Donnerstag, 23. Juni 2016

Schmetterlingstraurigkeit

Hay Itsu,

ich bins wieder
und ich schreibe dir, weil ich gerade meinen Lebenslauf geschrieben habe. Mein Bruder hat mir dafür extra gestern sein Microsoft-Office bereitgestellt, ich hatte nämlich nur Open Office und irgendwie ist es nicht das selbe.
Naja jedenfalls bin ich jetzt fertig damit und wenn ich morgen meine Bewerbung abgeschickt habe, kann ich den letzten Punkt von meiner unglaublich vollen To-Do-Liste abstreichen. Ich frage mich, ob sich das gut oder einfach nur leer anfühlen wird.
Ich hab dir ja in meinem letzten Brief geschrieben, dass ich zurzeit von einem Ereignis zum nächsten hüpfe und siehe da. Mein Abiball wäre geschafft.




















Ich habe mich sehr gut in dem Kleid gefühlt, an dem ich so lange so hart gearbeitet hatte. Es sitzt auf dem Foto zwar gerade nicht optimal und das linke ist etwas verschwommen aber meine Mum war noch nie die geborene Fotografin und ich hoffe du freust dich über die Fotos.
Es war eine sehr schöne Feier und ich habe tolle Bilder von meinen ganzen Freunden, die alle da waren - vor allem Lucy, was mich wirklich sehr sehr glücklich gemacht hat.

Auf jeden Fall habe ich gerade meinen Lebenslauf geschrieben und als ich ihn mir so angesehen habe, so auf das hinabgeschaut habe, was in meinem Leben seit meiner Einschulung so passiert ist, wurde ich ziemlich traurig.
Für meine Studienrichtung habe ich leider kein verwertbares Praktikum, was mir ja schon vor zwei Jahren klar war, aber das Praktikum, was ich machen wollte ist ja im Sand verlaufen weil sie die Leute nie zurück gemeldet haben und - naja. Auf jeden Fall steht da an sich drin, was ich so gemacht habe, Schülerrat, Modeschule, Chor und alles. Trotzdem sieht es erstaunlich kläglich aus und ich frage mich, wie weit ich wohl ohne meinen Schnitt von 1,2 überhaupt kommen würde im Leben.

Mein Bruder hat auch diese Woche sein Zeugnis bekommen. Er hat sich weiterbilden lassen zum Techniker und hat einen super Schnitt dafür, dass ihm nicht alles so sehr zufliegt wie mir. Ich bin sehr stolz auf ihn. Er hat mir auch mit meiner Bewerbung geholfen. (:

Anfang des Jahres habe ich mich noch sehr auf mein Studium gefreut, auf das Fach, die Leute - einfach alles. Jetzt habe ich wieder Angst. Wenn man den ganzen Tag frei hat, verfällt man in eine Art Trott und ich schlafe lange und bin die ganze Zeit müde und obwohl ich jetzt mit dem 'wichtigsten' fertig bin, fühle ich mich ziemlich unproduktiv und lahm. Keine Ahnung wie ich mich wieder dazu aufraffen soll richtig was zu lernen und Studium wird eine ganz andere Nummer als Schule und ich muss mich da wirklich reinknien, sonst wird das nichts.
Außerdem messe ich mich zum ersten Mal in meinem Leben mit Menschen, die wirklich was drauf haben. Es wird komisch sein nicht mehr selbstverständlich die Beste zu sein, nicht mehr aus der Masse herauszuragen. Keine Ahnung, wieso ich dazu so ein Bedürfnis habe aber irgendwie beschäftigt es mich und ich hoffe, du verurteilst mich nicht dafür.

Außerdem hab ich zurzeit etwas Stress mit Lucy und das gefällt mir ganz und gar nicht. Es läuft alles andere als geschmiert seit sie wieder aus Australien zurück ist und zum großen Teil liegt das an mir und meiner derzeitigen Situation. Diese Woche steht eines der traurigsten Sachen meines bisherigen Lebens bevor und anstatt mich abzulenken oder mir zuzusprechen, macht sie es zurzeit noch schlimmer. Auf jeden Fall hab ich mich diese Woche daran erinnert, wie enttäuscht du warst, als deine Freunde deine Blog-URL ständig einfach so weitergegeben haben und ich glaube ein bisschen ähnlich fühle ich mich gerade auch. Macht es denn überhaupt noch Sinn, Leuten etwas zu erzählen? Wäre es nicht vermutlich besser, man würde einfach alles für sich behalten, was einen beschäftigt?
Naja, auch wenn das hier theoretisch jeder lesen kann. Gerade möchte ich am Liebsten nur mit dir reden. Immerhin hörst du wirklich zu - und hältst dich raus.
Und ich glaube du hast mich noch nie enttäuscht.

