Samstag, 25. Januar 2014

Schmetterlingsflug

Dear Itsu,

wie du mitbekommen haben dürftest ist das hier mein zweiter Blogeintrag an diesem Tag. Der Erste, auf meinem eigenen Blog handelte von der Fashion Week - gezwungenermaßen, weil ich mich darüber ärgern würde sie einfach so unter den Tisch fallen zu lassen, aber das ist bereits ne Woche her und seit dem beschäftigen mich wieder ganz andere Dinge. Zum Beispiel bin ich nun Mitgleid eines Projektes an unserer Schue, das sich "Die Kinder Mama Afrikas" nennt. "Mama Afrika" ist eine afrikanische Band, die sich in Köln gefunden hat um afrikanische Musik und Kultur in Deutschland zu vermitteln. Da unsere Schule sehr eng mit fremden Kulturen verbuten ist, vor allem der afrikanischen Kultur, wurde es uns möglich gemacht, einen Trommel- Schrägstrich Gesangskurs mit afrikanischer Musik mit zu machen. Demnächst wird vermutlich auch Tanz hinzu kommen, alles unterrichtet von einem Mitglied der Band "Mama Afrika". Ich bin eher unfreiwillig hineingerutscht aber es nimmt einen einfach mit, wenn man im Kreis sitzt und beginnt diese Rtyhmen zu spielen, zu singen, alle im Einklang und man sich fühlt, als wäre man Teil etwas wirklich fantastischem, etwas großem und wichtigem. Es macht unglaublich Spaß.
Gestern hatte die Trommelgruppe einen Auftritt in Dreieich bei Frankfurt am Main, 6 Stunden hin und 6 wiede rzurück.
Abfahrt von MD: 7:30 Uhr
wieder Ankunft in MD 1:30 Uhr des Folgetages.
Vor dem Auftritt durften wir an ein paar Workshop teilnehmen. Ich war in einem, das einem Tipps gegeben hat, wie man Fortschritte in der Schule am besten in Schülerzeitungen vermarkten kann, in einem, in dem man sich selbst ein Armband aus Leder und Draht und Kokoszeug und Band amchen konnte, das mir unheimlich gut gefällt und das ich auch jetzt gerade trage und als letztes war ich in einem Workshop, der sich "Poetry-Slam" nannte. Weißt du was das ist? Ich kann es nicht richtig erklären, also wenn nicht musst du wohl oder über googlen müssen. ;D
Ich war nur ganz am Ende des Workshops ein für wenige Minuten da und hatte das meiste verpasst, aber ein Teil davon wurde auch im späteren Bühnenprogramm aufgeführt und da gab es diesen einen Satz, der das ganze Publikum mit einem Mal zum Schweigen gebracht hat und uns eine Gänsehaut in den Nacken, was vermutlich nicht zuletzt an der Vortragsweise lag aber ich will dir den Satz auf keinen Fall vorenthalten:

Wenn das Leben zum Witz degradiert,
dann ist der Tod die Poente.

Ich möchte da jetzt gar nicht so viel Eigeninterpretation reinbringen sondern, dass du vielleicht in bisschen drüber nachdenkst. (: 

