Samstag, 9. April 2016

Schmetterlinge im Herzen

Hay Liebes,

ich dachte eben, ich hab mich verguckt als Blogger mir sagte, dass du vor 5!!! Tagen gepostet hast weil ich nichts davon mitbekommen habe. Ich habe natürlich sofort gelesen, was du mir geschrieben hast und mich wahnsinnig mit dir gefreut. Das klingt wirklich unglaublich schon, nach wahren Freunden, die du da hast und auch ein bisschen romantisch und ich finde Romantik ist so selten geworden.
Ich freue mich sowieso immer, wenn du in Dresden bist oder warst weil ich dann weiß, dass du immerhin für kurze Zeit gar nicht mehr so weit entfernt warst und das bringt die Schmetterlinge in meinem Herzen wieder zum fliegen.

Ich habe in den letzten Tagen öfter wieder mit Lucy telefoniert und geschrieben, die wie du weißt ja in Australien ist und ich finde, das hat mir ziemlich gut getan. Es ist sehr ermutigend zu wissen, dass es gar nicht mehr so lange hin ist, bis sie wieder kommt und über die Hälfte habe ich ja schon geschafft.
Während ihrer Abwesenheit habe ich mehr als je zuvor gemerkt, wie unglaublich wertvoll die Personen in meiner Umgebung so sind. Mein wundervolles Weib, z.B., das ich unglaublich liebe und die ich jede Woche sehe - und die mir richtig gut tut.
Gestern hat mich die Mutter eines meiner Tanzkinder gefragt, wieso ich denn in Magdeburg bleiben möchte und ich hab mein Weib angesehen, die neben mir stand und meinte "Früher wollte ich immer weg hier aber in letzter Zeit ist so viel passiert, das mich hier hält." und im Nachhinein musste ich innerlich darüber lächeln, weil es so wahr ist.
Ich kann jeden Menschen verstehen, der nach der Schule nicht mehr zu Hause wohnen möchte, klar, das selbe wollte ich ja vor ein paar Jahren auch noch. Aber wenn ich daran denken würde, all das hier zu verlassen, diese Bequemlichkeit und dieses Willkommen-Gefühl, das einem nur sein zu Hause bieten kann, denke ich, würde ich etwas vermissen. Und dann wäre da ja auch noch N., den ich um nichts in der Welt hier zurück lassen würde.

Und dann wäre da noch ...

Ich freue mich riesig darüber, dass du P. kennen gelernt hast und ich habe versucht mich daran zu erinnern, wann du mir das erste Mal von ihm erzählt hast und ob oder in welcher Weise du da noch mit A. zu tun hattest und ich habe mich an mein Mary-Sue-Rollenspiel erinnert - Kiaras Welt. Ich weiß nicht, ob du es jemals gelesen hast oder wusstest worum es ging aber in Grundzügen war es ja eine Twilight-FanFiction in der die Protagonistin, eine Gastaltwandlerin, sich auf Seth geprägt hat  und andersherum aber trotz alledem eine Beziehung mit Quil angefangen hat und naja, es war halt ne FanFiction, in Rpg-Welten kann alles passieren und alles ist möglich und es kam mir damals so unglaublich unwahrscheinlich vor aber denkst du, dass man sich in jemanden verlieben kann, auch wenn man bereits jemand anderen liebt?
Wie war das bei dir und A.? Da müssen wir auf jeden Fall mal drüber quatschen. Es interessiert mich unheimlich.
Ich weiß auf jeden Fall zu schätzen, dass du an meinem Geburtstag an mich gedacht hast. Ich denke auch an dich, jedes Silvester und wie das Feuerwerk nur für dich strahlt, für meinen kleinen Schmetterling.
Nächste Woche ist bei uns Mottowoche und Freitag der letzte Schultag. Feiert ihr das auch so in Österreich? Bei uns jedenfalls treffen sich alle Abiturienten im Stadtpark zu einem riesengroßen Feier und anschließendem Besäufnis und man kann davon ausgehen, da das hier Magdeburg ist, dass man an diesem Tag jedem Menschen begegnen wird, den du überhaupt kennst und deshalb läuft man eigentlich den ganzen Tag nur rum, tranzt, trinkt und sucht nach seinen Freunden. Ich freue mich riesig drauf und ich werde dir, wenn ich daran denke, Bilder schicken von der Mottowoche.

Ich denke ganz fest an dich und die Schmetterlinge in meinem Herzen tanzen immer noch vor Freunde über deinen Post und dieser schönen Überraschung, die dich so glücklich gemacht hat und ich liebe dich dafür, das du sie zum tanzen bringen kannst.

Auf das du noch viele weitere schöne Überraschungen in diesem Jahr erlebst!
~Evoliette

Sonntag, 3. April 2016

Schmetterlingsflügelschläge. Im Bauch.

Dear Hanna.