Mir ist auch wieder eingefallen, dass wir ja mal einen Abend telefonieren wollten! Derzeit ist das nächste kommende Ereignis das Wochenende im Harz. Aber ich bin Sonntag wieder da und es gibt sicherlich viel zu erzählen. Leider habe ich keine Ahnung, wieviel Zeit ich nächste Woche habe denn das Wochenende darauf geht es für zwei Wochen mit der Fam nach Mallorca und dann wolltest du mich ja auch bald schon besuchen kommen und dann können wir ja auch persönlich reden und  - das wird bestimmt ganz toll.

Ich hoffe einfach, dass alles gut klappt und bis dahin
hab ich dich einfach nur unglaublich dolle lieb, kleines Itsu.

~Evoliette

Mittwoch, 15. Juni 2016

Schmetterlingsereignisüberbrückung

Hay Ines,

weißt du eigentlich, dass ich dich unglaublich lieb habe? Also ... echt jetzt. Ich hab dich wirklich lieb. Mehr vielleicht, als du manchmal denkst. Oder ich. Oder irgendwer.

Auf jeden Fall habe ich eben wieder deinen letzten Brief gelesen und unwillkürlich muss ich immer lächeln, wenn ich deine Briefe lese. Allein schon die Tatsache, dass diese Briefe überhaupt existieren, dass du Worte tippst nur für mich allein - nur für mich bestimmt - macht mich glücklich und bringt mich zum Lächeln. Das können nicht so viele Menschen nur mit Worten, weißt du das? Spontan fällt mir da jetzt nur noch einer ein. :D

Auf jeden Fall hast du ja bestimmt meinen Blog gelesen und mitbekommen, dass Lucy wieder da ist und ich musste vor Glück weinen, als sie mich überrascht hat und ich hab so sehr an dich gedacht weil du ja auch erst dieses Jahr diese tolle Überraschung hattest und abgesehen davon, bist du die erste Person gewesen, die mich jemals in meinem Leben vor Glück zum Weinen gebracht hat und das auch damals nur mit deinen Worten und ... ich hoffe dir ist überhaupt bewusst, was du mit Worten so alles machen kannst du kleiner Zauberkünstlerschmetterling. <3

Allein schon die Titel von unseren Briefen sind mittlerweile zum Schreien komisch und gleichzeitig supercool, weil aus dieser Schmetterlingssache irgendwie was großes geworden ist. Am Anfang haben die Titel einfach nur zum Blog gepasst, nun ist sowas draus geworden wie "Schmetterlingseinsamkeitsüberbrückung" oder eben so wie jetzt das Gegenteil von mir.

Schmetterlingsereignisüberbrückung.

Denn obwohl die Schulzeit ja nun endgültig vorbei ist und keine schulischen Ereignisse mehr anstehen, taumel ich zurzeit von einer Sache in die Nächste und verbringe den Zwischenraum damit, zu schlafen und mal wieder was zu essen und heute morgen habe ich einfach geweint weil alles ein bisschen auf mich niedergeprasselt ist. Aber anstatt mich dem Trübsal hinzugeben so wie früher habe ich mich einfach auf den Weg zur Modeschule gemacht und dann gearbeitet und mich von Menschen umgeben und hatte einen wunderbaren Nachmittag der mich daran erinnert hat, dass das Leben doch eigentlich so schön ist ... und dein Brief hat das auch getan.

Meine Prüfungsergebnisse fielen gut bis sehr gut aus und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das beste Abitur meines Jahrgangs habe, was aber bei knapp 30 Schülern auch keine hohe Kunst ist. Jedenfalls bin ich ziemlich zufrieden damit und am Freitag ist mein Abiball und dann werde ich das Kleid tragen, an dem ich zwei Jahre immer wieder gearbeitet habe und ich hoffe einfach es wird schön und ich werde mich gut fühlen.



Du lässt mir auf deinem eigenen Blog immer so tolle Musik da (die sich jetzt bis ein einige wenige Ausnahmen auf meinem Handy befindet, über welches ich die meiste Zeit Musik höre) naja AnneMayKantereit ist eine dieser Ausnahmen, denn ich kannte sie schon bevor sie mir auf deinem Blog begegnet sind und mochte sie irgendwie bisher nicht besonders. Vermutlich hab ich da für deutsche Musik generell nicht allzu viel übrig. Auf jeden Fall wollte ich mich mal revangieren also ist hier Shakira für dich mit Empire und ich liebe es, obwohl es eine Liveversion ist und allgemein liebe ich es, weil es kraftvoll ist und Shakira generell war immer eines meiner Idole und übrigens auch die Vorlage zu Kiara, meiner Mary Sue. Naja und als ich 'Schneeflittchen' in deinem letzten Post gelesen hab, musste ich sofort an 'Easy A' denken, auf Deutsch heißt der Filme glaube ich 'Einfach zu haben' und ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Ich habe ihn bestimmt schon 8 mal oder so gesehen und jedes einzelne Mal davon mit Lucy. Ich gehe davon aus, da dir diese Art von Filmen im Normalfall gefällt, dass du ihn kennst, falls nicht solltest du ihn jedoch auf jeden Fall sehen. Er ist genial.