Naja, die zweite große Neuigkeit, die es gibt ist, dass ich mir ganz sicher bin, dass mich einem Freundin von mir verkuppeln möchte. Sie hatte vor einiger Zeit mal soetwas angedeutet aber ich bin eigentlich kein besonderer Befürworter von Verkuppelaktionen also war ich skeptisch und hab ihr gesagt, sie sollte das bitte lassen, naja, irgendiwe hat sie das auch getan aber ich bin mir nicht ganz sicher wie viel von dem, was seither passiert ist sie tatsächlich gelenkt hat. Ich meine, ich hab ihn heute zum ersten Mal getroffen. Zugegebenermaßen könnte ich mir wirklich vorstellen ihn echt gern zu haben. Ich hab das Gefühl wir schwimmen auf einer Welle und ich hoffe echt, das ne freundschaft draus wird. Danach kann man ja immer noch weitersehen, jedenfalls bn ich sehr gespannt was die Zeit zu bringt und das Jahr 2014. Achso und ... hast du schonmal Violinen live gehört? Das klingt wirklich wunderschön. (:Ich stehe dieses Jahr auf exaktem Gleichstand, was die Halbjahresnoten anbetrifft, wie AE: 1,31
Wir haben beide 4 Zweien auf dem Zeugnis, allerdings in unterschiedlichen Fächern und der weit gefürchtete Absturzt beim Wechsel von der Sekundarstufe I in die Oberstufe ist komplett aufgeblieben bei uns beiden, was man vom Rest der Klasse nicht gerade behaupten kann. So gesehen versauen wir den Schnitt mit unseren hervorragenden Noten. 
Als nächstes steht bei mir der große Karnevealsauftritt vom Tanzen an und ich freu mich einfach schon riesig drauf! Außerdem fange ich dann bald an, nach dem passenden Stoff für mein Abiballkleid zu suchen. Der Entwurf dazu existiert ja schon. :D Ich gratuliere dir auf jeden Fall zu deiner Verbesserung in der Schule und ich hab mich riesig über deinen Blogpost gefreut und hab dich ganz ganz dolle lieb!

Das Leben ist das, was man daraus macht!
~Evoliette
 
 

Schmetterling, immer

Dear Hanna.

Ich sitze hier gerade vor meinem Computer an einem chaotischen Schreibtisch, den ich eigentlich erst vor wenigen Tagen aufgeräumt habe, höre Daft Punk von Pentatonix und schaue immer wieder auf die Uhr, weil ich irgendwie schon Hunger habe, aber sicher nicht vor 12 Uhr etwas zu Mittag essen werde. Ich könnte so viele andere Dinge tun - Dr. House schauen oder schreiben oder lesen oder irgendetwas tun, was auf meiner To-Do-Liste steht wie die vielen Schulsachen, die anstehen. Aber stattdessen sitze ich nun hier und tippe einen Blogeintrag, der schon lange fällig war. Mich überkam gerade unbändige Lust, dir zu schreiben, das passiert mir manchmal, nur bei dir, aber ich finde das in Ordnung so und das hier steht ohnehin schon lange auf meiner Liste: DearMarySue.

Schon seit 25 Tagen steht nun in der Datumsangabe die Zahl 2014. Du hast Recht, wenn du sagst, dass sich außer dieser Tatsache nichts geändert hat. Ich habe immer noch mit unendlich vielen Problemen zu kämpfen, habe immer noch Menschen, die mir dabei helfen, die mich lieben und mir nicht von der Seite weichen. Ich bin immer noch die gleiche Person mit unbändigen Locken und fetten Möpsen, die in ihren Gedanken fies ist und sich nie traut, mal wütend zu werden. Ich bin immer noch dein Schmetterlingsengel mit Flügeln aus Tinte und zumindest das finde ich eigentlich nicht schlecht. Trotzdem sehne ich mich nach einer Veränderung und habe gleichzeitig Angst davor. Das ist komisch, dieser Zwiespalt zwischen Ich will und Ich habe Angst, aber Angst ist ohnehin quasi mein fundamentales Problem und ich tue viel und alles was ich kann, um weiterzukommen.

Mein Weihnachten war schön. Du weißt ja, wie sehr ich diese Zeit liebe, auch wenn der Schnee wieder einmal ausgeblieben ist. Ich habe viele schöne Geschenke bekommen und sie auch bereits alle fotografiert. Vielleicht komme ich ja irgendwann mal dazu, auf meinem neuen Blog darüber zu schreiben. Was mir A. geschenkt hat, will ich dir aber jetzt schon zeigen, weil es mich so glücklich gemacht hat. Überhaupt war ich in diesem ganzen Urlaub so unheimlich glücklich - mein Silvester, mein Geburtstag begann mit Freudentränen. Hast du schon einmal für Glück geheult? Es ist ein so wunderschönes Gefühl. Auf jeden Fall hat A. mir etwas geschenkt, das mich ebenfalls sehr gefreut hat, denn damit hatte ich überhaupt nicht gerechnet, obwohl ich schon häufiger erwähnt habe, wie sehr ich diese Blumen mag und liebe:

Eine weiße Rose. Ich fand das wunderschön, aufmerksam und so lieb. Ich habe allein bei dem Gedanken daran schon wieder Tränen in den Augen, weil mich noch nie ein Mensch so sehr geliebt hat, dass er mir eine Rose geschenkt hat. Ich werde geliebt und dieses Gefühl, das ist das Schönste, das ich je erlebt habe. Ich hoffe, dass du das auch erlebst; es ist so unbeschreiblich. Unüberfühlbar.

