Dear Hanna.
Ein Jahr und länger ist es jetzt her, dass du deinen letzten Post auf "Evoliette" veröffentlicht hast. Ein Jahr, in welchem ich nichts von deinem Leben gelesen habe, mal abgesehen von deinen "Dear Mary Sue" Posts hier, die mich halb zum Weinen brachten vor Freude, die mich glücklich machten in sehr, sehr dunklen Momenten, in denen ich genau das gebraucht habe. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht, nicht wahr? Ein Jahr. Kaum zu glauben, dass jetzt wieder Schnee liegt, dass Adventszeit ist, ich jeden Tag ein Türchen öffnen kann, Weihnachten entgegen fiebere. Es ist Adventszeit... Manche denken in dieser Zeit an ihre Familien, ich denke an dich.
Ich weiß nicht, ob ich sagen kann, dass es mir gut geht. Gerade geht es mir gut. Gerade fahre ich von Karlsruhe nach Hause, hatte ein wunderschönes Wochenende mit meinem Freund und bin motiviert, gut drauf, ja, vielleicht sogar glücklich. Ich weiß aber auch, dass es Tage gibt, an denen ich diese Art von Gefühlen nicht nachvollziehen kann, an denen es mir alles andere als gut geht und ich fürchte diese Tage, diese Tage, an denen Nacht in meinem Herzen ist und ich nicht so fliegen kann, wie ich es gerne tun würde. Ich habe immer Angst vor diesen Tagen.
Ich schreibe nicht mehr viel, mal abgesehen von einigen Rollenspielen. Ich versuche es ab und an, aber mir fehlen die zündenden Ideen, die Ausdauer, die Zeit und Lust, mich hinzusetzen und einfach mal Seiten um Seiten zu füllen. Manchmal schaffe ich es, ein oder zwei Seiten zu schreiben, bei der Geschichte um Hanna und Thea, die in La Push landen, zum Beispiel, aber es ist nicht mehr so wie früher, wo die Worte einfach geflossen sind wie Honig. Ich werde erwachsen, ist es das? In ein paar Wochen werde ich 22 Jahre alt. Ich habe eine Wohnung, ein Studium, Arbeit, eine Beziehung. Fühlt sich alles schon sehr erwachsen an. Ich meine, ich hole Preisvorschläge für Laminat ein. Krass.
Leben macht manchmal müde... Erwachsen sein macht müde... Diese Routine, die es mit sich bringt, das Studium, für das man aufsteht, die Routine in der Arbeit, den Haushalt zu schmeißen, die Zeit, die man in eine Fernbeziehung investiert, den Rest der Zeit so zu koordinieren, um auch andere Freunde nicht komplett vor den Kopf zu stoßen... Leben ist anstrengend, aber irgendwie liebe ich es so sehr. Ich atme... Ich atme momentan gerne, und das ist das Beste, was ich gerade schreiben kann, für mich, dass ich momentan gerne atme, nicht damit aufhören möchte. Worte bringen mich momentan kaum zum Schweben, zum Fliegen, ich versuche wieder mehr zu lesen, ich schreibe meinen Blog (hey, siehst du, wie lange ich ihn schon führe, nach all den Jahren, in denen ich das nicht geschafft habe?), aber es geht nichts anderes über Musik. Musik ist das, was mich momentan am meisten zum Fliegen bringt, kennst du das Gefühl? Einfach die richtige Musik und dann schwebt man. Vielleicht wurde die Tinte aus meinen Flügeln gesaugt, vielleicht ist sie weg, oder sie ist begraben, ich weiß es nicht... Aber ich atme immer noch, und ich denke immer noch an dich. So oft!
Liebe Hanna, ich hoffe, dass auch du Freude hast am Atmen und am Leben. Am Erwachsenwerden, so anstrengend und ermüdend es manchmal auch sein kann. Schreib mir mal wieder, schlag ein wenig mit deinen eigenen Tintenflügeln, vielleicht geben auch meine dann mal wieder etwas von sich. Bis dahin wünsche ich dir eine wunderschöne Adventszeit und Weihnachten mit deinen Liebsten. Ich denke auch weiterhin an dich.
Ines
Sonntag, 3. Dezember 2017
Dienstag, 13. Juni 2017
Dear Mary Sue IV
Hay Liebes,
ich schreibe dir, weil ich zurzeit versuche, regelmäßig deinen Blog zu lesen (damit ich nicht wieder soviel auf einmal verpasse) und weil ich eben deine letzten zwei Blogeinträge gelesen habe und weil ich gelesen habe, dass es dir immernoch nicht wirklich gut geht.
Du bist derzeit der einzige Mensch, dem ich schreibe. (chatten zählt nicht, ich meine schreiben - SCHREIBEN) Ich habe aufgehört mein Leben in meinem Blog festzuhalten als der größte Teil meines normalen Lebens ein Ende nahm und jetzt sitze ich hier in der Vorlesung und studiere.
Ich habe mein Leben so voll gepackt(wie immer), dass ich nicht dazu komme, mir über meine zwischenmenschlichen Beziehungen großartig Gedanken zu machen und mal abgesehen von ein paar kleineren Rückfällen ab und an mitten in der Nacht nachdem ich mit Teddy geschrieben habe oder wenn ich gerade unter Alkoholeinfluss stehe, klappt das ganz gut.
Ich komme deshalb anderen Menschen kalt vor.
Zurzeit studiere ich und sehe einen merkwürdig beruhigenden Rhythmus darin. Wir bekommen Aufgaben, die wir sieben Tage später abgeben müssen und wir arbeiten und arbeiten bis zu den nächsten Prüfungen und dann arbeiten wir wieder und dann kommen wieder die nächsten Prüfungen und das wird noch mindestens vier Semester für mich so gehen und ich weiß, dass mir solange nichts passiert. Ich muss einfach leben und lernen, Aufgaben machen und studieren und ich weiß, dass solange ich das tue einfach alles konstant bleibt. Das hilft.
In viert Tagen heiratet AE. Ich hab ihn seit meinem Abiball nicht mehr gesehen, der ironischerweise auf den Tag genau ein Jahr vor seiner Hochzeit war, wenn ich gerade so darüber nachdenke. Früher habe ich ihn jeden Tag gesehen und jetzt hat er mit meinem Leben absolut nichts mehr zu tun und auch wenn ich ab und an an diese Hochzeit denken muss (daran, wie weit entfernt das alles für mich ist und wie ich damals reagiert habe, als ich davon erfuhr, dass sie verlobt waren) finde ich es erstaunlich, wie wenig mich all das noch trifft. Auch das Lucy Probleme hat. Oder wie einsam manche Leute sind.
Emmanuel habe ich vor ein paar Wochen das erste Mal seit meinem Abiball wieder gesehen und er hat sich so verändert. Im Grunde genommen sah er für mich genauso aus, wie damals als ich ihn kennengelernt hatte. Nichts als eine Maske. Aber vielleicht geht es ihm gut so. Und irgendwie ist es mir auch egal und manchmal macht es mich traurig.
Worauf ich hinaus will:
Es geht dir immernoch nicht gut, Itsu. Und ich lese, dass du dich mit deiner Mitbewohnerin streitest, mit der du dich doch früher so gut verstanden hast und ich lese, dass es für dich ein Kontra ist wieder näher an Österreich heranzuziehen, wo deine Familie wohnt. Ich hingegen wohnte mein ganzes Leben in ein und derselben Stadt und komme kaum raus und selbst ich habe es geschafft mich - vollständig unabsichtlich - von allem zu trennen, was in meiner Vergangenheit lag. Das passiert einfach. Es passiert von ganz allein.
Vielleicht ist das Zusammenwohnen gar nicht schuld daran, dass du und Lena euch streitet, vielleicht hättet ihr euch auch auseinandergelebt wenn ich ganz lange nichts zutun gehabt hättet oder ihr hättet euch gestritten und vielleicht (oder besser - vermutlich!) würdest du es auch schaffen den Kontankt zu deiner Familie so loose zu halten wie du möchtest, wenn du in Örsterreich wohnen würdest.
Du bist niemandem etwas schuldig.