Lucy sehen, etwas mich wichtigen Menschen machen, Geburtstage, teilnehmen, Modeschule, Auftritte. Ich hüpfe von einem Ereignis zum anderen derzeit aber das Schlimme an der ganzen Sache ist eigentlich nur, dass ich in der Schmetterlingsereignisüberbrückungszeit noch so viel zu tun habe, was irgendwie ziemlich erfolgreich auf der Strecke bleibt und ein bisschen ärgert mich das. Ich hoffe einfach, dass ich nichts wichtiges übersehe. Aber die Ereignisse und Folgeereignisse nehmen immer meinen kompletten Fokus ein und zurzeit ist das nächste Ereignis mein Abiball und das Folgeereignis der Auftritt meiner Kinder am Tag darauf. Und alles ist irgendwie voll und wild in meinem Kopf und ich verstehe kaum, wie ich nach außen hin noch so einen geordneten Eindruck hinterlassen kann.

Achso und weil du mir auch ein so tolles Foto von dir geschickt hast, dachte ich ich füge dir hier auch ein aktuelles an. Mir hat's auf jeden Fall sehr gut gefallen und dir ja vielleicht auch. Bisher hat es außer dir auf jeden Fall niemand gesehen. ;)



Ich schreibe demnächst dann mal mit dir über das konkrete Datum unseres Treffen und so.
Bis dahin versuche ich die Zeit zwischen den Ereignissen so gut es geht zu überbrücken und nicht allzu unproduktiv zu sein.

Also bis dann!
~Evoliette 

Samstag, 11. Juni 2016

Schmetterlingseinsamkeitsüberbrückung.

Dear Hanna. ♥

Wir schreiben einen Samstag gegen 17 Uhr abends und ich stöberte mich gerade durch Evoliette und jetzt durch DearMarySue und schwelge in Erinnerungen an vergangene Zeiten, Freundschaften und Posts. Weißt du, dass dieses wundervolle Stück Liebe hier schon seit dem 23. April 2012 besteht? Seit über vier Jahren existiert unsere kleine Welt von DearMarySue, das Verbindungsstück zweier Schmetterlinge auf ihrem Lebensweg. Ich kann gar nicht sagen, wie sehr mich diese Tatsache erst verwundert und dann erfreut hat - so lange schon! Wenn ich mich durch unsere Posts klicke, finde ich so vieles, was ich oft schon vergessen habe: Zitate, Liedtexte, Geschichten unserer beiden verzweigten Leben. Lachen, Weinen. Alles, hier. Wir. Vor allem: Wir.

Ich werde mich gleich hinsetzen und für die Aufnahmeprüfung für das Medizinstudium lernen. Aber ich glaube, dass ich davor noch ein oder zwei unserer vergangenen Posts lesen werde. Manchmal ist es wahnsinnig schön, in dieser Vergangenheit zu versinken, in all dem, was wir uns geschrieben haben, in unserer Verbindung, in den Rollenspielen, die ich schon so lange mal überarbeiten und wieder sichtbar stellen wollte. 2012. Damals war ich gerade einmal 16 Jahre alt! Damals kannte ich noch nicht einmal A. und D. - du hast mich durch mehr Lebenswege und über mehr Steine begleitet als die meisten meiner Freunde. Du weißt gar nicht, wie unendlich dankbar ich dir dafür bin, Hanna. Dafür, dass du immer da bist. Und dass wir hier ein Stück Leben festhalten.

Weißt du, dass unser Treffen auch schon eine halbe Ewigkeit her ist? Als wir uns in Leipzig am Bahnhof trafen und zusammen einen wundervollen Nachmittag verbrachten. Ich denke manchmal gerne daran zurück und sehe mir unsere absolut behinderten Fotos an, bei denen ich jedes Mal lachen muss und dann freue ich mich immer, weil es damals so schön war und noch mehr freue ich mich, wenn ich daran denke, dass es bald endlich wieder so weit ist! Denn, liebe Hanna, meine Reise im Juli ist jetzt tatsächlich fix geplant und ich befinde mich vom 17. bis zum 23. Juli in der Nähe von Braunschweig. Da werde ich es hoffentlich mal schaffen, für einen Tag zu dir rüber zu hüpfen. Ach: Streich das hoffentlich. Sag mir einen Tag, egal welchen, und ich werde kommen. ♥

Und dann: Du und ich. Wieder vereint. Schmetterlingslachen und -reden und -liebe. [Endlich!]

Ƹ̵̡Ӝ̵̨̄Ʒ

Mein Kater liegt gerade rechts von mir auf meinem obligatorischen Klamottenhaufen und im Hintergrund läuft gerade Nicht nichts von AnnenMayKantereit, eine Band, die dir, wenn du meinen Blog regelmäßig liest, wohl nicht mehr fremd ist. Der Chat, in dem ich permanent zu finden bin, ist offen. Außerdem Skype und WhatsApp in seiner Webversion. Menschen schreiben mir. Ich trinke einen innocent-Smoothie mit Apfel und Himbeere. Gleich werde ich meine Schokolade essen, vermutlich die Scotch Whisky, eine Nobelbitterschokolade gefüllt mit Whiskycreme. Habe ich mir heute mal aus Neugierde gekauft. Vielleicht hilft mir der Alkohol nachher ja beim Lernen, haha. 