Meine andere Freundin hat mir ein Buch geschrieben. Zwei Wochen für 60 Seiten hat sie gebraucht, und obwohl es viele Fehler beinhaltet, ist es mein Schatz geworden, zusammen mit dem Ring, den A. mir außerdem noch geschenkt hat. Ich würde ihn dir ja jetzt auch zeigen, aber das Foto ist verschwommen geworden. Ein anderes Mal. Meine Winterferien waren so - ja, eben unüberfühlbar. Ich will dich nicht mit Details langweilen, aber es war, als wäre ich Zuhause angekommen. Klar bin ich noch jung und klammere mich an das Elternhaus, aber gleichzeitig kann ich es kaum erwarten, den Abschluss zu haben und studieren zu gehen. Ich will endlich unabhängig und frei sein, selbstständig von den Menschen, die mich 18 Jahre lang wütend gemacht haben. Endlich mein Leben selbst in die Hand nehmen, auch wenn ich Angst davor habe. Aber ich habe doch Hilfe, mehr als genug, und ein Schmetterling wie du und ich, der braucht eben auch das mal. Und sollte sich nicht scheuen, eine Hilfe anzunehmen, wenn er sie braucht.

Ich schreibe wieder, wenn auch etwas weniger, und ich lese ab und zu. Schule hat derzeit natürlich definitiv Vorrang und immerhin schaffe ich es im Semesterzeugnis zu einem guten Erfolg. Ich schreibe dir jetzt einfach mal meine Noten auf, weil ich es gerne teilen möchte; ich bin so stolz drauf, mich in einem halben Jahr so radikal verbessert zu haben. Seit ich ein Ziel habe, bin ich wirklich gut in der Schule. Das ist schön, und wichtig, denn fürs Medizinstudium muss ich wirklich, wirklich gut sein. Das macht mir ebenfalls Angst - aber notfalls werde ich halt was anderes. Solange es nur in meiner Hand liegt, ist alles gut. Alles wird gut.

Ethik 1
Deutsch 1
Englisch  3
Französisch 2
Geschichte 1
Biologie 1
Mathematik 2
Betriebswirtschaft 3
Business-, Präsentations- und Qualitätsmanagement 2
Rechnungswesen 3
Politische Bildung und Recht 2
Turnen 1
Projektmanagement 1
Multimedia & Webdesign 2
Netzwerktechnik 3
Softwareentwicklung 2

Das ist ein Notendurchschnitt von 1,9 - noch viel zu schlecht für das Medizinstudium, aber um weiten besser als mein letztes Zeugnis. Ich bin so stolz darauf und ich hoffe, dass auch meine Eltern es ein bisschen sein werden. Die haben sich mittlerweile, glaube ich, darauf eingestellt, dass ich immer mittelmäßig bleiben werde. Jetzt kann ich ihnen beweisen, dass ich doch noch was kann. Ich freue mich schon unheimlich auf ihre Gesichter, wenn sie dieses Zeugnis sehen.

Hier mache ich Schluss, sende dir mein neues Lieblingslied und ganz viel Liebe; mein kleiner Schmetterling, du bist so schön, so toll, so unheimlich lieb. Ich wünsche dir für dieses Jahr viel Erfolg, Glück und alles, alles was du dir wünscht. Ich hab dich lieb, kleine Hanna.