Ich glaube ich habe es dir in meinem letzten Post schonmal geschrieben aber wenn es Menschnen schlecht geht, wenn sie Depressionen haben oder sich umbringen wollen, dann haben sie immernoch Depressionen, wollen sich umbringen und es geht ihnen schlecht, wenn du nicht mehr bei ihnen bist - wenn du dich nicht mehr kümmerst.
Du bist nicht Schuld am Elend der Welt aber genausowenig kannst du etwas dagegen tun, dass es dieses Elend gibt.
Es tut mir Leid, dass es dir immernoch nicht wieder besser geht, Liebes. Ich mache mir von hier aus wirklich Sorgen um dich. Ich wünsche dir, dass du bald wieder ein bisschen Licht siehst. Licht von dir, nicht von Sofa oder von irgendwelchen anderen Menschen, Licht, das aus dir herausstrahlt.
Weil du das nämlich allein schaffen kannst! (Glaub mir)
Und vielleicht solltest du auch einfach nur studieren.
Ich hab dich sehr lieb.
Pass auf dich auf bis zum nächsten Post.
~Evoliette
ich schreibe dir, weil ich zurzeit versuche, regelmäßig deinen Blog zu lesen (damit ich nicht wieder soviel auf einmal verpasse) und weil ich eben deine letzten zwei Blogeinträge gelesen habe und weil ich gelesen habe, dass es dir immernoch nicht wirklich gut geht.
Du bist derzeit der einzige Mensch, dem ich schreibe. (chatten zählt nicht, ich meine schreiben - SCHREIBEN) Ich habe aufgehört mein Leben in meinem Blog festzuhalten als der größte Teil meines normalen Lebens ein Ende nahm und jetzt sitze ich hier in der Vorlesung und studiere.
Ich habe mein Leben so voll gepackt(wie immer), dass ich nicht dazu komme, mir über meine zwischenmenschlichen Beziehungen großartig Gedanken zu machen und mal abgesehen von ein paar kleineren Rückfällen ab und an mitten in der Nacht nachdem ich mit Teddy geschrieben habe oder wenn ich gerade unter Alkoholeinfluss stehe, klappt das ganz gut.
Ich komme deshalb anderen Menschen kalt vor.
Zurzeit studiere ich und sehe einen merkwürdig beruhigenden Rhythmus darin. Wir bekommen Aufgaben, die wir sieben Tage später abgeben müssen und wir arbeiten und arbeiten bis zu den nächsten Prüfungen und dann arbeiten wir wieder und dann kommen wieder die nächsten Prüfungen und das wird noch mindestens vier Semester für mich so gehen und ich weiß, dass mir solange nichts passiert. Ich muss einfach leben und lernen, Aufgaben machen und studieren und ich weiß, dass solange ich das tue einfach alles konstant bleibt. Das hilft.
In viert Tagen heiratet AE. Ich hab ihn seit meinem Abiball nicht mehr gesehen, der ironischerweise auf den Tag genau ein Jahr vor seiner Hochzeit war, wenn ich gerade so darüber nachdenke. Früher habe ich ihn jeden Tag gesehen und jetzt hat er mit meinem Leben absolut nichts mehr zu tun und auch wenn ich ab und an an diese Hochzeit denken muss (daran, wie weit entfernt das alles für mich ist und wie ich damals reagiert habe, als ich davon erfuhr, dass sie verlobt waren) finde ich es erstaunlich, wie wenig mich all das noch trifft. Auch das Lucy Probleme hat. Oder wie einsam manche Leute sind.
Emmanuel habe ich vor ein paar Wochen das erste Mal seit meinem Abiball wieder gesehen und er hat sich so verändert. Im Grunde genommen sah er für mich genauso aus, wie damals als ich ihn kennengelernt hatte. Nichts als eine Maske. Aber vielleicht geht es ihm gut so. Und irgendwie ist es mir auch egal und manchmal macht es mich traurig.
Worauf ich hinaus will:
Es geht dir immernoch nicht gut, Itsu. Und ich lese, dass du dich mit deiner Mitbewohnerin streitest, mit der du dich doch früher so gut verstanden hast und ich lese, dass es für dich ein Kontra ist wieder näher an Österreich heranzuziehen, wo deine Familie wohnt. Ich hingegen wohnte mein ganzes Leben in ein und derselben Stadt und komme kaum raus und selbst ich habe es geschafft mich - vollständig unabsichtlich - von allem zu trennen, was in meiner Vergangenheit lag. Das passiert einfach. Es passiert von ganz allein.
Vielleicht ist das Zusammenwohnen gar nicht schuld daran, dass du und Lena euch streitet, vielleicht hättet ihr euch auch auseinandergelebt wenn ich ganz lange nichts zutun gehabt hättet oder ihr hättet euch gestritten und vielleicht (oder besser - vermutlich!) würdest du es auch schaffen den Kontankt zu deiner Familie so loose zu halten wie du möchtest, wenn du in Örsterreich wohnen würdest.
Du bist niemandem etwas schuldig.
Ich glaube ich habe es dir in meinem letzten Post schonmal geschrieben aber wenn es Menschnen schlecht geht, wenn sie Depressionen haben oder sich umbringen wollen, dann haben sie immernoch Depressionen, wollen sich umbringen und es geht ihnen schlecht, wenn du nicht mehr bei ihnen bist - wenn du dich nicht mehr kümmerst.
Du bist nicht Schuld am Elend der Welt aber genausowenig kannst du etwas dagegen tun, dass es dieses Elend gibt.
Es tut mir Leid, dass es dir immernoch nicht wieder besser geht, Liebes. Ich mache mir von hier aus wirklich Sorgen um dich. Ich wünsche dir, dass du bald wieder ein bisschen Licht siehst. Licht von dir, nicht von Sofa oder von irgendwelchen anderen Menschen, Licht, das aus dir herausstrahlt.
Weil du das nämlich allein schaffen kannst! (Glaub mir)
Und vielleicht solltest du auch einfach nur studieren.
Ich hab dich sehr lieb.
Pass auf dich auf bis zum nächsten Post.
~Evoliette
Freitag, 28. April 2017
Dear Mary Sue II + III
So before I save someone else, I’ve got to save myself
So Liebes, hier bin ich wieder.
Das Lied hab ich aus offensichtlichen Gründen angehangen. Es passt zu dir, denn es gibt eine Sache, die ich dir gern in dein hübsches Lockenköpfchen hämmern würde, damit sie sich dort festpflanzt und bei Zeiten nicht mehr verloren geht:
Es ist nicht an dir, andere Menschen zu retten.
Wirklich nicht. So sehr du dich um Menschen sorgst, so sehr du dich kümmerst, so sehr sollte es bei dir an erste Stelle stehen, dich um dich selbst zu kümmern. Damit will ich nicht sagen, dass es eine gute Idee wäre, nur noch das zu machen, was du willst, aber ich denke ein spontanes Wochenende bei Menschen, die du liebst ist schonmal ein guter Anfang und ich hoffe, du lässt es nicht zu, dass dir das andere Leute wieder schlecht reden.
Ich habe eine Freundin, deren erster Freund ebenfalls krank war, ebenfalls Medikamente nahm, ebenfalls offene Selbstmordgedanken hatte. Seine Therapie hatte er, so wie ich das verstanden hatte, irgendwann abgebrochen, Sie hat versucht ihn zu retten und als sie feststellte, dass das nicht in ihrer Macht lag ohne selbst daran zu zerbrechen beschloss sie, sich von ihm zu trennen. Es geht einfach nicht, dass man von Menschen (egal absichtlich oder unabsichtlich, aus Krankheitsgründen oder bei vollkommener Gesundheit) als Spielball behandelt wird. "Sei für mich da und dann stoß ich dich wieder weg." Bei meiner Freundin ging es schließlich so weit, dass er ihr eintrichterte, wenn sie ihn verlässt, dann bricht er sich um.
Ich hoffe einfach, dass du dich von nichts und niemanden in so eine Lage drängen lässt. Wer solche Gedanken hat, wem es so schlecht geht, dem geht es schlecht und der wird diese Gedanken auch haben, egal ob du dich in ihrem/seinem Leben befindest oder nicht, egal ob du dich um sie kümmerst oder nicht. Diese Menschen haben ein Problem mit sich selbst, dass sie nur aus eigener Kraft lösen können.