Ich hatte eigentlich vor, zu deinem Geburtstag hier etwas zu verfassen, um dir zu zeigen, dass jemand auf dieser großen weiten Welt an dich denkt und sich um dich Gedanken macht und dich immer noch, nach all den Jahren, gerne hat und die Verbindung zu dir schätzt. Leider ist es mir bis jetzt noch nicht gelungen, diesen geplanten Post auch in die Tat umzusetzen und dieser hier wird jetzt auch nicht das, was ich vorhatte - aber ich hoffe, das macht dir nichts aus. Dennoch, vorweg: Auch hier noch einmal alles Gute zum Geburtstag, meine wunderbare Hanna. Ich habe dich so gern - und ich bin so froh, diese Verbindung zu dir zu haben, die, wie ich glaube, nichts so leicht kaputt machen wird. Sie ist so stark, trotz all der Jahre, trotz der Entfernung. Ich kann dir niemals genug dafür danken, dass ich dich in meinem Leben wissen darf. Aber: Danke. Danke dafür.

Eigentlich wollte ich dieses Ereignis auf meinem eigenen Blog posten, aber bevor ich überhaupt anfangen konnte zu tippen, überkam mich der Drang, es dir hier zu schildern. Ich habe dir sicher schon von diesem Menschen erzählt, nennen wir ihn einfach P. - diesen Menschen, in den ich mich Hals über Kopf verliebt habe und mit dem ich unheimlich viel Spaß habe. Der mich zum Lächeln bringt, immer und immer wieder. Dieser Mensch jedenfalls hat, ebenso wie ich, momentan Urlaub. Er hatte überlegt, in Dresden vorbeizuschauen, während ich hier bin, um mich und die Freunde, bei denen ich nächtige, zu besuchen. Leider hatte er schließlich doch keine Zeit dafür, aus Gründen. Das war sehr schade, aber ich fuhr trotzdem guter Dinge nach Dresden.

Ich lasse jetzt die Schattenseiten meines Besuches hier aus - nicht alles war schön. Aber ich glaube, du kannst dir vielleicht schon denken, was passiert ist: Genau das! Katharina und Daniel, die beiden Freunde, bei denen ich übernachtete, luden mich zu Daniel in seine WG ein, um zu kochen und gemeinsam zu Abend zu essen. Und als sie so überlegten, was es denn nun geben sollte, fiel zum Beispiel der Satz: "Wir müssen für fünf oder sechs Personen kochen..." Ich stand da: Wir sind zu dritt, Daniels Mitbewohner ist auch noch da, dann wären wir zu viert - wer ist der Rest? Und als Katharina mich auch noch aufforderte, meinen Schleich-Panda (diese Viecher, die es zu kaufen gibt, kennst du die? Ich sammle sie und ich habe mir am Freitag einen Panda gekauft) doch mit zu Daniel zu nehmen, wurde ich schon verdammt skeptisch. Aber ich sagte mir immer wieder vor, dass P. sicher nicht kommen würde. Das war unmöglich! Ich hatte mir in den vergangenen Monaten so oft gewünscht, dass er einfach auftauchte, und natürlich ist es nie passiert! Warum sollte es also jetzt passieren? Ach, Ines, mach dir keine falschen Hoffnung, schäle deine verdammten Kiwis und pass auf, dass deine Gedanken nicht abschweifen.

Und dann hat es an der Tür geklingelt. Und. Ja. Dann stand natürlich P. da, einfach so, neben mir, und hat mich angegrinst. Und Katharina und Daniel, die natürlich eingeweiht waren, haben auch blöd gegrinst. Und ich habe irgendwann, nach ein paar Stunden, als die Schockstarre sich verabschiedet hatte, auch blöd gegrinst. Und habe dann erfahren, dass eigentlich ein Sonntagsfrühstück mit ihm geplant war, er aber überraschenderweise doch schon früher Zeit hatte. Und - er hat mir Osterschokolade und Nougat mitgenommen und er hat mich umarmt und ich kann gar nicht glauben, dass das wirklich passiert ist. Ich liege gerade in dem Bett, in dem er geschlafen hat, und er ist schon weg und ich fass es nicht. Ich fass es einfach nicht. Er war echt da. Und hat mich überrascht. Kannst du das fassen? Also, wahrscheinlich, aber ich nicht. Fuck. Das zu schreiben ist schon so - wow.

Und in 12 Tagen sehe ich ihn wieder. Und er war so lieb zu mir. Und ich wollte dir das jetzt schreiben, weil es mich so überwältigt hat und ich diese Freude mit dir teilen wollte. Jetzt werde ich ein bisschen Osterschokolade fressen und später zu Katharina und Daniel schauen und - er war wirklich da. :) Jetzt fährt er übrigens gerade nach Magdeburg, also falls du ein Motorrad durch die Straße tuckern hörst, wird er das gewesen sein. Ich mag dich. Mehr dazu? Skype. Hab dich lieb. Leben ist schon verdammt schön manchmal, oder?