Ines.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Schmetterlingsengel

Dear Itsu,

es ist Weihnachten, das Fest der Liebe und ich weiß, dass du das magst. Ich hatte nicht wirklich vor gehabt heute zu bloggen, weder hier noch sonst irgendwo. Weißt du? Ich bin kein Winterkind. Ich bin froh, dass es so warm ist und das die ganze Familie beisammen ist, aber das ist es nicht, weshab ich bloggen. Ich meine, meistens blogge ich, wenn ich betrübt bin und irgendwie scheine ich das gerade zu sein. Dabei könnte alles so schön sein, ich meine, dabei IST alles so schön. Meine Großeltern sind noch am Leben und da und gesund und freuen sich unheimlich - ALLE freuen sich unheimlich und meine Mutter ist gestresst, so wie jedes Jahr, weil sie ja Essen macht und alles hübsch macht und alles organisiert aber ich helfe ihr dabei und ich glaube sie ist froh deshalb.
Sie und meine Großeltern sind gerade in der Kirche und ich sitze hier zu Hause allein in meinem Zimmer, weil mein Onkel und mein Vater einen schwarz-weiß-Film gucken und ich glaube mein Bruder auch. Sie haben es sich gemütlich gemacht und trinken Bier und obwohl ich Bier mag, fühle ich mich da überflüssig. (Vermutlich ist mir der Film auch einfach zu dumpf  - nichts gegen schwarz-weiß)
Whatever.
Ich habe Klamotten bekommen und meine heiß geliebte neuen Kamera, die ich aber erst laden muss bavor ich sie benutzen kann - logisch. Außerdem ein Buch, das Neue aus der "Haus der Vampire"-Reihe und Mon Cherie, weil ich die gern esse und eine Tasche für die Kamera und ein Nilpferdplüschtier von meinerm Bruder und ein Taschenmesser von AE. Über die letzten beiden Sachen habe ich mich, obwohl ich das ganze Jahr auf die Kamera gewartet habe, am meisten gefreut. Ich wollte schon immer ein Taschenmesser haben und auch das Nilpfersplüschi hat einen besonderen emotionalen Wert, der zu aufwändig wäre ihn hier zu erklären.
Jedenfalls haben sich alle total lieb und zu Weihnachten melden sich manche Menschen, die sich das ganze Jahr lang nicht melden. Jetzt gerade weiß ich aber eig. gar nicht genau, was ich hier soll weil alles irgendwie ist, wie ich es erwartet habe und alles wie jedes Jahr ist und ich eigentlich nicht will, dasss meine Mum nach der Kirche nach Hause kommt und in diesem Moment alle schlafen gehen, inklusive mir. Am liebsten würde ich wach bleiben, raus gehen un dirgendwas verrücktes machen.
Warst du schonmal an Heilig Abend draußen? Ich meine, ich wars vorhin um einer Nachbarsfreundin (ein paar Straßen weiter) ein Geschenk in den Briefkasten zu werfen und es ist wunderbar still in der Stadt und kaum ein Auto ist unterwegs, vereinzelt ein oder zwei Menschen ansonsten sind die STraßen wie leer gefegt und irgendwie finde ich das total schön, wäre ich nur nicht so allein damit.
Ich hätte Lust jetzt spazieren zu gehen.
Das ist ne total irrsinnige Idee weil ich jung bin, weiblich und allein und das hier trotz Weihnachten noch ne Stadt ist. Mal ganz abgesehen davon würden meine Eltern das nie zulassen. Trotzdem fühl ich mich jetzt und hier gerade total nutzloch, obwohl ich so viel Arbeit habe, zum Beispiel für das Kleid für die Fashionweek ... oder ich könnte meine ganzen Geschenke mal wegräumen.
Aber eigentlich will ich das nicht. Ich will das alles hier nicht. Ich will raus.

Das sollte nicht so sein an Heilig Abend, oder?
~Evoliette

PS: Das hier habe ich heute auf Tumblr gefunden (und natürlich gerebloggt) und ich musste an dich denken, mein kleiner Schmetterlingsengel.

Frohe Weihnachten, Liebes ♥

Donnerstag, 18. Juli 2013

Schmetterlingsleben

Dear Hanna.