So wie du dich auch nur selbst schützen, selbst retten kannst.
So wie wir uns alle nur selbst retten können.
Vielleicht ist der beste Weg dahin, einige Kontakte zu kappen, vielleicht wäre es das Beste, alles hinter sich zu lassen. Vielleicht wäre es die Entscheidung, monogam zu sein ... oder einfach eine Weile allein. Niemand kann dir sagen, was du zu tun oder zu lassen hast. Es gibt keine allgemeingültige Lösung für alle Probleme. Man stößt im Leben immer Menschen vor den Kopf, verletzt sie - verlässt sie. Aber ruf dir auch ins Gedächtnis, das die Entscheidung FÜR einen Menschen, nicht zwingend auch die Entscheidung GEGEN einen anderen ist, sondern dass die Menschen, die dir soetwas vorwerfen, das für sich selbst so aufnehmen. Es sind sie, die dir die Ultimaten stellen und damit auch sie, die es zu einer persönlichen Sache machen, wenn du eine Entscheidung triffst.
Es ist nicht deine Schuld.
Du kannst nicht immer Entscheidungen ausweichen. Du kannst nicht auf alle Rücksicht nehmen aber bitte, Liebes: Nimm Rücksicht auf dich.
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Ines,
erinnert du dich noch daran, dass wir früher immer Rollenspiele schreiben wollten, in denen alle verfügbaren männlichen (und meistens sehr sehr tollen) Charaktere auf ein und das selbe Mädchen standen? Oder höchstens mal auf zwei? Möglichst zeitgleich, damit es etwas Drama gab? Damit im Rollenspiel dann auch etwas PASSIERTE.
Ich sehe die Verwirklichung unserer Rollenspiele, allerdings nicht in einer Geschichte, sondern in deinem Leben zurzeit wieder.
Einen Tag schreibst du darüber, dass du dir nur wünschst, für irgendjemanden eine Nummer 1 zu sein, der für dich auch eine Nummer 1 ist. Einen Monat später, hattest du gleich zwei Menschen, auf die das zutraf.
Und trotzdem ging es dir damit nicht gut.
Unsere Rollenspiele sorgten dafür, dass immer irgendjemand irgendwo Sex hatte (oder zumindest ein Date) während sich andere stritten und es wieder anderen schlecht ging. So läuft das eben, bei so vielen Beziehungssträngen. Schon in Rollenspielen war es manchmal schwierig, überhaupt noch den Überblick zu halten und ich will mir nicht vorstellen wie es ist, wenn man das in echt durchmacht.
Aber hey. Du bist dieses Mädchen.
Ich lese in deinem Blog sehr viel davon, dass du dich außen vor - dass du dich allein fühlst - überflüssig. Andererseits lese ich von so vielen Leuten, denen du den Kopf verdrehst. Alina, Marudor, Sofa um ein paar Namen zu nennen. Es sind noch mehr.
Du hast nur so viele Probleme mit ihnen, weil du ihnen nicht egal bist. Sie lieben dich und sie hassen dich weil sie etwas für dich empfinden ... und nicht nur irgendetwas, Du machst dich manchmal selbst so klein und denkst, dass sie dich eher in ihrem leben "dulden", dass du nur darin bist, weil du so unbedingt darin bleiben möchtest, weil du dich "aufdrängst" und eigentlich bist du ja unwichtig.
Dabei siehst du gar nicht, dass du diese ganzen Probleme und scheiß Gefühle nur hast, weil sie so stark für dich empfinden.
Die bist das Mädchen, dass sie lieben. Aus einem Grund. Aus vielen Gründen. Du bist absolut liebenswert, Itsu Wenn du das siehst, dann hast du den Sinn von meinen Blogposts hier erfasst.
Ich bin nicht dafür da, dir irgendwelche Vorschriften zu machen, dir zu sagen "das und das machst du falsch" und "das und das solltest du machen". Ich bin dafür da, als stiller Mitleser an deinem Leben teil zu nehmen, dir meine Eindrücke dazu zu vermitteln, da zu sein, wenn du mich brauchst (was ich in den letzten Monaten nicht war und das tut mir Leid) und irgendwie bin ich auch dazu da, auf dich ein bisschen aufpassen.
Aber in erster Linie musst du auf dich selbst aufpassen.
Bis dahin alles Liebe,
~Evoliette
Donnerstag, 27. April 2017
Dear Mary Sue I
Hay Itsu,
wie du weißt, ich habe die Zeit seit meinen Semesterferien damit verbracht deinen Blog zu lesen.
Komplett.
Und das meine ich so. Ich habe alles gelesen - von Anfang an - auch das, was ich schon kannte, einfach um nochmal alle Anfänge zu wissen, Zusammenhänge und vor allem: Namen, Namen über Namen. Meine Laptop zeigt mir an, dass ich noch Akku habe für zwei Stunden, die Vorlesung geht noch 60 Minuten, also los:
1) sich kümmern
Diese Seite heißt Dear Mary Sue und kam damals zu Stande, als mein Kontakt zu Tabea abbrach aber ich weiß gar nicht, ob du dich noch daran erinnerst, mit was das damals alles zusammenhingt. Einer der Gründe damals war Michelle, die mit ihren öffentlichen Selbstmordgedanken und dem ständigen hin und her "ich bin Schuld" und "es liegt an allen anderen und die ganze Welt ist eben kacke" alle, die sich davon beeindrucken ließen dermaßen in ihren Bann zog, dass sie anfingen sich um sie zu kümmern und das, was in diesem Fall nicht so wichtig, nicht so problematisch, dramatisch war, vernachlässigten.
Ines, du kümmerst dich.
Ich habe von all deinen Problemen gelesen, was dich aufgemuntert und vor allem: was dich runtergezogen hat innerhalb des letzten Jahres und das Meiste davon, hatte irgendwie (mal direkt, mal indirekt) damit zutun, dass du dich um Menschen sorgst. Vor allem um Marudor, der scheinbar wirklich Hilfe braucht, aber letztendlich bürdest du dir all das auf, weil du dich kümmerst. Michelle und ihr ganzes Drama ging mir damals ehrlich am Arsch vorbei und ich bin jemand, der generell nicht viel auf andere Menschen gibt, im Grunde genommen mag ich sie ja überhaupt nicht. Aber dir sind Menschen nicht egal. Du hast Mitgefühl in einem unglaublichen Ausmaß und du kümmerst dich um andere, selbst wenn du dich eigentlich um dich selbst kümmern solltest und das ist, egal wie egoistisch du dich manchmal fühlen magst, selbstlos und aufopferungsvoll.
2) da sein
Ich habe mich damals wirklich im Stich gelassen gefühlt. Du hingegen bist eine der wenigen Menschen in meinem Leben, die bleiben, einfach IMMER bleiben. Du hast viel zu tun und ich auch aber ich kann darauf zählen:
Du bist (m)eine Konstante.
Ich habe seit letzten Jahr September gemerkt, wie schnell Menschen, die an als Freunde betrachtet hat, die an deiner Seite waren über Jahre einfach verschwinden. Ich habe Konstanten wie dich schätzen gelernt, denn genau das bist du. Du bist einfach da. Manchmal ist da sein alles, was man tun kann aber manchmal ist da sein auch das Einzige was man braucht. Egal wie oft du deine Blogs wechselst und umgestaltet, egal wie wuselig es in deinem Inneren immer aussieht, wie oft du deine Meinung änderst und sie wieder änderst, für mich bist du da. Du bist einfach da und für mich ist das absolut fantastisch.
3) lieben
Ich glaube ich habe in der langen Zeit, die wir nun keinen Kontakt hatten bestimmt 5 oder 6 Mal (oder öfter?) einfach mal ein Herzchen bekommen, oder eine virtuelle Umarmung, einfach etwas, das mir sagt, dass du mich lieb hast.
Du liebst.