♥ Ines.

Mittwoch, 17. Februar 2016

Immer höher hinaus

Liebe Ines,
zurzeit haben wir in Ethik die Philosophie von Immanuel Kant im Vergleich zu anderen Philosophen. Ich weiß noch, dass mir dieses Thema, die Denkweise dieses Menschen damals unglaublich geholfen hat als es darum ging, wie ich mit AE am besten weiterleben möchte.
Es ist immer sehr schwierig, wenn sich zwischenmenschliche Beziehungen so plötzlich ändern. An einem Tag hat dir ein Mensch alles bedeutet und am nächsten Tag soll er einfach so vollkommen aus deinem Leben verschwinden? Wie kann so etwas sein?

Ich habe in den letzten Tagen viel gelesen. Am Zocken, was sonst den größten Teil meines Tages ausgemacht hat, liegt mir nicht mehr allzu viel und ich mache es noch eher Freunden zuliebe als um mir selbst die Zeit zu vertreiben. Statt dessen habe ich ein paar alte Chats gelesen, in Schulbüchern herumgekramt und ab und an ein paar weitere Kapitel von "Anna Karenina", womit ich schleppend vorankomme. Vor allem aber habe ich mich auf die Beziehung zu einem bestimmten Menschen konzentriert. Du meintest mal zu mir, dass es dich glücklich macht in unseren alten Posts rumzuschmökern wenn wir gerade Perioden haben, in denen wir nicht so viel schreiben und ich dachte mir, genau das versuche ich auch einmal. Denn bei manchen Menschen tun solche Phasen, in denen sich niemand meldet mehr weh, als bei anderen... egal wie lang oder kurz sie sein mögen.

Jedenfalls habe ich mich hingesetzt und die allererste Konversation gelesen, die ich mit meinem neu gewonnenen Freund über Whatsapp geführt habe und dann die folgenden und während ich in den ersten Passagen noch herzlichen grinsen musste erlosch es irgendwann und wurde von den Spuren der Realität überdeckt, die uns seit dem eingeholt hat.

In meinem Blog habe ich auch gelesen und weißt du was mir aufgefallen ist? Ich führe dieses 'virtuelle Tagebuch' seit 5 Jahren und ich habe den Eindruck, dass es immer und immer wieder um ein und das selbe Thema geht: Verlust.
Es liest sich alles so, als ob ich glücklich bin mit den Menschen in meiner Umgebung und der derzeitigen Situation für eine kleine Weile - meistens ein halbes Jahr - und dann plötzlich sind diese Menschen weg und ich kämpfe noch Monate danach mit der Verarbeitung dessen. Immer wieder scheine ich mir über die Jahre die Frage zu stellen, weshalb niemand bleibt und immer wieder lasse ich mich auf Menschen ein um dann enttäuscht zu werden und alles davon halte ich auf ~Evoliette fest.

Wenn man mein Leben also als ein einziges auf und ab und kommen und gehen von geliebten Menschen bezeichnen kann, befinde ich mich zurzeit wohl auf einem 'ab', auf einem 'gehen', denn ein halbes Jahr ist exakt wieder um und Menschen beginnen zu gehen - nicht alle, Gott sei Dank nicht annähernd alle, aber eine einzige Person reicht aus um die Zweifel wieder hervor zu kramen und mich zu diesem Menschen zu machen, zu dem ich in den letzten Tagen wieder geworden bin.

Natürlich beginnt man sich irgendwann nicht mehr nur die Frage zu stellen, weshalb Menschen gehen, sondern wieso sie überhaupt kommen. Wieso lässt man Menschen, neue Menschen, die in der Lage sind wieder zu gehen, dich zu verletzen und andere Dinge zu tun, die dich unglücklich machen könnten überhaupt in sein Leben, wenn man doch sehr glücklich ist mit der derzeitigen Situation?
Und genau mit dieser Frage sind wir wieder bei Immanuel Kant und dem Ethikunterricht.
Aristoteles soll wohl mal gemeint haben, der Mensch hat einen natürlichen Egoismus, aber er ist ein zoon politikon, ein gesellschaftliches Wesen. Wir können also nicht ohne andere Menschen leben, okay, das kann ich verstehen. Daran gibt es nichts weiter zu erklären, denn ohne die Gemeinschaft und das Weitervermitteln von Wissen kann es keinen Fortschritt geben. Aber weißt du, was noch erforderlich ist um einen Fortschritt voran zu treiben? Das Wollen, das ewige Streben nach mehr und genau darum geht es.

Wenn Menschen als kleine Raupen geboren werden und irgendwann ihre eigene Persönlichkeit entwickeln und den Weg finden, den sie gehen wollen, dann werden sie zu Schmetterlingen. Vielleicht sind sie dann immernoch veränderlich, verändern mal ihre Flügelfarbe, ihre Flügelform aber die Frage ist, was sie tun, wenn sie zu Schmetterlingen geworden sind. Sie fangen natürlich an zu fliegen. Und Menschen wollen immer mehr als sie haben. Sie fliegen höher und immer höher hinaus und haben sie einmal erreicht, was sie wollen, dann wollen sie auch schon das nächste.