Momentan sind viele meiner Freunde unterwegs. Panda ist auf dem Münchner Stammtisch und amüsiert sich ohne mich, was mir gerade irgendwie ein beklopptes blödes Gefühl gibt, was ich nicht ganz verstehen kann. Sebi ist bei seiner Familie in Kärnten. Marina besucht ihren Herrn, Lena ist auf dem Dortmunder Stammtisch. Alle haben samstags etwas Schönes vor und das hätte ich auch, wenn ich mir den Tag nicht freigehalten hätte fürs Lernen. Trotzdem fühlt man sich in solchen Momenten manchmal ein bisschen einsam, weil man so weit weg wohnt von diesen Menschen, weil man nicht spontan sagen kann: Ich komme mit! Aber jetzt muss ich gerade wieder lächeln, denn nächstes Wochenende ist mein Stammtisch und Sebi kommt mit; Marina ist sowieso bald wieder zuhause und wird mit mir wieder Herzchen hin und her schreiben. Und Lena sehe ich Ende Juli und Panda sehe ich auch im Juli und im August und - Leben ist schön und Einsamkeit überbrückbar.

Leben ist schön, Hanna. Und wir sehen uns bald. Und ich gehe jetzt lernen und Posts lesen und vielleicht raffe ich mich nachher auf, endlich mal Straßenkind fertig zu überarbeiten, damit wir endlich wieder zusammen in Worten versinken können. Ich habe dich unheimlich lieb und weil mir gerade nach ist, kriegst du ein aktuelles Foto von mir und von meinem Kater, und jetzt auf Wiedersehen, schöner Schmetterling!

Der Versuch eines hübschen Bildes mit rotem Lippenstift, nachdem mich viele Leute aufgrund meiner Haarfarbenänderung "Schneewittchen" oder auch optional "Schneeflittchen" getauft hatten. Das Bild landete dann auf keinen Social Medias, aber mir gefällt es irgendwie trotzdem ein bisschen. Keine Ahnung. Auch wenn man meine Pickel sieht. Und- Ich wollte es trotzdem irgendwo teilen. [:

& here you can see: the little, sweet monster. ♥
Ines.

Samstag, 9. April 2016

Schmetterlinge im Herzen

Hay Liebes,

ich dachte eben, ich hab mich verguckt als Blogger mir sagte, dass du vor 5!!! Tagen gepostet hast weil ich nichts davon mitbekommen habe. Ich habe natürlich sofort gelesen, was du mir geschrieben hast und mich wahnsinnig mit dir gefreut. Das klingt wirklich unglaublich schon, nach wahren Freunden, die du da hast und auch ein bisschen romantisch und ich finde Romantik ist so selten geworden.
Ich freue mich sowieso immer, wenn du in Dresden bist oder warst weil ich dann weiß, dass du immerhin für kurze Zeit gar nicht mehr so weit entfernt warst und das bringt die Schmetterlinge in meinem Herzen wieder zum fliegen.

Ich habe in den letzten Tagen öfter wieder mit Lucy telefoniert und geschrieben, die wie du weißt ja in Australien ist und ich finde, das hat mir ziemlich gut getan. Es ist sehr ermutigend zu wissen, dass es gar nicht mehr so lange hin ist, bis sie wieder kommt und über die Hälfte habe ich ja schon geschafft.
Während ihrer Abwesenheit habe ich mehr als je zuvor gemerkt, wie unglaublich wertvoll die Personen in meiner Umgebung so sind. Mein wundervolles Weib, z.B., das ich unglaublich liebe und die ich jede Woche sehe - und die mir richtig gut tut.
Gestern hat mich die Mutter eines meiner Tanzkinder gefragt, wieso ich denn in Magdeburg bleiben möchte und ich hab mein Weib angesehen, die neben mir stand und meinte "Früher wollte ich immer weg hier aber in letzter Zeit ist so viel passiert, das mich hier hält." und im Nachhinein musste ich innerlich darüber lächeln, weil es so wahr ist.
Ich kann jeden Menschen verstehen, der nach der Schule nicht mehr zu Hause wohnen möchte, klar, das selbe wollte ich ja vor ein paar Jahren auch noch. Aber wenn ich daran denken würde, all das hier zu verlassen, diese Bequemlichkeit und dieses Willkommen-Gefühl, das einem nur sein zu Hause bieten kann, denke ich, würde ich etwas vermissen. Und dann wäre da ja auch noch N., den ich um nichts in der Welt hier zurück lassen würde.

Und dann wäre da noch ...