Du liebst unglaublich doll und unglaublich viel und das ist zwar einer der Dinge, die dir zurzeit so viele Probleme bereiten, aber es ist etwas, worauf du so stolz sein kannst. Wenige Menschen sind dazu im Stande jemand anderem bedingungslose Liebe entgegen zu bringen. Ich sehe es an meiner Lucy und ich sehe es an N. und an vielen, vielen anderen Menschen. Sie lieben unter Vorbehalt. Du liebst einfach. Du lernst Menschen kennen und verknallst dich, du schließt sie in dein Herz und lässt sie nicht mehr gehen und auch wenn dir das ab und zu weh tut, auch wenn es dich quält und dich zu Boden wirft, du schaffst es, dir die Liebe in deinem Herzen zu bewahren und dich nicht gegen sie zu stellen. Du wirst niemals zu einer grummligen, alten Katzenoma werden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es irgendwann mal eine Zeit gibt, in der du niemanden liebst.
Und irgendetwas von dem, was man gibt, kommt immer zurück.
4) schreiben
Itsu, ich habe deinen Blog gelesen wie ein gutes Buch. Ich habe gemerkt, wie ich in der Vorlesung saß und wenn sie vorbei war, wie aus einem Trau gerissen wurde als ich den Laptop schließen musste und aufhörte zu lesen. Es ist wie dieser Moment, wenn man in einem Buch gefangen ist und sich komplett in der Geschichte verliert. Ich war in der Welt denn:
Du hast die Fähigkeit mit Worten, Welten zu erschaffen, aus denen man gar nicht mehr raus will.
Darüber haben wir uns kennen gelernt, über Worte. Diese Worte halten diesen Blog aufrecht, sie stützen unsere Beziehung und verbinden unsere Flügel zu etwas, was wirklich flugfähig ist. Du schreibst so unfassbar gut und du machst Menschen damit glücklich - völlig fremde Menschen, die versehendlich auf deiner FF-Seite landen aber auch Bekannte, wie mich, die sich Posts von dir immer und immer wieder durchlesen könnten, einfach weil sie toll sind - weil du toll bist! Das Schreiben ist toll an dir.
5) spontan sein
Ich habe in deinem Blog sehr sehr oft gelesen "und dann bin ich nach "XYZ" gefahren", "und dann fuhr ich zu ... nach ..." einfach so. Und dann bist du für sie da oder andersherum: lässt dich von ihnen trösten, aufbauen und schläfst bei ihnen oder in einem Hotel ohne mit der Wimper zu zucken.
Weißt du, dass ich bestimmt an einer Hand abzählen könnte, wie oft ich Magdeburg ohne meine Eltern mal verlassen habe? Ich habe noch nie ein Hotelzimmer bestellt und wenn ich mal mit dem Zug irgendwohin fahre, bestelle ich das Ticket Wochen vorher aus Angst, ich könnte irgendwo im Nirgendwo landen. Du fährst weg. bringst stundenlange Zugfahrten hinter dich als wäre es nichts ohne jegliche Vorbereitung getroffen zu haben. Du verabredest dich mit Leuten in anderen Städten, die du noch nie gesehen hast und bist bei all dem so unglaublich selbstständig und immer wieder so spontan, dass man echt neidisch werden könnte.
Du bist spontan.
Und egal wie oft du denkst, du gehst Leuten auf den Keks, das ist eine Eigenschaft, die dich umgänglich macht und auf jeden Fall alles andere als anstrengend.
6) sich einbringen
Du bist während der Zeit, in der wir uns kennen der SMJG beigetreten und bist darin nicht nur aufgeblüht sondern hast dich auch sofort eingebracht. Du bringt dich in Schreibprojekte ein, nimmst an Events teil. Du gehst raus. Klar, am liebsten kuschelst du dich bei deinen geliebten Menschen oder einfach zu Hause irgendwo ein und "flauschst" Menschen oder Ivo oder wirst "geflauscht". Aber du scheust dich nicht, auf Menschen zu zugehen. Du bist kommunikativ, dir fällt es nicht schwer, Kontakte zu knüpfen und:
Irgendwie schaffst du es immer, teilzunehmen, dich einzubringen.
Du nimmst am Leben teil und siehst nicht nur zu, statt dessen reist du herum, siehst was von der Welt, triffst Menschen und wieder neue Menschen und erlebst Dinge. Du bist nicht nur Zuschauer deines Lebens, egal wie machtlos du dich manchmal fühlst. Das führt mich gleich zu Punkt 7:
7) mutig sein
Ines, du hast den Mut aufgebracht, deine Beziehung zu Andre nach JAHREN zu beenden. Du hast die Kraft, dich von Menschen loszureißen, die nicht gut für dich sind (auch wenn du vielleicht meistens noch zu lange brauchst um sie von denen, die gut für dich sind zu unterscheiden). Du bist nicht nur in eine andere Stadt, sondern gleich in ein anderen Land umgezogen, aus eigenem Antrieb, aus eigener Entschlossenheit. Du bist unsagbar mutig. Du hast schon so viel geschafft. Du bist selbstständig und auch wenn du es dir selbst nicht zutraust, du kommt allein klar. Du hast schon so viel geschafft in deinem Leben, wieso sollten die nächsten Herausforderungen nun plötzlich zu hoch sein?
Du bist zwar ein lockenköpfiges, kleines, knuffiges Ding aber du bist stark und mutig und es gibt Menschen, die zu dir aufsehen.
Ich zum Beispiel.
Jetzt ist meine Vorlesung erstmal vorbei und ich werde in die Mensa gehen um was zu essen und danach muss ich wieder Uniübungen machen aber ich werde schreiben, sobald ich wieder Zeit finde.
Vergiss niemals wieder wie toll du eigentlich bist!
(und fühl dich ganz doll geherzt)
~Evoliette
(mannomann tut es gut, das mal wieder in ein Fenster zu tippen)
wie du weißt, ich habe die Zeit seit meinen Semesterferien damit verbracht deinen Blog zu lesen.
Komplett.
Und das meine ich so. Ich habe alles gelesen - von Anfang an - auch das, was ich schon kannte, einfach um nochmal alle Anfänge zu wissen, Zusammenhänge und vor allem: Namen, Namen über Namen. Meine Laptop zeigt mir an, dass ich noch Akku habe für zwei Stunden, die Vorlesung geht noch 60 Minuten, also los:
Dinge, die an Itsuka alias Ines alias Pandakatze absolut wundervoll sind:
1) sich kümmern
Diese Seite heißt Dear Mary Sue und kam damals zu Stande, als mein Kontakt zu Tabea abbrach aber ich weiß gar nicht, ob du dich noch daran erinnerst, mit was das damals alles zusammenhingt. Einer der Gründe damals war Michelle, die mit ihren öffentlichen Selbstmordgedanken und dem ständigen hin und her "ich bin Schuld" und "es liegt an allen anderen und die ganze Welt ist eben kacke" alle, die sich davon beeindrucken ließen dermaßen in ihren Bann zog, dass sie anfingen sich um sie zu kümmern und das, was in diesem Fall nicht so wichtig, nicht so problematisch, dramatisch war, vernachlässigten.
Ines, du kümmerst dich.
Ich habe von all deinen Problemen gelesen, was dich aufgemuntert und vor allem: was dich runtergezogen hat innerhalb des letzten Jahres und das Meiste davon, hatte irgendwie (mal direkt, mal indirekt) damit zutun, dass du dich um Menschen sorgst. Vor allem um Marudor, der scheinbar wirklich Hilfe braucht, aber letztendlich bürdest du dir all das auf, weil du dich kümmerst. Michelle und ihr ganzes Drama ging mir damals ehrlich am Arsch vorbei und ich bin jemand, der generell nicht viel auf andere Menschen gibt, im Grunde genommen mag ich sie ja überhaupt nicht. Aber dir sind Menschen nicht egal. Du hast Mitgefühl in einem unglaublichen Ausmaß und du kümmerst dich um andere, selbst wenn du dich eigentlich um dich selbst kümmern solltest und das ist, egal wie egoistisch du dich manchmal fühlen magst, selbstlos und aufopferungsvoll.