Unser ganzes Leben besteht aus Entscheidungen. Manche davon fallen uns leicht. Wir treffen sie, ohne lange darüber nachzudenken. Vielleicht, weil wir genau wissen, was wir wollen, oder weil uns die Alternative zu schwer oder zu surreal vorkommt. Andere Entscheidungen halten uns nächtelang wach, bringen uns zum Grübeln und werfen unser ganzes Leben über den Haufen, weil sie uns Wege offenbaren, die wir nie für möglich gehalten haben. Entscheidungen bestimmen unsere Zukunft. Wir werden nie erfahren, ob sie richtig oder falsch waren. Wir können nicht wissen, ob die Alternative uns nicht vielleicht ein besseres Leben beschert hätte. Aber wir können stolz auf unsere Entscheidungen sein. Schließlich sind es unsere.

Ich habe diesen Absatz vor einer halben Ewigkeit geschrieben. Ich weiß nicht mehr genau, für welche Geschichte er gedacht war, aber als ich heute erneut deinen letzten Blogeintrag gelesen habe, ist mir der Gedanke gekommen, dass er vielleicht für dich bestimmt ist. Es ist dieser Schmetterlingseffekt, von dem du gesprochen hast: die kleinste Entscheidung kann zu immensen Auswirkungen führen. Aber egal, wie weh wir uns und anderen damit tun, trotz allem war es immer noch unsere Entscheidung. Und dazu können wir stehen, denn manche Menschen scheuen sich selbst davor, einfachste Entscheidungen zu treffen. Wir können stolz auf jede sein, weil wir das schaffen.

Hanna, ich lese derzeit den Manga Naruto von Masashi Kishimoto. Mein Lieblingscharakter Gaara stellt sich dabei eine Frage, die ich gerne mit dir teilen würde. Sie regt sehr zum Nachdenken an und ehrlich gesagt ist sie der Grund dafür, dass ich mich heute aufraffe und diesen Post tippe. Ich habe lange nach einem Anfang für ihn gesucht und als mir schließlich der Absatz über Entscheidungen wieder einfiel und ich auf Gaaras Frage stieß, fand ich einen.

WOFÜR LEBE, WOFÜR EXISTIERE ICH?

Glaubst du an das Schicksal, Hanna? Ich persönlich tue es nicht. Ich glaube, man kann seine Entscheidungen selbst treffen und damit sein Leben nach seinem eigenen Willen lenken und verändern. Ich kann mich dazu entscheiden, nach Deutschland zu ziehen und damit meiner Zukunft eine neue Richtung verpassen. Du kannst dasselbe tun. Das Schicksal fesselt uns meiner Meinung nach nicht an einen Punkt. Und jeder kommt einmal an diesen einen Punkt, an diese eine Frage: Weshalb lebe ich? Wieso wurde ich geboren? Dient meine Existenz einem höheren Zweck oder bin ich nutzlos? Wofür lebst du, Hanna? Was bezweckt dein Dasein?
Ich suche nach einer Antwort, aber ehrlich gesagt weiß ich es nicht. Ich bin einen gute Freundin für manche Menschen, habe viele traurig gemacht, und ich habe diesen einen, den wichtigsten Menschen in meinem Leben glücklich gemacht. Ich bin voller Liebe und Freude und gleichzeitig ist da dieser schwarze Fleck in meinem Herzen. Ich bin ein Gegenteil in mir selbst - Wofür bin ich auf dieser Welt? Für die Leben, die ich als Ärztin retten werde oder für die, die ich sterben lassen werde? Für meinen Mann, den ich liebe und den ich nicht mehr aufgeben werde? Um ihn glücklich zu machen? Lebe ich, einfach um des Lebens willen, für mich? Kannst du dir diese Frage beantworten, Hanna?

Ich glaube, jeder von uns kann selbst entscheiden, aus welchem Grund er auf dieser Erde weilt. Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich sagen: Ich lebe, um glücklich zu werden. Ich lebe, um meinen Mann glücklich zu machen und um seine und meine Träume zu erfüllen. Ich lebe, um Leben zu schenken, sei es für meine Kinder oder die vielen Menschen, denen ich als Ärztin helfen kann. Ich glaube, so, wie wir unsere eigenen Entscheidungen treffen können, können wir auch entscheiden, wofür wir existieren. Ich existiere, um Glück um mich herum zu schaffen, für mich und für all jene Menschen, die mir wichtig sind. Auch für dich.