Letzten Sommer war ich glücklich mit meiner Situation. Ich hatte den besten Sommer überhaupt und war ein vollkommener Schmetterling. Dann folgten Ereignisse, die mich dazu gebracht haben höher zu fliegen, als ich es jemals für möglich gehalten hätte und dann als die Luft zu dünn wurde bin ich wieder auf die Höhe herabgesunken, auf der ich letzten Sommer war. Nur, dass sie mir jetzt gar nicht mehr so vollkommen vorkommt, weißt du, was ich meine?
Ich weiß auch nicht ob du Anna Karenina schonmal gelesen hast, ich hab damit angefangen irgendwann gegen Weihnachten, als noch alles in Ordnung war und ohne auch nur in Ansätzen zu wissen, worum es geht und mittlerweile weiß ich, dass es um eine Frau geht, die ein scheinbar perfektes Leben führt, eine Familie, die sie liebt, eine Menge Freunde, Erfolg und Charisma. Sie könnte alles im Leben erreichen und dann auf einem Ball verliebt sie sich ganz plötzlich und alles, was vorher ihr Leben ausgemacht hat erscheint ihr plötzlich mangelhaft und du kannst dir vorstellen, dass ein solches Buch mir in meiner derzeitigen Situation nicht gerade weiterhilft. Normalerweise helfen Bücher mal von meinen Problemen Abstand zu nehmen und versetzen mich nicht mitten rein.

Eigentlich will ich dir also sagen, dass ich zurzeit sehr glücklich bin mit allem, was ich habe und auch keinen Menschen kenne, mit dem ich würde tauschen wollen aber es da trotzdem dies kleinen Sachen gibt, die mich zweifeln lassen und dass es Menschen gibt, die ich sehr sehr vermisse.

Ich hab dich lieb und ich hoffe es geht dir gut.
~Evoliette

Samstag, 1. August 2015

Bereit zu fliegen

Dear Hanna.

Irgendwann breitet jeder Schmetterling seine Flügel aus und beginnt die große weite Reise ins Ungewisse. Für mich wird es im Oktober soweit sein - dann breite ich diese Flügel aus, voller Tinte und Worte, und wohin es mich verschlagen wird, ist noch unsicher. Ich habe große Angst davor und gleichzeitig kann ich es überhaupt nicht mehr erwarten. Die Zukunft - sie steht wie eine große, schier unüberwindbare Mauer vor mir und während ich darauf zugehe, kann ich es kaum erwarten, sie endlich zu erklimmen. Gleichzeitig habe ich Angst - was, wenn ich es nicht schaffe? Was, wenn es die falsche Mauer ist? Was, wenn niemand da ist, um mir zu helfen?

Das also ist mein Leben. Zurzeit arbeite ich in der Fakturierung einer Firma und ich mag diese Arbeit sehr gerne. Sowohl in Österreich als auch in Deutschland bin ich angemeldet für das Medizinstudium; für Österreich erfahre ich die Ergebnisse Mitte August, für Deutschland erst Ende September. Ich bange und hoffe auf Deutschland, wie du weißt, und dass es erst so spät die Gewissheit geben wird, macht mich verrückt. Aber ich arbeite und an den Wochenenden geht es mir gut. Ich habe Probleme und Ängste und Stress und irgendwo geht es mir gut. Auch mit A. - natürlich gibt es Probleme, massenweise, aber verdammt, ich kann nicht sagen, dass es mir nicht gut geht. Weil es mir gut geht. Wenn ich in den Spiegel sehe, sehe ich eine Frau, die die Zukunft packen wird, egal, wann es entschieden wird und was dann entschieden wird. Die Angst, die ich habe, ist da, aber - es ist schwer zu beschreiben, aber ich fühle mich schlichtweg bereit. Bereit zu fliegen.

Manchmal schreibe ich. Manchmal sitze ich vor meinem Computer und weine. Manchmal fühle ich mich allein und an anderen Tagen erdrückt mich die Anwesenheit anderer Menschen. Manchmal überlege ich, was mein Leben schön macht und dann wieder frage ich mich, warum ich mir solche Fragen überhaupt stelle, weil sie so einfach zu beantworten sind. I can't lie - it's a sweet life. [Hast du dir Pitch Perfect 2 schon angesehen? Dann weißt du auch, woher ich dieses wundervolle Zitat habe. Und wenn nicht, dann rate ich dir, es ganz schnell nachzuholen, denn dieser Film ist so unendlich perfekt. Ich habe ihn schon Dutzende Male gesehen.] Es überrascht mich, dass ich gerade jetzt - in einer Zeit voller Ungewissheit - diese Stärke in mir fühle, die ich früher immer verzweifelt gesucht habe. Aber jetzt ist sie hier. Und sie trägt mich. Sie ist der eine Flügel.