2) da sein
Ich habe mich damals wirklich im Stich gelassen gefühlt. Du hingegen bist eine der wenigen Menschen in meinem Leben, die bleiben, einfach IMMER bleiben. Du hast viel zu tun und ich auch aber ich kann darauf zählen:
Du bist (m)eine Konstante.
Ich habe seit letzten Jahr September gemerkt, wie schnell Menschen, die an als Freunde betrachtet hat, die an deiner Seite waren über Jahre einfach verschwinden. Ich habe Konstanten wie dich schätzen gelernt, denn genau das bist du. Du bist einfach da. Manchmal ist da sein alles, was man tun kann aber manchmal ist da sein auch das Einzige was man braucht. Egal wie oft du deine Blogs wechselst und umgestaltet, egal wie wuselig es in deinem Inneren immer aussieht, wie oft du deine Meinung änderst und sie wieder änderst, für mich bist du da. Du bist einfach da und für mich ist das absolut fantastisch.
3) lieben
Ich glaube ich habe in der langen Zeit, die wir nun keinen Kontakt hatten bestimmt 5 oder 6 Mal (oder öfter?) einfach mal ein Herzchen bekommen, oder eine virtuelle Umarmung, einfach etwas, das mir sagt, dass du mich lieb hast.
Du liebst.
Du liebst unglaublich doll und unglaublich viel und das ist zwar einer der Dinge, die dir zurzeit so viele Probleme bereiten, aber es ist etwas, worauf du so stolz sein kannst. Wenige Menschen sind dazu im Stande jemand anderem bedingungslose Liebe entgegen zu bringen. Ich sehe es an meiner Lucy und ich sehe es an N. und an vielen, vielen anderen Menschen. Sie lieben unter Vorbehalt. Du liebst einfach. Du lernst Menschen kennen und verknallst dich, du schließt sie in dein Herz und lässt sie nicht mehr gehen und auch wenn dir das ab und zu weh tut, auch wenn es dich quält und dich zu Boden wirft, du schaffst es, dir die Liebe in deinem Herzen zu bewahren und dich nicht gegen sie zu stellen. Du wirst niemals zu einer grummligen, alten Katzenoma werden. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es irgendwann mal eine Zeit gibt, in der du niemanden liebst.
Und irgendetwas von dem, was man gibt, kommt immer zurück.
4) schreiben
Itsu, ich habe deinen Blog gelesen wie ein gutes Buch. Ich habe gemerkt, wie ich in der Vorlesung saß und wenn sie vorbei war, wie aus einem Trau gerissen wurde als ich den Laptop schließen musste und aufhörte zu lesen. Es ist wie dieser Moment, wenn man in einem Buch gefangen ist und sich komplett in der Geschichte verliert. Ich war in der Welt denn:
Du hast die Fähigkeit mit Worten, Welten zu erschaffen, aus denen man gar nicht mehr raus will.
Darüber haben wir uns kennen gelernt, über Worte. Diese Worte halten diesen Blog aufrecht, sie stützen unsere Beziehung und verbinden unsere Flügel zu etwas, was wirklich flugfähig ist. Du schreibst so unfassbar gut und du machst Menschen damit glücklich - völlig fremde Menschen, die versehendlich auf deiner FF-Seite landen aber auch Bekannte, wie mich, die sich Posts von dir immer und immer wieder durchlesen könnten, einfach weil sie toll sind - weil du toll bist! Das Schreiben ist toll an dir.
5) spontan sein
Ich habe in deinem Blog sehr sehr oft gelesen "und dann bin ich nach "XYZ" gefahren", "und dann fuhr ich zu ... nach ..." einfach so. Und dann bist du für sie da oder andersherum: lässt dich von ihnen trösten, aufbauen und schläfst bei ihnen oder in einem Hotel ohne mit der Wimper zu zucken.
Weißt du, dass ich bestimmt an einer Hand abzählen könnte, wie oft ich Magdeburg ohne meine Eltern mal verlassen habe? Ich habe noch nie ein Hotelzimmer bestellt und wenn ich mal mit dem Zug irgendwohin fahre, bestelle ich das Ticket Wochen vorher aus Angst, ich könnte irgendwo im Nirgendwo landen. Du fährst weg. bringst stundenlange Zugfahrten hinter dich als wäre es nichts ohne jegliche Vorbereitung getroffen zu haben. Du verabredest dich mit Leuten in anderen Städten, die du noch nie gesehen hast und bist bei all dem so unglaublich selbstständig und immer wieder so spontan, dass man echt neidisch werden könnte.
Du bist spontan.
Und egal wie oft du denkst, du gehst Leuten auf den Keks, das ist eine Eigenschaft, die dich umgänglich macht und auf jeden Fall alles andere als anstrengend.
6) sich einbringen
Du bist während der Zeit, in der wir uns kennen der SMJG beigetreten und bist darin nicht nur aufgeblüht sondern hast dich auch sofort eingebracht. Du bringt dich in Schreibprojekte ein, nimmst an Events teil. Du gehst raus. Klar, am liebsten kuschelst du dich bei deinen geliebten Menschen oder einfach zu Hause irgendwo ein und "flauschst" Menschen oder Ivo oder wirst "geflauscht". Aber du scheust dich nicht, auf Menschen zu zugehen. Du bist kommunikativ, dir fällt es nicht schwer, Kontakte zu knüpfen und:
Irgendwie schaffst du es immer, teilzunehmen, dich einzubringen.
Du nimmst am Leben teil und siehst nicht nur zu, statt dessen reist du herum, siehst was von der Welt, triffst Menschen und wieder neue Menschen und erlebst Dinge. Du bist nicht nur Zuschauer deines Lebens, egal wie machtlos du dich manchmal fühlst. Das führt mich gleich zu Punkt 7:
7) mutig sein
Ines, du hast den Mut aufgebracht, deine Beziehung zu Andre nach JAHREN zu beenden. Du hast die Kraft, dich von Menschen loszureißen, die nicht gut für dich sind (auch wenn du vielleicht meistens noch zu lange brauchst um sie von denen, die gut für dich sind zu unterscheiden). Du bist nicht nur in eine andere Stadt, sondern gleich in ein anderen Land umgezogen, aus eigenem Antrieb, aus eigener Entschlossenheit. Du bist unsagbar mutig. Du hast schon so viel geschafft. Du bist selbstständig und auch wenn du es dir selbst nicht zutraust, du kommt allein klar. Du hast schon so viel geschafft in deinem Leben, wieso sollten die nächsten Herausforderungen nun plötzlich zu hoch sein?
Du bist zwar ein lockenköpfiges, kleines, knuffiges Ding aber du bist stark und mutig und es gibt Menschen, die zu dir aufsehen.
Ich zum Beispiel.
Jetzt ist meine Vorlesung erstmal vorbei und ich werde in die Mensa gehen um was zu essen und danach muss ich wieder Uniübungen machen aber ich werde schreiben, sobald ich wieder Zeit finde.
Vergiss niemals wieder wie toll du eigentlich bist!
(und fühl dich ganz doll geherzt)
~Evoliette
(mannomann tut es gut, das mal wieder in ein Fenster zu tippen)
Montag, 19. September 2016
(Not) supposed to be a butterfly
Hay Itsu,
es ist bei mir gerade 23:23 und ich bin eben erst nach Hause gekommen. Morgen muss ich um 9 an der Uni sein und das heißt vor 7 aufstehen aber ich bin viel zu aufgekratzt um jetzt schlafen zu gehen und so kommt es, dass ich dir schreibe, dann du weißt ja If I don't write to empty my mind, I go mad.
Wobei 'mad' gar kein Ausdruck ist.
Heute war mein erster Tag an der Uni und bevor ich jetzt von irgendetwas anderem und eigentlich viel wichtigerem anfange möchte ich dir den letzten Eindruck erzählen, den ich eben mitgenommen habe bevor ich losgefahren bin - die Unibibliothek bei Nacht.
