißleine zu ziehen. Aber heute, als ich dort in unserem Studio mit den Mädels saß, gab es das erste Mal Menschen, die mir erzählt haben, wie es eben auch laufen KANN. Wie eine mögliche Zukunft aussehen kann, von den vielen Zukünften, die vor mir liegen und die sich ändern mit den Menschen in meinem Leben, die kommen und gehen.

Naja, außerdem hab ich mir in diesem Post hier vorgenommen, mich nochmal für deine Musik zu bedanken. Da die Taylor Swift Alben ohne Umweg auf meinem Handy landeten, höre ich heute immer noch Lieder, die ich vorher nicht kannte und unter anderem heute auf meinem Weg zum Park, in dem ich jetzt öfter lese solange das Wetter noch gut ist das hier:


I reach for you
But you were gone
I knew I had to go back home
You searched the world for something else to make you feel like what we had
And in the end in wonderland we both went mad

We found wonderland
You and I got lost in it
And we pretended it could last forever
We found wonderland
You and I got lost in it
And life was never worse but never better 

♥

If I don't write to empty my mind, I go mad.
Am Ende läuft es dann doch irgendwie immer wieder auf einen 'bad day'-Post hinaus.

Gute Nacht, Liebes.
~Evoliette

Mittwoch, 24. August 2016

Schmetterlingssehnsüchte

Hay Ines,
ich muss erstmal ein bisschen drüber nachdenken, wie ich diesen Blogeintrag beginne. Ich weiß, dass ich den Drang habe dir zu schreiben und auch in etwa was aber die Gedanken manifestieren sich gerade noch nicht zu wirklichen Sätzen also fangen wir damit an:

Mein besonderer Mensch hat mir den Tag erzählt, dass er ein paar Blogeinträge von diesem Blog hier gelesen hat und - wenn ich das richtig verstanden habe - gemeint, dass er Sachen gelesen hat, die zwar du geschrieben hast aber die sehr nach mir klangen und ich finde, ich sollte dir das erzählen weil du dich vielleicht darüber freust, dass vollkommen Außenstehende sogar erkennen können, dass wir uns in vertrackten und absolut merkwürdigen Eigenschaften und Denkweisen ähneln.

Auf jeden Fall habe ich die letzten Tage ein bisschen durch meine alten Ordner auf dem PC gescrollt, Sachen von Lucy und mir gefunden aus der Zeit, in der wir noch gemeinsam zur Schule gingen, Bilder und kleine Geschenke von AE und dem Kleinen und zuletzt - Rollenspielposts. Und davon ne Menge.

Kiara, Kiara und immer wieder Kiara und ich habe gelesen wie ich mir damals diese Geschichte ausgemalt habe. Klar, es war ein Rollenspiel zwischen Tabea und mir aber letztendlich war es MEINE Geschichte. Es war schon immer meine Geschichte und sollte wohl immer meine Geschichte sein.
Ich lese also durch diese Texte und bin verzückt. Ganz ehrlich. Es begeistert mich, wie ich damals geschrieben, wie ich die Welt gesehen habe, wie gewandt mein Ausdruck, wie schlagfertig Kiaras Kommentare, wie vollkommen die Beschreibungen waren. Und ich entdecke Parallelen. Details.
Ich hatte gedacht ich bin im letzten Jahr mehr geworden, bin gewachsen, habe etwas dazu gewonnen aber wenn ich das lese, diese alten Posts, dann sehe ich, dass ich das schon immer WAR. Ich hatte es nur vergessen, hatte es weggesperrt in Ordner als Tabea verschwand und vor allem hatte ich es nie GELEBT.

Du glaubst nicht wie sehr es mich zum Lachen gebracht hat einige Passagen aus diesen alten Sachen zu lesen. Das meiste waren OneShots, weil ich mich ja irgendwann daran gewöhnt hatte, diese Geschichte im Alleingang weiter zu spinnen aber GOTT hat mir das damals gut getan, das alles auszuschreiben. Die Rollenspiele waren für mich die Art, es rauszulassen und wenn ich es jetzt lese, dann bin ich sehr stolz darauf, wieviel ich bin und wie lange ich all das schon bin und dass es niemanden gebraucht hat um das zu werden, sondern nur, um es zu ZEIGEN. Es hat lediglich jemanden gebraucht, der es sehen wollte, der diese Rollenspiele liest - im übertragenen Sinn.

Oh man, ich habe vorhin irgendein Random Lied auf YouTube angeklickt und höre jetzt irgendwie Metal oder so die ganze Zeit. Irgendwie passt es aber gerade. Es passt zu dem Ende eines so anstrengenden Tages wie heute, an dem ich kaum aus den Federn kam und mir dafür die Finger wund geschuftet habe in der Modeschule doch das Wissen, dass ich das Kleid in der wirklich knappen Zeitspanne trotzdem fertigstellen werde ist toll. Es ist einfach das, was ich kann, genau so wie Kiara sein, schreiben.