Eine letzte Frage habe ich noch. Eine gute Freundin von mir hat sie sich selbst in einer Geschichte gestellt und auch geantwortet und diese Antwort ist so furchtbar schön war, dass ich sie dir auch mitteilen möchte. Vielleicht sollte man sich darüber im Klaren sein, wenn man etwas bewirken will. Wenn man andere glücklich machen will. Denn das ist die Quintessenz, die wir brauchen, um nicht nur uns selbst, sondern auch den Menschen um uns herum Freude zu schenken.

BIN ICH WERTVOLL?

Ich bin wertvoll, wenn ich glücklich bin.

Dienstag, 25. Juni 2013

Schmetterlingseffekt

Dear Itsu,
kennst du die Chaos Theorie?
Diese beiden Worte irrten mir im Kopf herum, also habe ich mir Wikipedia vorgenommen und beschlossen heraus zu finden, was es damit auf sich hat.
Ich weiß nicht, woher sie so plötzlich kamen, aber sie passten wie die Faust aufs Auge zu meinem derzeitigen Gefühlszustand.

Die Chaos Theorie, auch bekannt als der Schmetterlingseffekt bezeichnet die Tatsache, dass eine winzige, sei es auch noch so kleine Abweichung eine verheerende Wirkung auf das große und ganze haben könnte.

Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings in Brasilien einen Tornado in Texas auslösen?

Es gibt auch Filme, die diesen Namen tragen "Butterfly Effect". Ich habe davon gehört aber keinen gesehen, du vielleicht? Ich habe es mir auf jeden Fall vorgenommen.

Eigentlich wollte ich dieses Blogeintrag auf ~Evoliette schreiben, er sollte Chaos Theorie heißen, doch ich hatte überlegt, dass das vielleicht zu privat ist, um es zu veröffentlichen. Doch als ich "Schmetterlingseffekt" auf Wikipedia gelesen hatte, wusste ich natürlich sofort wohin mit meinen Gedanken - zu dir!

Gestern ist mir klar geworden, dass ich schon wieder alles auf eine Karte gesetzt habe, den gleichen Fehler gemacht habe wie immer. Ich habe mir schon vorher darüber Gedanken gemacht, als ich im Begriff war, es zu tun, aber ich habe es trotzdem getan und jetzt zahle ich den Preis dafür.
Dabei hat sich SO viel überhaupt nicht geändert, nicht augenscheinlich zumindest.
Es ist ein Gefühl, dass ich verloren habe, ein Gefühl, dass ich mit Worten nicht zu beschreiben vermag aber ohne welches ich mich einfach nur allein fühle. 

Ich bin kein Mensch, der sein Leben plant oder groß darüber nachdenkt, bevor er es tut. Ich mache es einfach, ich mache Fehler und ich büße dafür und ich verzeihe sie nicht, niemals.  
Aber es gibt gewisse Dinge, von denen geht man einfach aus, wenn man so lebt. Zum Beispiel bin ich davon ausgegangen, dass meine derzeitigen Freundschaften, oder sagen wir der Großteil davon, ein Ende nehmen wird, sei es nun früher oder später. Aber es gibt Freundschaften, in die ich mehr Hoffnung setzte, als in Andere, die Freundschaft zu dir, z.B., die zu Lucy, zu meinem Kleinen. Freundschaften, von denen ich nicht gedacht hätte, dass sie nicht allzu schnell enden würden, sondern die ich so lange wie möglich in meinem Herzen tragen wollte.
In den letzten Tagen hat sich dann gezeigt, wie falsch ich damit gelegen habe, denn in einer Freundschaft gibt es so viele Faktoren, ZU viele, die alles beeinflussen und schon die aller kleinste Abweichung kann alles zerstören und mein Leben, wie es jetzt ist, ändern. 
Der kleinste Fehler und sei es auch nur ein Gedanke, der heran wächst und zu einer Vorstellung wird, kann mein Leben zurück ins Chaos stürzen und ich muss damit rechnen, dass das jederzeit geschehen kann, denn passiert ist es mir schon oft genug.