Der andere Flügel ist die Hoffnung. Hoffnung auf ein wunderschönes Leben an einem Ort, der seit zwei Jahren mein Zuhause ist. Hoffnung auf eine Universität, an der ich das Fach studiere, dem ich seit mehreren Jahren entgegenfiebere; Hoffnung auf ein Leben mit A. und D. in Dresden. Und dann liege ich nachts in meinem Bett und träume davon; träume davon, nach Hause zu kommen. Immer wieder. Ich habe vor, mir ein Tattoo stechen zu lassen. Es soll der Schriftzug "choose happiness" sein und dazu die Triskele - ich weiß nicht, ob du dieses Zeichen kennst, aber es sieht schön aus und hat eine persönliche Bedeutung für mich. Ich überlege noch, wo es hinsoll, aber ich will es haben. Unbedingt. Es ist das, wonach ich gesucht habe.

{your questions}

In deinem letzten Beitrag hast du mich gefragt, ob wir Zehngeschosser hier in Österreich haben, da, wo ich lebe. Das fand ich sehr lustig. Ich wohne in dem höchsten Wohnhaus meiner Stadt und zwar im 15. Stock. - Also, ja. Wir haben Zehngeschosser. Oder auch Siebzehngeschosser, wenn du so willst. Die Aussicht von hier oben ist atemberaubend und Leute mit Höhenangst sehen mich immer sehr seltsam an, wenn ich ihnen davon erzähle. Ich mag es hier oben; so weit oben, wie nicht einmal ein Schmetterling kommen kann.

Du hast mich auch gefragt, ob ich schon einmal am Meer war. Als Kinder fuhren meine Schwester und ich jedes Jahr mit meinen Großeltern nach Kroatien und haben dort eine oder zwei Wochen am Meer verbracht. Später dann habe ich das Meer in Ostende gesehen, einem Ort in Belgien, und dann später noch einmal in Triest, in Italien. Schulausflüge waren es, an die ich schöne Erinnerungen habe. Außerdem war ich als Kind zweimal in Tunesien, aber an das Meer dort kann ich mich kaum mehr erinnern. Manche Leute vermissen das Meer, wenn sie nicht dort sind; ich nicht. Es ist schön dort. Aber ich habe nie diese Sehnsucht danach entwickelt.

{my questions}

Warst du schon einmal außerhalb Europas? Ich war, wie bereits erwähnt, schon zweimal in Tunesien, aber da war ich sieben bzw. neun Jahre alt und ich kann mich wirklich kaum noch daran erinnern. Ich würde gerne mal nach New York oder Kanada, aber Afrika oder Asian oder gar Australien ist für mich kein Urlaubsort, der mich wirklich interessieren würde. Höchstens Japan.

Möge das Glück stets mit dir sein.
[Itsuka] 


Dienstag, 9. Juni 2015

Schmetterlinge über Wasser

Liebe Ines,

ich weiß, es ist lange her, dass ich hier geschrieben habe aber dir jetzt hier diesen Brief zu schreiben erschien mir als die beste Idee, die ich seit langem hatte.
Ich hatte einen wunderbaren und ereignisreichen Nachmittag und es gibt niemanden, dem ich davon erzählen könnte weil jeder einzelne, der dafür in Frage käme heute dabei war.

N. hat mich überredet mit ihm und ein paar Leuten aus seiner Klasse Wasserski zu fahren. Ich hatte wahnsinnig schiss und einiger Bedenken, weil ich Lucy dafür absagen musste aber wir konnten das Treffen auf Donnerstag verschieben sodass ich heute nach einem herrlich kurzen Schultag (6 Stunden) direkt zu N. fahren konnte, der direkt in einem Zehngeschosser neben einem See wohnt. (Habe ich dir schonmal erzählt wie herrlich die Aussicht aus seinem Zimmer ist?) Ich weiß nicht, ob ihr Zehngeschosser in Österreich habt dort wo du wohnst aber bald wohnst du ja in Dresden und da gibt es ganz sicherlich welche.
Naja, kommen wir zurück zum Wasserski. N. hat schon seit Ewigkeiten darauf gedrängt, dass ich das mal mit ihm mache, er hat jede Menge Spaß daran (und Übung) und so war es ganz toll, dass ich heute nicht die einzige Anfängerin war. Es ist nämlich irgendwo logisch, dass man beim ersten Mal (und meistens auch einige Male danach) beim Versuch auf den Skiern zu starten unästhetisch ins Wasser klatscht. Natürlich blieb das auch bei mir nicht aus und daher war ich froh, dass ich nicht die einzige arme Seele war, die sich vom Publikum ringsum auslachen lassen musste (zu dem unter anderem N, sein bester Freund, AE und meine Gute gehörten ... achja und N.'s Eltern).