Ich weiß, dass es mir zurzeit gut tun würde, wieder Rollenspiele zu schreiben. Es würde mir gut tun, wieder mal in Rollen zu schlüpfen von Tänzerinnen, Verliebten, von fremdgehenden Diven und tollpatschigen Künstlern oder mächtigen Hexen oder ... na du weißt schon. Rollen eben.
Heute Abend bin ich zu einem Karaokeabend eingeladen aber ich weiß jetzt, dass ich nicht hingehen werde weil ich lieber hier sitze und dir schreibe und weil mir geraten wurde morgen rauszugehen und laut POCAHONTAS soll man wohl seinem inneren Kompass folgen und wenn ich also morgen alle Aufgaben erledigt und tatsächlich noch Zeit und Lust habe (was sehr fragwürdig und unwahrscheinlich ist aber WENN) dann schnappe ich mir das Fahrrad, das Papa mir freundlicherweise vor ein paar Tagen repariert hat und fahre dahin, wo die Sonne ist und Menschen und Platz und wo es mich - zumindest jetzt gerade heute Abend - hinzieht und nehme mir mein komisches Erotikromanheft mit und lese es bis ich keine Zeit mehr oder zuende gelesen habe und ich finde, das klingt nach nem guten Plan, der rechtfertigt, dass ich mich heute Abend immerhin nicht mehr aus meinem Zimmer weg bewege.

Ich habe in den letzten 12 Monaten meine innere Mary-Sue etwas rausgelassen und nun habe ich Sehnsucht nach ihr. Und bin ihrem Quil begegnet, den sich Tabea ausgedacht hat und der gar nicht existiert und der trotzdem genau die Rolle eingenommen hat, die ich ihm damals zugedacht hatte als ich angefangen habe, diese Geschichte zu schreiben.
Und ich weiß zwar nicht ob du all das verstehst aber es macht mich ein bisschen glücklicher, dass ich es dir trotzdem schreiben kann und schließlich heißt dieser Blog "Dear Mary Sue".

Ich hoffe es geht dir gut, Liebes.
~Evoliette

Samstag, 2. Juli 2016

Mitternachtsflügelschläge

Dear Hanna.

Es ist gerade noch der 02.07. um 23:59 Uhr und das heißt, dass ich diese Nachricht erst am 03.07. abschicken werde. Und irgendwie liege ich gerade in meinem Bett und habe meine Flauschedecke über mich gelegt, obwohl es ziemlich heiß ist, und in den letzten paar Stunden habe ich unsere 51 Posts auf diesem wunderbaren Blog hier gelesen und mich vollständig darin verloren; ich habe dir davon auch auf Skype geschrieben, weil ich eigentlich zuerst keine große Lust hatte, mich noch hinzusetzen und einen Post zu tippen, aber jetzt ist Mitternacht und ich habe doch Lust darauf bekommen. Es ist Samstag/Sonntag. Ich habe Zeit.

Weißt du, dass sich seit deinem letzten Post jetzt unsere beiden Abiball-Kleider und -Erfahrungen auf diesem Blog befinden und dass ich das irgendwie total schön finde? Dieser Blog ist irgendwie wie ein Scrapbook, in dem man nach Erinnerungen blättern kann und in dem man sich verlieren kann. Ein Scrapbook unserer Freundschaft, aber gleichzeitig auch unseres Lebens, unserer Probleme, unserer Gedanken. Und ich finde es so schön, dass wir unsere Gedanken miteinander teilen, unsere Probleme, alles, was uns auf dem Herzen liegt. Und ich frage mich, wie es sein wird, in weiteren vier Jahren hier raufzuschauen und ich frage mich, was für Erinnerungen ich dann hier vorfinden werde. Wo wir stehen werden, was wir tun werden... Wie wir sein werden. Aber egal, was es sein wird, es sind immer noch du und ich, Hanna und Itsu - Schmetterlinge, die fliegen. Und das ist schön.

Ich warte gerade darauf, dass Panda online kommt, der gestern schon auch nicht da war und ich habe ihn vorher angerufen, weil ich seine Stimme hören wollte, aber er hat nicht abgenommen, also weiß ich gerade nicht, wo er ist und irgendwie will ich, dass er online kommt, weil ich immer so glücklich bin, wenn er da ist. Außerdem schreibe ich gerade über WhatsApp mit einem Menschen, der in den letzten drei Monaten eine wundervolle Freundin geworden ist und sie traut sich gerade nicht, ihrem Freund zu sagen, dass sie Sex mit ihm will und ich finde das halt gerade voll süß und unschuldig und sie ist 17 Jahre alt, sie darf das, aber ich find's voll schön. Generell ist die Freundschaft mit ihr momentan genau das, was ich brauche, weil sie mich über ihren Freund voll schwärmt und ich sie über Panda und das ist einfach irgendwie schön und überhaupt. Und Panda soll jetzt bitte, bitte online kommen oder mich anrufen, denn ohne ihn ist manchmal alles scheiße.