Ich möchte mich nicht so fühlen wie jetzt, so als wäre etwas zerbrochen und trotz aller Bemühungen kann man es nicht wieder so zusammen setzten wie es war und es fühlt sich schlecht an, nicht richtig. Es fühlt sich einsam an ... schrecklich einsam. Und gestern abend, da war ich wieder an dem Punkt, an dem Punkt, an dem ich letztes Jahr schon einmal war und an den ich nie wieder zurück wollte: Am Punkt, an dem man darüber nachdenkt alles hin zu schmeißen, die Seile, die zwischen dir und deiner Umwelt liegen zu kappen und sich wieder zu isolieren, zu existieren, nicht zu leben ... nur, damit einem soetwas ja nie wieder passiert, damit man nie wieder diesen Schmerz fühlen muss und nie wieder die Fehler, diese Ohnmacht zu spüren bekommt. 

Ohnmacht und Einsamkeit, dass sind die schlimmsten Gefühle, schlimmer als Schmerz, denn allen Schmerz der Welt, kann man ertragen solange jemand da ist, der dir hilft wieder auf die Beine zu kommen und selbst Schmerzen zu erleiden ist besser, als dabei zusehen zu müssen, wie Unheil auf dich, oder auf Andere zu kommt ohne die Macht zu haben, es ab zu wenden. 

In meiner kleinen Welt hat gerade ein Schmetterling mit seinen Flügeln geschlagen.
~Evoliette

Sonntag, 17. März 2013

Schmetterlingsbande

Das Leben ist zu Stress geworden in den letzten Wochen und je mehr ich versuche, diesem Stress zu entkommen, desto stressiger kommt es mir vor. Ich versuche zu fliehen und es funktioniert nicht und das versetzt mich in Panik und ich renne davon, und das Leben holt mich immer wieder ein. Ich kann nicht glaube, dass ich in weniger als einem Jahr 18 Jahre alt sein werde und damit volljährig, dass ich nur noch zwei Jahre lang die Schule besuchen werde und dann in die große weite Welt entlassen werde. Ich kann nicht glauben, dass die Zeit so schnell vergeht und ich - nichts tue.

Aber dein Blogeintrag, den ich erst vier Tage später entdeckt habe, hat mich gerade fast zu Tränen gerührt, ehrlich. Da gibt es jemanden, meilenweit entfernt, zu dem ich eine Verbindung habe, die andere vielleicht nicht verstehen. Wir reden so wenig, schreiben kaum mehr, aber dennoch weiß ich genau, dass du da bist, dass auch du manchmal an mich denkst - wir teilen irgendetwas, liebe Hanna, dass ich selbst nicht ganz verstehe, aber es ist da. Ich hoffe, diese Verbindung hält noch eine lange, lange Zeit an.

Weißt du, was das Gefühl ist, das ich derzeit am meisten fühle? Vermissen. Ich vermisse die Zeit, in der wir tagtäglich geschrieben haben, ich vermisse die Zeit, als ich noch auf schueler.cc aktiv war und auch die, als ich noch mit den beiden Mädchen befreundet war, die so perfekt schienen. Ich vermisse viele Freunde, die ich mit der Zeit durch mein gelegentliches Untertauchen verloren habe und ich vermisse meine Tante, mit der ich derzeit sehr wenig schreibe. Ich vermisse das RPG von Schleicher und Charlie - irgendwann möchte ich diese Idee aufschreiben, wie eine Geschichte, falls man es mir erlaubt, Schleicher zu benutzen. Ich vermisse unser verwirrendes Twilight-RPG, bei dem ich nie wirklich durchgeblickt habe, so viele Handlungsstränge, whatthefuck? Vor allem vermisse ich gerade einen Freund von mir, der dieses Wochenende weg ist - er sollte jeden Moment wiederkommen, aber ich vermisse ihn trotzdem sehr. Es ist leerer ohne ihn.

Musik - ich liebe Musik, wie fast jeder Mensch auf Erden. Kennst du den Film Pitch Perfect? Ein wundervoller Film, ich habe ihn in den vergangenen vier Tagen dreimal angesehen. Dabei kam auch das Lied Titanium von David Guetta und Sia vor und eine Schulkameradin von mir hat mir ein Cover davon gezeigt, das mich einfach umgehauen hat. Diese Stimme, diese Power darin - ich höre es gerade in Dauerschleife, genauso wie einige Lieder aus Pitch Perfect. Schau dir diesen Film irgendwann an, liebe Hanna, und du wirst sehen, er wird innerhalb weniger Minuten dein Lieblingsfilm werden.