Ich freue mich riesig darüber, dass du P. kennen gelernt hast und ich habe versucht mich daran zu erinnern, wann du mir das erste Mal von ihm erzählt hast und ob oder in welcher Weise du da noch mit A. zu tun hattest und ich habe mich an mein Mary-Sue-Rollenspiel erinnert - Kiaras Welt. Ich weiß nicht, ob du es jemals gelesen hast oder wusstest worum es ging aber in Grundzügen war es ja eine Twilight-FanFiction in der die Protagonistin, eine Gastaltwandlerin, sich auf Seth geprägt hat  und andersherum aber trotz alledem eine Beziehung mit Quil angefangen hat und naja, es war halt ne FanFiction, in Rpg-Welten kann alles passieren und alles ist möglich und es kam mir damals so unglaublich unwahrscheinlich vor aber denkst du, dass man sich in jemanden verlieben kann, auch wenn man bereits jemand anderen liebt?
Wie war das bei dir und A.? Da müssen wir auf jeden Fall mal drüber quatschen. Es interessiert mich unheimlich.
Ich weiß auf jeden Fall zu schätzen, dass du an meinem Geburtstag an mich gedacht hast. Ich denke auch an dich, jedes Silvester und wie das Feuerwerk nur für dich strahlt, für meinen kleinen Schmetterling.
Nächste Woche ist bei uns Mottowoche und Freitag der letzte Schultag. Feiert ihr das auch so in Österreich? Bei uns jedenfalls treffen sich alle Abiturienten im Stadtpark zu einem riesengroßen Feier und anschließendem Besäufnis und man kann davon ausgehen, da das hier Magdeburg ist, dass man an diesem Tag jedem Menschen begegnen wird, den du überhaupt kennst und deshalb läuft man eigentlich den ganzen Tag nur rum, tranzt, trinkt und sucht nach seinen Freunden. Ich freue mich riesig drauf und ich werde dir, wenn ich daran denke, Bilder schicken von der Mottowoche.

Ich denke ganz fest an dich und die Schmetterlinge in meinem Herzen tanzen immer noch vor Freunde über deinen Post und dieser schönen Überraschung, die dich so glücklich gemacht hat und ich liebe dich dafür, das du sie zum tanzen bringen kannst.

Auf das du noch viele weitere schöne Überraschungen in diesem Jahr erlebst!
~Evoliette

Sonntag, 3. April 2016

Schmetterlingsflügelschläge. Im Bauch.

Dear Hanna.

Ich hatte eigentlich vor, zu deinem Geburtstag hier etwas zu verfassen, um dir zu zeigen, dass jemand auf dieser großen weiten Welt an dich denkt und sich um dich Gedanken macht und dich immer noch, nach all den Jahren, gerne hat und die Verbindung zu dir schätzt. Leider ist es mir bis jetzt noch nicht gelungen, diesen geplanten Post auch in die Tat umzusetzen und dieser hier wird jetzt auch nicht das, was ich vorhatte - aber ich hoffe, das macht dir nichts aus. Dennoch, vorweg: Auch hier noch einmal alles Gute zum Geburtstag, meine wunderbare Hanna. Ich habe dich so gern - und ich bin so froh, diese Verbindung zu dir zu haben, die, wie ich glaube, nichts so leicht kaputt machen wird. Sie ist so stark, trotz all der Jahre, trotz der Entfernung. Ich kann dir niemals genug dafür danken, dass ich dich in meinem Leben wissen darf. Aber: Danke. Danke dafür.

Eigentlich wollte ich dieses Ereignis auf meinem eigenen Blog posten, aber bevor ich überhaupt anfangen konnte zu tippen, überkam mich der Drang, es dir hier zu schildern. Ich habe dir sicher schon von diesem Menschen erzählt, nennen wir ihn einfach P. - diesen Menschen, in den ich mich Hals über Kopf verliebt habe und mit dem ich unheimlich viel Spaß habe. Der mich zum Lächeln bringt, immer und immer wieder. Dieser Mensch jedenfalls hat, ebenso wie ich, momentan Urlaub. Er hatte überlegt, in Dresden vorbeizuschauen, während ich hier bin, um mich und die Freunde, bei denen ich nächtige, zu besuchen. Leider hatte er schließlich doch keine Zeit dafür, aus Gründen. Das war sehr schade, aber ich fuhr trotzdem guter Dinge nach Dresden.