Vor ein paar Tagen hatte ich wegen ihm - oder generell wegen der Situation eben - einen Zusammenbruch spät nachts und als ich es am nächsten Tag einer lieben Freundin erzählte, da hat sie mir einen Screenshot von mir geschickt, wo ich beim Erzählen lächle und sah mich an und sagte: "Du lächelst viel mehr als noch vor ein paar Monaten. Irgendwie scheinst du aber doch zufrieden zu sein." Und das hat mich irgendwie gerettet, denn sie hat Recht, das Leben ist schön so wie es ist und es ist mit Panda und ihr und dir und vielen anderen Menschen und irgendwie ist das doch toll und es reicht, oder? Es reicht. Und gestern habe ich mich nach Monaten mit einem Freund getroffen und ihn über Panda zugelabert und mich dann bei ihm dafür entschuldigt, und er hat mich angesehen und gesagt: "Kein Problem. Du strahlst so, wenn du von ihm redest." Und irgendwie freut mich das, und es macht mich glücklich, und ich bin so glücklich, und ich könnte momentan heulen, weil ich so glücklich bin mit diesem Menschen, auch wenn er mir nicht gehört. Oh Mann, gleich heule ich tatsächlich.

Ich habe deine letzten beiden Posts so gerne gelesen. Auch wenn sie eigentlich stellenweise sehr traurig sind und überhaupt, aber ich lese dich so gerne, deine Worte, alles. Und du siehst so schön aus auf deinen Bildern und ich hoffe sehr, dass dein Abiball so war, wie du in dir gewünscht hättest. Und ich freue mich schon so sehr auf unser nächstes Treffen, wenn ich bei dir schlafe und wir stundenlang reden und lachen können und weißt du was, ich kenne Einfach zu haben tatsächlich nicht, habe aber den Trailer schon öfter geschaut und mir immer wieder vorgenommen, ihn mal zu schauen. Wir können ihn uns ja zusammen anschauen, wenn ich bei dir bin, wenn du möchtest. Ich nehme auch die Chips dafür mit!


Meine Lieblings-Coversängerin DrunkenSchokoMuffin hat ein ganz eigenes Lied gesungen und ich höre es irgendwie momentan die ganze Zeit und ich mag es ungeheuer viel. Weißt du, dass es Menschen in meinem Leben gibt, die ich wirklich unheimlich liebe? Weißt du, ich liebe auch André immer noch so sehr und D., meine ex-beste Freundin, obwohl sie mir so sehr wehgetan hat und obwohl es jetzt schon eine ganze Weile her ist; und an manchen Tagen vermisse ich sie so schrecklich und will sie unbedingt wieder in meinem Leben haben, dieses Persönchen, das mir so gut getan hat und das ich so liebe. Und André. André natürlich...

Und ich liebe meine Freunde, diese verrückten Personen, die nicht mehr ganz richtig ticken, aber immer an meiner Seite sind und mich nicht in Frieden lassen und mir immer helfen, wann immer ich sie brauche; ich liebe Lena dafür, dass sie meine Verrücktheiten aushält und stundenlang mit mir telefoniert und mit mir plottet und immer die richtigen Worte findet. Ich liebe Marina, mit der ich schwärmen kann und die mich ihre beste Freundin genannt hat und die mit mir lacht und weint und stundenlang Herzchen austauscht. Ich liebe dich, dafür, dass du immer ein Schmetterling in meinem Leben bist, immer irgendwie da, manchmal hinter mir, sodass ich dich nicht sehe, manchmal direkt vor mir, unübersehbar, manchmal an meiner Seite, aus dem Augenwinkel zu sehen. Ich liebe Panda, weil er Panda ist, mit seinen großen Händen, dem schönen Lachen und der Stimme, die mir eine Gänsehaut verpasst. Und ich liebe es, diese Menschen, euch, zu haben und zu lieben. Leben ist schön.

Momentan habe ich frei und nächsten Freitag schreibe ich meine Prüfung und dann geht es schon auf meine Rundreise und ich hoffe, dass alles so klappt, wie ich es vorhatte. Ich glaube, ich setze mich nachher noch mit meinem Handy auf den Balkon, denn hier ist es gerade wirklich heiß, und dann schreibe ich noch ein bisschen mit diesen geliebten Menschen, bis ich schlafen gehe; und morgen ist ein neuer, ein schöner Tag, den ich damit verbringen werde, zu lernen und zu schreiben und vielleicht ist Panda dann auch wieder da, um mir ein blödes Grinsen aufs Gesicht zu zaubern. Ich hoffe, dir geht es gut da drüben; fühl dich unheimlich fest umarmt.

In aller Liebe,
Itsu