TITANIUM



PITCH PERFECT - FINAL PERFOMANCE
 [damit verrate ich dir aber das Ende des Filmes, ähm.]
 

Ich hab dich so unglaublich viel lieb, meine wundervolle Hanna. Ich vergesse dich nicht, wenn wir nicht schreiben, vergiss das bloß nicht. ♥
ines.

Mittwoch, 13. März 2013

Schmetterlingsspiegel

Itsu, ich habe gerade meine Folge HIMYM mittendrin abgeschaltet, aus dem Impuls heraus zu bloggen, doch während mein Computer hoch fuhr stellte ich fest, dass es nicht ~Evoliette war, wo ich schreiben wollte.
Bei all dem Schneewetter hier denke ich an Schmetterlinge.

Ich bin müde, wie an allen Tagen der letzten Wochen und Monate. Ich bin des Lebens müde [lebensmüde-] und vor allem bin ich einfach nur erschöpft von meinen Gedanken, erschlagen von ihnen, jenen, die ich nicht aus meinem Kopf verbannen kann, obwohl ich es so gerne tun würde. Es ging mir schon einige Male so, glaube ich, falls ich mich recht erinnere, diese Lustlosigkeit, die sich über Wochen hinzieht, in der ich alles vergesse und alles um mich herum unwichtig erscheint und es mir so vorkommt, als würde alles rennen - und ich stehen. 
(Itsuka - → onze)

Ich schreibe nicht obwohl ich gerade alles schreiben könnte, was immer ich wollte. Ich habe offene Posts und Steckbriefe in so vielen schönen Rpgs, muss noch Entwürfe zeichnen und ein Geschenk für einen Freund basteln aber ... ich bin so erschöpft. Ich bleibe auf dem Boden sitzten, weil ich mich zu schwer fühle auf zu stehen und mich auf den Stuhl zu setzten. Ich friere, die ganze Zeit und dazu kommt jetzt auch noch dieses unerträgliche Wetter. ... und deine Worte sprechen mir auf der Seele, wie so oft. (:

Ich habe beschlossen hier zu posten noch bevor ich gemerkt habe, dass es einen neuen Post in deinem Blog gibt und siehe da ... da dachte jemand an mich. (: Es ist so schön, ich hab mich so gefreut. 


Itsuka,
ich habe schon Vorprüfungswoche. In 27 Tagen werde ich 16, aber ich habe überhaupt nicht das Gefühl, schon so alt zu sein. Ich fühle mich so klein, wie ein Kind, so jung ... nicht so, als wäre ich in 2 Jahren volljährig, als könnte ich nächstes Jahr den Führerschein machen und theoretisch schon arbeiten gehen oder eine Familie gründen... 
Ich fühle mich, als würde die Welt um mich rasend schnell fort laufen, als würde jemand auf den Vorspulknopf auf der Fernbedienung drücken während ich noch auf Pause stehe. Ich habe nicht das Gefühl, als würde ich auch nur annähernt an mein Umfeld heranreichen und es frisst mich auf.
Wieso weiß ich nicht, wie alle anderen, wo ich einmal sein möchte? Was ich werde möchte und was für eine Familie ich haben möchte?
Ich fühle mich so klein, viel zu schwach um mit Anderen mithalten zu können, viel zu schwach um mein Leben weiterhin in den eigenen Händen halten zu können, allgemein viel zu schwach ... für alles.

Es tut mir Leid, dass ich so lange gebraucht habe für diesen Mary-Sue-Brief, 3 Monate sind zu viel. Ich hätte mich melden müssen, habe ich aber nicht. dafür liebe ich es, deinen Blog zu stalken. 
Du kannst mir ja mal wieder schreiben, wenn du möchtest und Zeit findest, kein Stress.
Ich hab die lieb, Kleines.
~Evoliette