Ich lasse jetzt die Schattenseiten meines Besuches hier aus - nicht alles war schön. Aber ich glaube, du kannst dir vielleicht schon denken, was passiert ist: Genau das! Katharina und Daniel, die beiden Freunde, bei denen ich übernachtete, luden mich zu Daniel in seine WG ein, um zu kochen und gemeinsam zu Abend zu essen. Und als sie so überlegten, was es denn nun geben sollte, fiel zum Beispiel der Satz: "Wir müssen für fünf oder sechs Personen kochen..." Ich stand da: Wir sind zu dritt, Daniels Mitbewohner ist auch noch da, dann wären wir zu viert - wer ist der Rest? Und als Katharina mich auch noch aufforderte, meinen Schleich-Panda (diese Viecher, die es zu kaufen gibt, kennst du die? Ich sammle sie und ich habe mir am Freitag einen Panda gekauft) doch mit zu Daniel zu nehmen, wurde ich schon verdammt skeptisch. Aber ich sagte mir immer wieder vor, dass P. sicher nicht kommen würde. Das war unmöglich! Ich hatte mir in den vergangenen Monaten so oft gewünscht, dass er einfach auftauchte, und natürlich ist es nie passiert! Warum sollte es also jetzt passieren? Ach, Ines, mach dir keine falschen Hoffnung, schäle deine verdammten Kiwis und pass auf, dass deine Gedanken nicht abschweifen.

Und dann hat es an der Tür geklingelt. Und. Ja. Dann stand natürlich P. da, einfach so, neben mir, und hat mich angegrinst. Und Katharina und Daniel, die natürlich eingeweiht waren, haben auch blöd gegrinst. Und ich habe irgendwann, nach ein paar Stunden, als die Schockstarre sich verabschiedet hatte, auch blöd gegrinst. Und habe dann erfahren, dass eigentlich ein Sonntagsfrühstück mit ihm geplant war, er aber überraschenderweise doch schon früher Zeit hatte. Und - er hat mir Osterschokolade und Nougat mitgenommen und er hat mich umarmt und ich kann gar nicht glauben, dass das wirklich passiert ist. Ich liege gerade in dem Bett, in dem er geschlafen hat, und er ist schon weg und ich fass es nicht. Ich fass es einfach nicht. Er war echt da. Und hat mich überrascht. Kannst du das fassen? Also, wahrscheinlich, aber ich nicht. Fuck. Das zu schreiben ist schon so - wow.

Und in 12 Tagen sehe ich ihn wieder. Und er war so lieb zu mir. Und ich wollte dir das jetzt schreiben, weil es mich so überwältigt hat und ich diese Freude mit dir teilen wollte. Jetzt werde ich ein bisschen Osterschokolade fressen und später zu Katharina und Daniel schauen und - er war wirklich da. :) Jetzt fährt er übrigens gerade nach Magdeburg, also falls du ein Motorrad durch die Straße tuckern hörst, wird er das gewesen sein. Ich mag dich. Mehr dazu? Skype. Hab dich lieb. Leben ist schon verdammt schön manchmal, oder?

♥ Ines.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Immer höher hinaus

Liebe Ines,
zurzeit haben wir in Ethik die Philosophie von Immanuel Kant im Vergleich zu anderen Philosophen. Ich weiß noch, dass mir dieses Thema, die Denkweise dieses Menschen damals unglaublich geholfen hat als es darum ging, wie ich mit AE am besten weiterleben möchte.
Es ist immer sehr schwierig, wenn sich zwischenmenschliche Beziehungen so plötzlich ändern. An einem Tag hat dir ein Mensch alles bedeutet und am nächsten Tag soll er einfach so vollkommen aus deinem Leben verschwinden? Wie kann so etwas sein?

Ich habe in den letzten Tagen viel gelesen. Am Zocken, was sonst den größten Teil meines Tages ausgemacht hat, liegt mir nicht mehr allzu viel und ich mache es noch eher Freunden zuliebe als um mir selbst die Zeit zu vertreiben. Statt dessen habe ich ein paar alte Chats gelesen, in Schulbüchern herumgekramt und ab und an ein paar weitere Kapitel von "Anna Karenina", womit ich schleppend vorankomme. Vor allem aber habe ich mich auf die Beziehung zu einem bestimmten Menschen konzentriert. Du meintest mal zu mir, dass es dich glücklich macht in unseren alten Posts rumzuschmökern wenn wir gerade Perioden haben, in denen wir nicht so viel schreiben und ich dachte mir, genau das versuche ich auch einmal. Denn bei manchen Menschen tun solche Phasen, in denen sich niemand meldet mehr weh, als bei anderen... egal wie lang oder kurz sie sein mögen.

Jedenfalls habe ich mich hingesetzt und die allererste Konversation gelesen, die ich mit meinem neu gewonnenen Freund über Whatsapp geführt habe und dann die folgenden und während ich in den ersten Passagen noch herzlichen grinsen musste erlosch es irgendwann und wurde von den Spuren der Realität überdeckt, die uns seit dem eingeholt hat.

In meinem Blog habe ich auch gelesen und weißt du was mir aufgefallen ist? Ich führe dieses 'virtuelle Tagebuch' seit 5 Jahren und ich habe den Eindruck, dass es immer und immer wieder um ein und das selbe Thema geht: Verlust.
Es liest sich alles so, als ob ich glücklich bin mit den Menschen in meiner Umgebung und der derzeitigen Situation für eine kleine Weile - meistens ein halbes Jahr - und dann plötzlich sind diese Menschen weg und ich kämpfe noch Monate danach mit der Verarbeitung dessen. Immer wieder scheine ich mir über die Jahre die Frage zu stellen, weshalb niemand bleibt und immer wieder lasse ich mich auf Menschen ein um dann enttäuscht zu werden und alles davon halte ich auf ~Evoliette fest.