Nach drei gescheiterten Versuchen stand ich dann urplötzlich auf Skiern, vollkommen durchnässt und in einem Tempo, mit dem ich gar nicht gerechnet hätte. (Weißt du? Ich gehöre zu der Ich-würde-niemals-mit-einer-Achterbahn-fahren-Fraktion weil ich diese hohen Geschwindigkeiten gemeinsam mit dem auf und ab einfach nicht abkann.) Daher gestehe ich, dass ich ein bisschen gekreischt habe am Anfang aber da es nicht sehr auf und ab geht beim Wasserski fahren konnte ich mich recht bald dran gewöhnen und ich bin nach zwei Stunden tatsächlich eine ganze Runde gefahren, um jede Kurve herum und an jeder Boje vorbei und ich war wirklich, wirklich stolz auf mich.

Andere waren nicht so ausdauernd und haben nach ein paar Versuchen aufgegeben, andere waren einfach nur super frustriert weil es nicht so gut geklappt hat und meine Gute hat AE förmlich dafür angegiftet, dass er es nach zwei Versuchen sofort richtig geschafft hat und dann nur noch fröhlich Runde um Runde fuhr während sie am Anfang der Strecke herumgurkte und ganz ehrlich? Ich wäre vermutlich auch so drauf gewesen...

Fakt ist, ich habe heute etwas getan, was ich noch nie zuvor in meinem Leben getan habe und obwohl ich die unsportlichste Person in meinem Alter bin, die ich kenne habe ich es gemeistert und war erfolgreich und es hat mich mit Leben erfüllt und über Schmerzen im Gesicht und am Knöchel hinwegsehen lassen. N. war auch total glücklich und ich glaube, das ist das allerbeste daran.

Zurzeit ist in der Schule nicht mehr viel los. Am 19. ist Notenschluss und die meisten Lehrer haben bei uns keine fehlenden Noten mehr, sodass Vorträge angehört und Filme geschaut werden und man sich absolut nicht mehr anstrengen muss und genau das brauche ich auch. Ich kann die Ferien kaum erwarten, ausschlafen und zocken und Zeit zu entspannen, also RICHTIG entspannen, nicht all das tun mit dem Hintergedanken was ich alles noch anderes machen muss. In zwei Wochen fahre ich mit N. und seiner Familie für ein Wochenende weg und in den Sommerferien mit meiner eigenen Familie an die Ostsee, ich werde viel spazieren gehen, zocken und Game of Thrones mit meinem Vater gucken ganz unabhängig was für ein Wetter sein wird und vielleicht haben wir ja Glück und können jeden Tag ans Meer. Warst du schonmal am Meer? Ich hab dich das noch nie gefragt.

Ich hoffe dein Tag war auch toll und ich wünsche dir ganz viel Spaß mit deinem A.
Bis zum Rand voll mit Leben und Liebe,
deine Hanna.
~Evoliette

Samstag, 21. März 2015

peut-être les papillons danseront ensemble bientôt ♥

Dear Hanna.

In Österreich sind zwar Vorabiturprüfungen gänzlich unbekannt, dennoch hat mir die Schule in letzter Zeit sehr viel Stress bereit. In einem Monat haben wir Notenschluss und die Schularbeiten und Tests reihen sich aneinander. Eine Verschnaufpause kann man sich in so einer Zeit nur sehr selten gönnen. Bis Montag muss ich zum Beispiel den Stoff von zwei Schuljahren Betriebswirtschaft lernen - und ich habe noch nicht angefangen. Aber ich bin eine gute Schülerin und gönne mir auch einmal eine Pause, um dir zu schreiben. Das muss ich ja; sonst würde ich ja zu überhaupt nichts mehr kommen. Auch in den Osterferien sollte ich eigentlich lernen, was ich auch vorhabe, aber ich habe mich dennoch dazu entschlossen, zu A. zu fahren und eben meine Schulsachen mitzunehmen. Ich möchte diese Gelegenheit nicht missen, vor allem, weil es jetzt auch noch eine Gelegenheit für uns geworden ist...  ♥

Ich hoffe, dass es dir inzwischen wieder besser gut und du den Stoff nachholen konntest. Ich war zuletzt vor einem Monat ein paar Tage lang nicht in der Schule, aber ich die Weisheitszahn-OP über mich ergehen lassen musste. Da habe ich leider auch ein paar Tage verpasst, was gerade in diesem Schuljahr wirklich nicht schön ist, aber man schafft es ja doch noch, alles irgendwie nachzuholen. Dafür gibt es die armen Wochenenden und Nachmittage, die man viel lieber an der frischen Luft verbringen möchte. Bei uns ist es inzwischen nachmittags richtig warm! Ich kann es kaum erwarten, wenn der Sommer wieder Einzug hält und ich in Kleidern herumlaufen kann. Heute muss ich unbedingt noch in die Stadt fahren, denn ich habe ein so schönes Kleid gesehen, das ich unbedingt haben muss. Wenn du magst, schicke ich dir ein Foto; es ist schweineteuer, aber das Geld lohnt sich für diesen Stoff. Vielleicht haue ich mal meine Mutter an, ob sie mir etwas hilft beim Einkaufen, schließlich schuldet sie mir noch ein kleines Geburtstagsgeschenk, haha. Jetzt, wo Sommer wird und ich im Winter Geburtstag hatte. Achja: In 9 Tagen hast du Geburtstag. Ich hoffe, du wirst ihn gebührend feiern!