Ich weiß es klingt vermutlich ziemlich kitschig aber unsere Unibibo ist verglast zum größten Teil und die FIN (Fakultät für Informatik) liegt direkt nebenan. Als ich eben mitten in der Nacht aus dem Gebäude kam und einen silbern beleuchteten Kristallpalast mit lauter Büchern vor mir hatte, musste ich einen Moment innehalten. Man sieht Dinge nur ein einziges Mal zum allerersten Mal und diesen Moment möchte ich mir einfach auf diesem Blog festhalten. Weil es wunderschön war.
Nun zur Realität.
Die Menschen in meinem Vorkurs sind zum größten Teil sehr still, was daran liegen könnte, dass sie Informatiker werden wollen aber auch daran, dass es der erste Tag war und Einige vielleicht einfach ein bisschen Zeit brauchen um aus sich raus zu kommen. Außerdem ist die ruhige Atmosphäre ganz gut zum Lernen und ich werde es spätestens wieder vermissen, wenn ich in einem überfüllten Hörsaal sitze.
Außerdem musste ich heute das erste Mal seit Jahren wieder Kopfrechnen, was etwas anstrengend ist wenn man so ein Taschenrechnermensch ist wie ich, aber am Ende des Tages ging es dann doch recht schnell und somit denke ich, dass die Zeit dieses kleine Problemchen in naher Zukunft lösen wird.
Außerdem war heute Abend unsere erste Gruppenaktivität - Spieleabend. So richtig mit Brettspielen und so. Es war ein bisschen so, wie ich es mir vorgestellt hatte und ein bisschen auch nicht. Es war ganz unterhaltsam.
Die besten Momente sind jedoch die, in denen die Mentoren (also Studierende höherer Semester) immer anfangen mit "Wir sind Informatiker ..." und generell einem dieses "wir" so präsentiert wird, denn ein "wir" gab es bei mir vorher nie wirklich seit dem ich mit sechs Jahren eingeschult wurde und jetzt versucht man das Gefühl vermittelt zu bekommen, dazu zu gehören und das ist irgendwie ziemlich ungewohnt aber auch ziemlich angenehm, weil es auch egal ist ob man dabei mit Menschen gleichgesetzt wird, die allgemein hin als 'Nerds' bezeichnet werden, die merkwürdig aussehen, Sadisten sind, Satanisten oder Masochisten (wobei ich tatsächlich innerhalb eines Abends alles einmal kennen gelernt habe). Interessant sind sie auf jeden Fall, diese Menschen und mal gucken wer so hängen bleiben wird nach den Einführungswochen.
Und ich bin auf dem Unicampus meinem besonderen Menschen über den Weg gelaufen. (Eigentlich habe ich vermutlich nicht das Recht dazu, ihn 'mein' besonderer Mensch zu nennen. An sich haben wir zurzeit nicht viel miteinander zu tun und Besitzansprüche habe ich schon gar nicht - auch wenn ich mir das immer wieder ins Gedächtnis rufen muss.) Dass ich ihn an der Uni sehen würde wusste ich. Es lässt sich nunmal auch nicht vermeiden wenn er dort wohnt und seine Fakultät von meiner nicht weit entfernt ist. Obwohl ich es also genau wusste, hat das nichts daran geändert, dass mein Herzschlag eine Schocksekunde ausgesetzt hat nur um danach verrückt zu spielen und ich erst sauer, dann glücklich und dann einfach nur noch traurig geworden bin.
es ist bei mir gerade 23:23 und ich bin eben erst nach Hause gekommen. Morgen muss ich um 9 an der Uni sein und das heißt vor 7 aufstehen aber ich bin viel zu aufgekratzt um jetzt schlafen zu gehen und so kommt es, dass ich dir schreibe, dann du weißt ja If I don't write to empty my mind, I go mad.
Wobei 'mad' gar kein Ausdruck ist.
Heute war mein erster Tag an der Uni und bevor ich jetzt von irgendetwas anderem und eigentlich viel wichtigerem anfange möchte ich dir den letzten Eindruck erzählen, den ich eben mitgenommen habe bevor ich losgefahren bin - die Unibibliothek bei Nacht.
Ich weiß es klingt vermutlich ziemlich kitschig aber unsere Unibibo ist verglast zum größten Teil und die FIN (Fakultät für Informatik) liegt direkt nebenan. Als ich eben mitten in der Nacht aus dem Gebäude kam und einen silbern beleuchteten Kristallpalast mit lauter Büchern vor mir hatte, musste ich einen Moment innehalten. Man sieht Dinge nur ein einziges Mal zum allerersten Mal und diesen Moment möchte ich mir einfach auf diesem Blog festhalten. Weil es wunderschön war.
Nun zur Realität.
Die Menschen in meinem Vorkurs sind zum größten Teil sehr still, was daran liegen könnte, dass sie Informatiker werden wollen aber auch daran, dass es der erste Tag war und Einige vielleicht einfach ein bisschen Zeit brauchen um aus sich raus zu kommen. Außerdem ist die ruhige Atmosphäre ganz gut zum Lernen und ich werde es spätestens wieder vermissen, wenn ich in einem überfüllten Hörsaal sitze.
Außerdem musste ich heute das erste Mal seit Jahren wieder Kopfrechnen, was etwas anstrengend ist wenn man so ein Taschenrechnermensch ist wie ich, aber am Ende des Tages ging es dann doch recht schnell und somit denke ich, dass die Zeit dieses kleine Problemchen in naher Zukunft lösen wird.
Außerdem war heute Abend unsere erste Gruppenaktivität - Spieleabend. So richtig mit Brettspielen und so. Es war ein bisschen so, wie ich es mir vorgestellt hatte und ein bisschen auch nicht. Es war ganz unterhaltsam.
Die besten Momente sind jedoch die, in denen die Mentoren (also Studierende höherer Semester) immer anfangen mit "Wir sind Informatiker ..." und generell einem dieses "wir" so präsentiert wird, denn ein "wir" gab es bei mir vorher nie wirklich seit dem ich mit sechs Jahren eingeschult wurde und jetzt versucht man das Gefühl vermittelt zu bekommen, dazu zu gehören und das ist irgendwie ziemlich ungewohnt aber auch ziemlich angenehm, weil es auch egal ist ob man dabei mit Menschen gleichgesetzt wird, die allgemein hin als 'Nerds' bezeichnet werden, die merkwürdig aussehen, Sadisten sind, Satanisten oder Masochisten (wobei ich tatsächlich innerhalb eines Abends alles einmal kennen gelernt habe). Interessant sind sie auf jeden Fall, diese Menschen und mal gucken wer so hängen bleiben wird nach den Einführungswochen.
Und ich bin auf dem Unicampus meinem besonderen Menschen über den Weg gelaufen. (Eigentlich habe ich vermutlich nicht das Recht dazu, ihn 'mein' besonderer Mensch zu nennen. An sich haben wir zurzeit nicht viel miteinander zu tun und Besitzansprüche habe ich schon gar nicht - auch wenn ich mir das immer wieder ins Gedächtnis rufen muss.) Dass ich ihn an der Uni sehen würde wusste ich. Es lässt sich nunmal auch nicht vermeiden wenn er dort wohnt und seine Fakultät von meiner nicht weit entfernt ist. Obwohl ich es also genau wusste, hat das nichts daran geändert, dass mein Herzschlag eine Schocksekunde ausgesetzt hat nur um danach verrückt zu spielen und ich erst sauer, dann glücklich und dann einfach nur noch traurig geworden bin.
N. hat mir schon geraten zum Arzt zu gehen, weil ich in letzter Zeit einfach ständig traurig bin und das immer häufiger und mittlerweile auch schon über einen längeren Zeitraum aber das kommt für mich wohl nicht in Frage. Ich habe viel mit ihm darüber geredet in letzter Zeit aber wirklich etwas an der Tatsache geändert hat es natürlich nicht.
Naja, morgen geht es mit der Gruppe bowlen. Ich bin fürchterlich schlecht im bowlen aber ich hoffe, ich kann mich zu den wenigen gesprächigen Menschen gesellen, denn die Kommunikation brauche ich und dann wird es vielleicht wieder so angenehm wie heute und ein bisschen freu ich mich auch drauf - sogar auf Mathe. (Oh Mann, so weit ist es mit mir schon gekommen. :D) Und einer meiner Mitstudenten hat heute einen Satz gesagt, der irgendwie hängen geblieben ist, auch wenn er spaßig gemeint war.