Wenn man mein Leben also als ein einziges auf und ab und kommen und gehen von geliebten Menschen bezeichnen kann, befinde ich mich zurzeit wohl auf einem 'ab', auf einem 'gehen', denn ein halbes Jahr ist exakt wieder um und Menschen beginnen zu gehen - nicht alle, Gott sei Dank nicht annähernd alle, aber eine einzige Person reicht aus um die Zweifel wieder hervor zu kramen und mich zu diesem Menschen zu machen, zu dem ich in den letzten Tagen wieder geworden bin.

Natürlich beginnt man sich irgendwann nicht mehr nur die Frage zu stellen, weshalb Menschen gehen, sondern wieso sie überhaupt kommen. Wieso lässt man Menschen, neue Menschen, die in der Lage sind wieder zu gehen, dich zu verletzen und andere Dinge zu tun, die dich unglücklich machen könnten überhaupt in sein Leben, wenn man doch sehr glücklich ist mit der derzeitigen Situation?
Und genau mit dieser Frage sind wir wieder bei Immanuel Kant und dem Ethikunterricht.
Aristoteles soll wohl mal gemeint haben, der Mensch hat einen natürlichen Egoismus, aber er ist ein zoon politikon, ein gesellschaftliches Wesen. Wir können also nicht ohne andere Menschen leben, okay, das kann ich verstehen. Daran gibt es nichts weiter zu erklären, denn ohne die Gemeinschaft und das Weitervermitteln von Wissen kann es keinen Fortschritt geben. Aber weißt du, was noch erforderlich ist um einen Fortschritt voran zu treiben? Das Wollen, das ewige Streben nach mehr und genau darum geht es.

Wenn Menschen als kleine Raupen geboren werden und irgendwann ihre eigene Persönlichkeit entwickeln und den Weg finden, den sie gehen wollen, dann werden sie zu Schmetterlingen. Vielleicht sind sie dann immernoch veränderlich, verändern mal ihre Flügelfarbe, ihre Flügelform aber die Frage ist, was sie tun, wenn sie zu Schmetterlingen geworden sind. Sie fangen natürlich an zu fliegen. Und Menschen wollen immer mehr als sie haben. Sie fliegen höher und immer höher hinaus und haben sie einmal erreicht, was sie wollen, dann wollen sie auch schon das nächste.

Letzten Sommer war ich glücklich mit meiner Situation. Ich hatte den besten Sommer überhaupt und war ein vollkommener Schmetterling. Dann folgten Ereignisse, die mich dazu gebracht haben höher zu fliegen, als ich es jemals für möglich gehalten hätte und dann als die Luft zu dünn wurde bin ich wieder auf die Höhe herabgesunken, auf der ich letzten Sommer war. Nur, dass sie mir jetzt gar nicht mehr so vollkommen vorkommt, weißt du, was ich meine?
Ich weiß auch nicht ob du Anna Karenina schonmal gelesen hast, ich hab damit angefangen irgendwann gegen Weihnachten, als noch alles in Ordnung war und ohne auch nur in Ansätzen zu wissen, worum es geht und mittlerweile weiß ich, dass es um eine Frau geht, die ein scheinbar perfektes Leben führt, eine Familie, die sie liebt, eine Menge Freunde, Erfolg und Charisma. Sie könnte alles im Leben erreichen und dann auf einem Ball verliebt sie sich ganz plötzlich und alles, was vorher ihr Leben ausgemacht hat erscheint ihr plötzlich mangelhaft und du kannst dir vorstellen, dass ein solches Buch mir in meiner derzeitigen Situation nicht gerade weiterhilft. Normalerweise helfen Bücher mal von meinen Problemen Abstand zu nehmen und versetzen mich nicht mitten rein.

Eigentlich will ich dir also sagen, dass ich zurzeit sehr glücklich bin mit allem, was ich habe und auch keinen Menschen kenne, mit dem ich würde tauschen wollen aber es da trotzdem dies kleinen Sachen gibt, die mich zweifeln lassen und dass es Menschen gibt, die ich sehr sehr vermisse.

Ich hab dich lieb und ich hoffe es geht dir gut.
~Evoliette

Samstag, 1. August 2015

Bereit zu fliegen

Dear Hanna.

Irgendwann breitet jeder Schmetterling seine Flügel aus und beginnt die große weite Reise ins Ungewisse. Für mich wird es im Oktober soweit sein - dann breite ich diese Flügel aus, voller Tinte und Worte, und wohin es mich verschlagen wird, ist noch unsicher. Ich habe große Angst davor und gleichzeitig kann ich es überhaupt nicht mehr erwarten. Die Zukunft - sie steht wie eine große, schier unüberwindbare Mauer vor mir und während ich darauf zugehe, kann ich es kaum erwarten, sie endlich zu erklimmen. Gleichzeitig habe ich Angst - was, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn es die falsche Mauer ist? Was, wenn niemand da ist, um mir zu helfen?