Liebes, das ist aber auch absolut nichts Schlimmes, wenn es dir gleichgültig ist, dass du Menschen, denen es schlecht geht, nicht helfen kannst. Das musste auch ich über die Jahre lernen: Man kann nicht mit jedem gut Freund sein und man kann schon gar nicht jedem helfen. Die meisten Leute müssen sich selbst helfen, denn von außen kann man dabei oft nichts ausrichten. Aber das verstehen sie oft nicht, sie krallen sich an einem fest und glauben, dass man ihnen aus ihrer Misere raushelfen kann, dabei liegt es einfach nur an ihnen. Klar kann man ihnen beistehen, Ratschläge geben und eine Schulter zum Ausheulen sein... Aber man muss ja nebenbei auch sich selbst retten. Und das ist das Wichtigste, auch wenn es egoistisch klingt: Man muss erstmal sich selbst retten.
Ich hatte früher auch diesen Helferkomplex. Ich wollte immer mit jedem befreundet sein und überall helfen, auch wenn ich wusste, dass diese Menschen mich danach trotzdem wieder abschreiben würden. Auch heute passieren mir noch solche Ausrutscher, aber inzwischen bemerke ich es, wenn das unnötig ist oder ich hier einen Fehler gemacht habe. Man muss das einfach lernen, denke ich. Ich glaube auch nicht, dass es dir unbedingt gleichgültig ist, ich glaube, das ist das falsche Wort. Du hast einfach gelernt, dass man manchen Menschen nicht helfen kann und es würde dir und deiner Psyche immens schaden, wenn du tagelang über diesen Menschen grübeln würdest. Du hast gelernt, wann es gut ist, dem anderen zu helfen und wann es dir kein Kopfzerbrechen bereiten muss. So einfach ist das.

Die Serie, die du erwähnt hast, kenne ich nicht. Ist es nicht schade, dass all diese Serien, die wir in unserer Kindheit so vergöttert haben, nicht mehr existieren? Meine Nachmittage waren erfüllt von Cosma und Wanda, der Gummibärchenbande, Hanna Montana und Kim Possible (und noch vielem mehr) und wenn ich heute den Fernseher einschalte und auf diese Sender schaue, überkommt mich eine Übelkeit, die du dir gar nicht vorstellen kannst. Früher war einfach alles besser, um es in den Worten meiner Großmutter zu sagen. Und als Kind war alles erst recht besser, wenn die Familie sich noch mehr um einen selbst versammelt hat, wenn sie einen umsorgt hat, wenn man immer jemanden hatte, der mit einem spielte. Natürlich war die Welt da für das Kind in dir besser. Mir ging es doch genauso; da war meine Mutter, die immer da war, meine Schwester, mit der ich mich gut verstand, und ein ganzes Gasthaus als unser Spielplatz.
Heute hasse ich diese beiden Menschen und verbringe meine Zeit am liebsten vor dem PC, alleine in dieser Wohnung, ohne von ihnen gestört zu werden. Heute ist vieles anders; weil ich erwachsen geworden bin. Ich sehe diese Menschen nicht mehr nur unter dem Schleier der Familie, sondern ich sehe die Menschen darunter. Und mir gefallen diese Menschen nicht, ganz im Gegenteil. Heute hasse ich sie, und in manchen Momenten tue ich das so inbrünstig, dass ich mich vor mir selbst erschrecke. Ich bin erwachsen geworden. Ich habe gelernt, dass die Familie nicht unfehlbar ist und schon gar nicht superperfekt. Ich habe gelernt, dass das hier nicht mein Zuhause ist und dass es sehr leicht ist, sich davon zu lösen. Ich habe gelernt, dass meine Heimat nicht hier ist... sondern in Dresden.

Die Familie, die ich hier habe, diese Blutbande, sehe ich nicht als Familie an. Meine Freunde sind zur Familie geworden und das ist schon seit langem so. Ich brauche sie - nicht die Familie hier, der ich am liebsten aus dem Weg gehe. Ich habe mich von hier in dem Moment gelöst, als ich den Schleier, der darüber lag, weggerissen habe und den Schmutz darunter sah. Ich will mit all dem Dreck nichts mehr zu tun haben. Ich will zu meiner echten Familie, zu A. und zu D. und ich will mit ihnen ein Leben führen, das ich verdiene.