Der muss geschont werden für die Realität.
Es wird sich erst noch herausstellen, was von dem was jetzt passiert und was passieren wird so gewollt ist.
Vielleicht bin ich einfach (nicht) dazu gemacht, ein richtiger flugfähiger Schmetterling zu sein.
Und mit diesen zugegebenermaßen bedrückenden Worten entlasse ich dich in den Rest deines Tages. Tut mir Leid, dass ich in letzter Zeit immer so traurig bin.
Ich hoffe dir geht es besser, Liebes.
~Evoliette
Donnerstag, 15. September 2016
Kampfesmüder Schmetterling
Dear Hanna.
Ich habe ein Bild mit einem Spruch gefunden, der mich irgendwie an alles erinnert hat. An das Leben. Daran, dass man häufig vergisst, dass diese Welt nicht immer nur aus Drama und Kampf bestehen muss, nicht immer aus Versuchen, das Beste zu machen und das Richtige zu tun. Eigentlich sollte die Welt gar nicht so sein. Klar, so ganz ohne jedes bisschen Streit, Diskussion und Entscheidungen wäre das Leben langweilig und vermutlich nicht mehr ganz lebenswert. Doch wir vergessen manchmal, dass wir die Wahl haben zwischen Kämpfen und sagen: Okay. Okay. Ist gut. Dann geh halt, oder dann geh ich halt, denn ich muss nicht ständig kämpfen, muss mich nicht ständig anstrengen, ich darf auch mal sagen, nein. Ich darf auch mal einfach was tun, ohne dass es nachzuvollziehen ist. Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig. Und ich tu, was ich tun will, egal, wie sehr mich 2 Drittel der Menschheit dafür hassen werden.
Manchmal vergessen wir, dass die richtigen Menschen vielleicht gerade die sind, die wir kaum bemerken, weil sie wie selbstverständlich sind. Das sind vielleicht die, um die wir uns weniger Sorgen machen, die, die nicht immer meckern, sondern auch mal sagen: Ist gut. Hier hast du ein Bonbon. Verstehst du? Verstehst du, was ich meine? Manchmal ist man das ewige Kämpfen vielleicht einfach leid, will alles auf Status Quo zurücksetzen und sich ein Weilchen zurücklehnen. Und einfach sein. Wer man sein will, wer man ist - ohne, dass andere es immer beurteilen, einen einschränken, beschützen, oder sonst was wollen. Einfach man selbst. Ohne Kompromisse. [Muss schön sein.]
Hab dich lieb.
Ines
Ich habe ein Bild mit einem Spruch gefunden, der mich irgendwie an alles erinnert hat. An das Leben. Daran, dass man häufig vergisst, dass diese Welt nicht immer nur aus Drama und Kampf bestehen muss, nicht immer aus Versuchen, das Beste zu machen und das Richtige zu tun. Eigentlich sollte die Welt gar nicht so sein. Klar, so ganz ohne jedes bisschen Streit, Diskussion und Entscheidungen wäre das Leben langweilig und vermutlich nicht mehr ganz lebenswert. Doch wir vergessen manchmal, dass wir die Wahl haben zwischen Kämpfen und sagen: Okay. Okay. Ist gut. Dann geh halt, oder dann geh ich halt, denn ich muss nicht ständig kämpfen, muss mich nicht ständig anstrengen, ich darf auch mal sagen, nein. Ich darf auch mal einfach was tun, ohne dass es nachzuvollziehen ist. Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig. Und ich tu, was ich tun will, egal, wie sehr mich 2 Drittel der Menschheit dafür hassen werden.
Manchmal vergessen wir, dass die richtigen Menschen vielleicht gerade die sind, die wir kaum bemerken, weil sie wie selbstverständlich sind. Das sind vielleicht die, um die wir uns weniger Sorgen machen, die, die nicht immer meckern, sondern auch mal sagen: Ist gut. Hier hast du ein Bonbon. Verstehst du? Verstehst du, was ich meine? Manchmal ist man das ewige Kämpfen vielleicht einfach leid, will alles auf Status Quo zurücksetzen und sich ein Weilchen zurücklehnen. Und einfach sein. Wer man sein will, wer man ist - ohne, dass andere es immer beurteilen, einen einschränken, beschützen, oder sonst was wollen. Einfach man selbst. Ohne Kompromisse. [Muss schön sein.]
Hab dich lieb.
Ines
Donnerstag, 8. September 2016
Schmetterlingszukünfte
Hay Liebes, ich bins wieder.
Weißt du ich habe heute ein Zitat gelesen:
Und dabei an dich gedacht.
Naja, eigentlich dachte ich daran, dass das ziemlich gut auf mich zutrifft und weil ich zurzeit keine Posts unter dem Tag 'bad day' hochladen soll, schreibe ich dir.
Eigentlich war der Tag heute gar nicht soo schlecht. Für meinen derzeitigen Gemütszustand war ich sogar ziemlich produktiv. Mein derzeitiger Stress ist natürlich absichtlich herbei geführt, schließlich hat mein Studium immer noch nicht angefangen und ich könnte mich theoretisch noch bis Oktober zurücklehnen und nichts tun, aber dafür bin ich einfach nicht der Mensch.
Naja am Wochenende ist dann also der Auftritt meiner Tanzkinder, mein eigener Auftritt mit meinem Weib - der letzte um genau zu sein - und von meiner ehemaligen Schule aus wurde ich auch gefragt ob ich dieses WE noch was machen kann und somit ist gerade alles wieder voll und anstrengend aber nach diesem Wochenende ist auch alles vorbei. Achso und ein Kleid habe ich auch noch gemacht, das dieses WE präsentiert wird und somit war ich gestern und heute den ganzen Nachmittag in der Schule für Mode und Design und habe daran gearbeitet und mitlerweile tun meine Handgelenke weh vom Nähen und meine Knöchel und mein Rücken vom verkrampften an-der-Nähmaschiene-sitzen, auch wenn das Training heute Abend etwas geholfen hat. Vollkommen fertig und mit schmerzenden Gliedern schläft es sich aber auf jeden Fall gut ein.
Naja, worauf dieser Post aber eigentlich hinauslaufen sollte ist folgendes:
Ich hab ja vielleicht schonmal erwähnt, dass wir mitlerweile zwei Mädels bei uns beim Tanzen haben, die schon ein Kind haben und die nächste ist mit Zwillingen schwanger. Auf jeden Fall hat eines der Mädchen heute erzählt, dass sie darüber nachdenkt noch ein zweites Kind zu bekommen und danach verlief das Gespräch Richtung Familienplanung und Geschwisterliebe und wie sich das bei uns so verhält. Ich muss sagen, normalerweise kotzt mich dieses ganze Babygedöhns ziemlich an auf die Dauer aber heute - heute war es wirklich schön, mit mit den beiden Mädels zu unterhalten, von denen eine verheiratet ist und Mami eines 11 Monaten alten Kindes und die andere schwanger mit Zwillingen und während erste ein Mensch ist, der ALLES plant (so wie ich) ist letztere jemand, der einfach Dinge auf sich zukommen lässt und beides sind erwachsene Menschen, die wirklich was aus ihrem Leben gemacht haben bisher und irgendwann haben wir einfach darüber geredet, was mir zurzeit so durch den Kopf geht und wie meine Zukunft aussehen könnte und die beiden Frauen, die mich sonst immer ansehen als wäre ich ein kleines Kind, haben mich wirklich ernst genommen und mir gut zugeredet und am Ende hat es mir wirklich GUT getan.
Weißt du ich bin ein Mensch, der plant aber ich bin auch ein Mensch, der sich mit Dingen abfindet. Während Lucy schon zehntausend Mal gegen ihre Eltern rebelliert hätte, hab ich einfach akzeptiert, hier mehr oder weniger eingesperrt (gewesen) zu sein. Ich habe akzeptiert, nicht gemocht und als Streber abgestempelt zu werden, weil ich gut in der Schule bin ohne etwas dafür zu tun weil sich jeder ohnehin gleich eine Meinung bildet. Ich habe akzeptiert, dass die Menschen manchmal einfach aus deinem Leben gehen WOLLEN und dass du manchmal nichts dagegen tun kannst sondern sie einfach ziehen lassen musst.