Das also ist mein Leben. Zurzeit arbeite ich in der Fakturierung einer Firma und ich mag diese Arbeit sehr gerne. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland bin ich angemeldet für das Medizinstudium; für Österreich erfahre ich die Ergebnisse Mitte August, für Deutschland erst Ende September. Ich bange und hoffe auf Deutschland, wie du weißt, und dass es erst so spät die Gewissheit geben wird, macht mich verrückt. Aber ich arbeite und an den Wochenenden geht es mir gut. Ich habe Probleme und Ängste und Stress und irgendwo geht es mir gut. Auch mit A. - natürlich gibt es Probleme, massenweise, aber verdammt, ich kann nicht sagen, dass es mir nicht gut geht. Weil es mir gut geht. Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich eine Frau, die die Zukunft packen wird, egal, wann es entschieden wird und was dann entschieden wird. Die Angst, die ich habe, ist da, aber - es ist schwer zu beschreiben, aber ich fühle mich schlichtweg bereit. Bereit zu fliegen.

Manchmal schreibe ich. Manchmal sitze ich vor meinem Computer und weine. Manchmal fühle ich mich allein und an anderen Tagen erdrückt mich die Anwesenheit anderer Menschen. Manchmal überlege ich, was mein Leben schön macht und dann wieder frage ich mich, warum ich mir solche Fragen überhaupt stelle, weil sie so einfach zu beantworten sind. I can't lie - it's a sweet life. [Hast du dir Pitch Perfect 2 schon angesehen? Dann weißt du auch, woher ich dieses wundervolle Zitat habe. Und wenn nicht, dann rate ich dir, es ganz schnell nachzuholen, denn dieser Film ist so unendlich perfekt. Ich habe ihn schon Dutzende Male gesehen.] Es überrascht mich, dass ich gerade jetzt - in einer Zeit voller Ungewissheit - diese Stärke in mir fühle, die ich früher immer verzweifelt gesucht habe. Aber jetzt ist sie hier. Und sie trägt mich. Sie ist der eine Flügel.

Der andere Flügel ist die Hoffnung. Hoffnung auf ein wunderschönes Leben an einem Ort, der seit zwei Jahren mein Zuhause ist. Hoffnung auf eine Universität, an der ich das Fach studiere, dem ich seit mehreren Jahren entgegenfiebere; Hoffnung auf ein Leben mit A. und D. in Dresden. Und dann liege ich nachts in meinem Bett und träume davon; träume davon, nach Hause zu kommen. Immer wieder. Ich habe vor, mir ein Tattoo stechen zu lassen. Es soll der Schriftzug "choose happiness" sein und dazu die Triskele - ich weiß nicht, ob du dieses Zeichen kennst, aber es sieht schön aus und hat eine persönliche Bedeutung für mich. Ich überlege noch, wo es hinsoll, aber ich will es haben. Unbedingt. Es ist das, wonach ich gesucht habe.

{your questions}

In deinem letzten Beitrag hast du mich gefragt, ob wir Zehngeschosser hier in Österreich haben, da, wo ich lebe. Das fand ich sehr lustig. Ich wohne in dem höchsten Wohnhaus meiner Stadt und zwar im 15. Stock. - Also, ja. Wir haben Zehngeschosser. Oder auch Siebzehngeschosser, wenn du so willst. Die Aussicht von hier oben ist atemberaubend und Leute mit Höhenangst sehen mich immer sehr seltsam an, wenn ich ihnen davon erzähle. Ich mag es hier oben; so weit oben, wie nicht einmal ein Schmetterling kommen kann.

Du hast mich auch gefragt, ob ich schon einmal am Meer war. Als Kinder fuhren meine Schwester und ich jedes Jahr mit meinen Großeltern nach Kroatien und haben dort eine oder zwei Wochen am Meer verbracht. Später dann habe ich das Meer in Ostende gesehen, einem Ort in Belgien, und dann später noch einmal in Triest, in Italien. Schulausflüge waren es, an die ich schöne Erinnerungen habe. Außerdem war ich als Kind zweimal in Tunesien, aber an das Meer dort kann ich mich kaum mehr erinnern. Manche Leute vermissen das Meer, wenn sie nicht dort sind; ich nicht. Es ist schön dort. Aber ich habe nie diese Sehnsucht danach entwickelt.

{my questions}

Warst du schon einmal außerhalb Europas? Ich war, wie bereits erwähnt, schon zweimal in Tunesien, aber da war ich sieben bzw. neun Jahre alt und ich kann mich wirklich kaum noch daran erinnern. Ich würde gerne mal nach New York oder Kanada, aber Afrika oder Asian oder gar Australien ist für mich kein Urlaubsort, der mich wirklich interessieren würde. Höchstens Japan.

Möge das Glück stets mit dir sein.
[Itsuka]