Ich sage es dir mit den Worten aus Gossip Girl, einer Serie, die ich derzeit wieder abgöttisch liebe:

Maybe it's not blood bonds that make us family.
Perhaps it's the people who know us and love us anyway.
So we can finally be ourselves.

So früh am Morgen habe ich diesen Post geschrieben und so voller Hass ist er am Ende geworden. Es hat geholfen, das Ganze raus zu lassen, auch wenn es nicht schön zu lesen war. Ich werde mir jetzt ein schönes kaltes Glas Cola gönnen und dann in die Stadt fahren und diesen Laden plündern. Mit diesem wundervollen Kleid. Und wenn ich zurückkomme, bist du vielleicht sogar da, damit wir ein bisschen quatschen können. Ich bin nämlich schon so gespannt, ob deine Eltern zustimmen! Wie schön wäre es eigentlich, diesen Blog mit Fotos von uns auffüllen zu können, zu zweit! Wie schön wäre das eigentlich, OH MY GOSH. ♥

Ich hab dich immer lieb, mein schöner Schmetterling.
Ines

Freitag, 6. März 2015

Butterfly Thoughts

Hay Itsulein,
schon lange nichts von dir gehört (oder gelesen). Wenn ich mir N. zurzeit so ansehen, kann ich mir vorstellen, woran das liegen könnte. Du bist schließlich zurzeit, genau wie er, im Abiturjahr und hast, wenn das in Österreich genau so ist wie hier, gerade Vorabiturprüfungen ... und selbst wenn nicht gibt es bestimmt trotzdem eine Menge zu lernen.

Ich war diese Woche krank, richtig mit den ganzen Tag im Bett liegen und Tee trinken und so. Am zweitmeisten ärgert mich daran, dass ich in der Schule so viel verpasst habe und es mir eigentlich noch nicht gut genug geht, mich mit dem fehlenden Stoff auseinander zu setzten. Aber wenn ich nicht bald loslege dann schaffe ich es nicht bis nächste Woche.

Das blödeste ist aber, dass ich dieses WE nicht zu N. kann. Sein Pa hat Geburtstag und ich konnte letztes Jahr um die Zeit schon nicht da sein, weil ich da gerade Migräne hatte und - genau wie jetzt - zu Hause rumliegen und mich mies und nutzlos fühlen musste.

Eigentlich glaube ich, schreibe ich diesen Post um die Erledigung meiner Schulaufgaben aufzuschieben und weil ich dich vermisse. Ich habe vorhin einen Whatsapp Chat gelesen, der schon ein paar Monate her ist mit jemandem, zu dem ich schon lange keinen Kontakt mehr habe und ich habe mich wieder fragt, was in seinem Leben so Gott verdammt schief gelaufen sein muss, dass er so ist wie er ist. Gleichzeitig schockiert es mich ein wenig, wie gleichgültig ich damit umgehen kann, dass es Menschen da draußen gibt, die ein scheiß Leben führen und denen ich nicht helfen kann.
Ich meine, ich kenne einige Leute die diesen "Helferkomplex" haben und meinen, sich auf die Nase schreiben zu müssen die Welt zu verbessern. Als ich noch in die Grundschule gegangen bin war ich auch so - jetzt nicht mehr.

Als ich noch in die Grundschule gegangen bin habe ich oft nachmittags mit meinem Vater Animesendungen auf Pokito-TV geguckt und jeden Sonntag saß unserer Familie am Kaffeetisch und hat "Die verlorene Welt" geschaut. Kennst du das? Ich fand die Filmqualität schon damals grottig, aber es hat zu "Herkules" und "Xena" gepasst und ich hab es immer gemocht, selbst wenn Wiederholungen kamen. Bei "Die verlorene Welt" gab es eine Frau, die in einem Baumhaus gelebt hat und ich glaube erst heute, 5 Jahre nachdem ich sie erfunden habe wurde mir klar, dass ich Kiara, meine Mary Sue, nach ihrem Vorbild geschaffen habe. Damals lief die Serie schon lange nicht mehr.
Irgendwann wurde sie einfach eingestellt.

Als ich kleiner war, hat mein Bruder öfters mit mir gespielt. Er ist 10 Jahre älter als ich, weißt du? Damals war mal Vater auch immer nachmittags zu Hause. Heute ist mein Bruder quasi ausgezogen, was so viel heißt wie: Er wohnt zwar nicht mehr bei uns, blockiert aber das größte und hellste Zimmer in der Wohnung und bringt einmal die Woche seine schmutzige Wäsche ins Hotel Mama. Mein Vater arbeitet eigentlich rund um die Uhr.
Ich kann die Leute verstehen, die das Leben wegen sowas scheiße finden. Man bleibt nicht ewig Kind und die Vorzüge, die es hat klein und jung zu sein schwinden irgendwann. Man kann sich aber damit abfinden und irgendwann ... lößt man sich ja sowieso von zu Hause.

Bis dahin!
Lass mal wieder was von dir hören, Liebes!
~Evoliette