N. und ich sind sehr verschieden, besonders was unsere Vorstellungen von der Zukunft angeht und das macht mir ne scheiß Angst. Ich habe mich in den letzten zweieinhalb Jahren an so viel gewöhnt, dass ich gar nicht mitbekommen hatte, wie ich mich mit alledem abgefunden habe. Bis mir dann irgendwann gezeigt wurde, dass ich mich gar nicht damit hätte abfinden müssen.
Jedenfalls wollen alle Menschen um mich herum einfach, dass ich glücklich bin ... und ich?
Ich möchte einfach nicht irgendwann in dem Alter sein, in dem die Mädels vom Tanzen gerade sind und feststellen, dass ich mich mit etwas abgefunden habe.
Wenn ich über soetwas mit Menschen in meinem Alter bisher geredet hab, haben sie mir geraten nur an mich selbst zu denken und vielleicht sowas wie die Reißleine zu ziehen. Aber heute, als ich dort in unserem Studio mit den Mädels saß, gab es das erste Mal Menschen, die mir erzählt haben, wie es eben auch laufen KANN. Wie eine mögliche Zukunft aussehen kann, von den vielen Zukünften, die vor mir liegen und die sich ändern mit den Menschen in meinem Leben, die kommen und gehen.
Naja, außerdem hab ich mir in diesem Post hier vorgenommen, mich nochmal für deine Musik zu bedanken. Da die Taylor Swift Alben ohne Umweg auf meinem Handy landeten, höre ich heute immer noch Lieder, die ich vorher nicht kannte und unter anderem heute auf meinem Weg zum Park, in dem ich jetzt öfter lese solange das Wetter noch gut ist das hier:
Weißt du ich habe heute ein Zitat gelesen:
"If I don't write to empty my mind, I go mad."
~Lord Byron
Und dabei an dich gedacht.
Naja, eigentlich dachte ich daran, dass das ziemlich gut auf mich zutrifft und weil ich zurzeit keine Posts unter dem Tag 'bad day' hochladen soll, schreibe ich dir.
Eigentlich war der Tag heute gar nicht soo schlecht. Für meinen derzeitigen Gemütszustand war ich sogar ziemlich produktiv. Mein derzeitiger Stress ist natürlich absichtlich herbei geführt, schließlich hat mein Studium immer noch nicht angefangen und ich könnte mich theoretisch noch bis Oktober zurücklehnen und nichts tun, aber dafür bin ich einfach nicht der Mensch.
Naja am Wochenende ist dann also der Auftritt meiner Tanzkinder, mein eigener Auftritt mit meinem Weib - der letzte um genau zu sein - und von meiner ehemaligen Schule aus wurde ich auch gefragt ob ich dieses WE noch was machen kann und somit ist gerade alles wieder voll und anstrengend aber nach diesem Wochenende ist auch alles vorbei. Achso und ein Kleid habe ich auch noch gemacht, das dieses WE präsentiert wird und somit war ich gestern und heute den ganzen Nachmittag in der Schule für Mode und Design und habe daran gearbeitet und mitlerweile tun meine Handgelenke weh vom Nähen und meine Knöchel und mein Rücken vom verkrampften an-der-Nähmaschiene-sitzen, auch wenn das Training heute Abend etwas geholfen hat. Vollkommen fertig und mit schmerzenden Gliedern schläft es sich aber auf jeden Fall gut ein.
Naja, worauf dieser Post aber eigentlich hinauslaufen sollte ist folgendes:
Ich hab ja vielleicht schonmal erwähnt, dass wir mitlerweile zwei Mädels bei uns beim Tanzen haben, die schon ein Kind haben und die nächste ist mit Zwillingen schwanger. Auf jeden Fall hat eines der Mädchen heute erzählt, dass sie darüber nachdenkt noch ein zweites Kind zu bekommen und danach verlief das Gespräch Richtung Familienplanung und Geschwisterliebe und wie sich das bei uns so verhält. Ich muss sagen, normalerweise kotzt mich dieses ganze Babygedöhns ziemlich an auf die Dauer aber heute - heute war es wirklich schön, mit mit den beiden Mädels zu unterhalten, von denen eine verheiratet ist und Mami eines 11 Monaten alten Kindes und die andere schwanger mit Zwillingen und während erste ein Mensch ist, der ALLES plant (so wie ich) ist letztere jemand, der einfach Dinge auf sich zukommen lässt und beides sind erwachsene Menschen, die wirklich was aus ihrem Leben gemacht haben bisher und irgendwann haben wir einfach darüber geredet, was mir zurzeit so durch den Kopf geht und wie meine Zukunft aussehen könnte und die beiden Frauen, die mich sonst immer ansehen als wäre ich ein kleines Kind, haben mich wirklich ernst genommen und mir gut zugeredet und am Ende hat es mir wirklich GUT getan.
Weißt du ich bin ein Mensch, der plant aber ich bin auch ein Mensch, der sich mit Dingen abfindet. Während Lucy schon zehntausend Mal gegen ihre Eltern rebelliert hätte, hab ich einfach akzeptiert, hier mehr oder weniger eingesperrt (gewesen) zu sein. Ich habe akzeptiert, nicht gemocht und als Streber abgestempelt zu werden, weil ich gut in der Schule bin ohne etwas dafür zu tun weil sich jeder ohnehin gleich eine Meinung bildet. Ich habe akzeptiert, dass die Menschen manchmal einfach aus deinem Leben gehen WOLLEN und dass du manchmal nichts dagegen tun kannst sondern sie einfach ziehen lassen musst.
N. und ich sind sehr verschieden, besonders was unsere Vorstellungen von der Zukunft angeht und das macht mir ne scheiß Angst. Ich habe mich in den letzten zweieinhalb Jahren an so viel gewöhnt, dass ich gar nicht mitbekommen hatte, wie ich mich mit alledem abgefunden habe. Bis mir dann irgendwann gezeigt wurde, dass ich mich gar nicht damit hätte abfinden müssen.
Jedenfalls wollen alle Menschen um mich herum einfach, dass ich glücklich bin ... und ich?
Ich möchte einfach nicht irgendwann in dem Alter sein, in dem die Mädels vom Tanzen gerade sind und feststellen, dass ich mich mit etwas abgefunden habe.
Wenn ich über soetwas mit Menschen in meinem Alter bisher geredet hab, haben sie mir geraten nur an mich selbst zu denken und vielleicht sowas wie die Reißleine zu ziehen. Aber heute, als ich dort in unserem Studio mit den Mädels saß, gab es das erste Mal Menschen, die mir erzählt haben, wie es eben auch laufen KANN. Wie eine mögliche Zukunft aussehen kann, von den vielen Zukünften, die vor mir liegen und die sich ändern mit den Menschen in meinem Leben, die kommen und gehen.
Naja, außerdem hab ich mir in diesem Post hier vorgenommen, mich nochmal für deine Musik zu bedanken. Da die Taylor Swift Alben ohne Umweg auf meinem Handy landeten, höre ich heute immer noch Lieder, die ich vorher nicht kannte und unter anderem heute auf meinem Weg zum Park, in dem ich jetzt öfter lese solange das Wetter noch gut ist das hier:
I reach for you
But you were gone
I knew I had to go back home
You searched the world for something else to make you feel like what we had
And in the end in wonderland we both went mad
We found wonderland
You and I got lost in it
And we pretended it could last forever
We found wonderland
You and I got lost in it
And life was never worse but never better
But you were gone
I knew I had to go back home
You searched the world for something else to make you feel like what we had
And in the end in wonderland we both went mad
We found wonderland
You and I got lost in it
And we pretended it could last forever
We found wonderland
You and I got lost in it
And life was never worse but never better
♥
If I don't write to empty my mind, I go mad.
Am Ende läuft es dann doch irgendwie immer wieder auf einen 'bad day'-Post hinaus.
Gute Nacht, Liebes.
~Evoliette
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